{3} Stille ist Nährboden

Es ist interessant zu beobachten welche Gedanken die ersten sind zu Beginn eines Tages. Ist es die Sorge vor den bevorstehenden Aufgaben, ist es die Vorfreude auf ein Ereignis, ist es der Ärger über etwas Unausgesprochenes, ist es die Mutlosigkeit beim Hören der Nachrichten?

Stille wird gefüllt durch unsere Gedanken und Gefühle, durch die ersten Informationen, die mir das Radio, der Fernseher oder das Handy mit in den Tag geben. Und diese Gedanken, Gefühle und Informationen wachsen. Sie sind der Samen, der zu Beginn des Tages gesät wird. Dann, wenn die Seele noch ganz feinfühlig und sensibel ist.

Als ich meine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht habe war einer meiner ersten Anschaffungen ein Fernseher. Die Stille am Morgen, wenn ich aufstand, am Nachmittag, wenn ich von der Arbeit nach Hause kam, am Abend, wenn ich alleine in meinem Zimmer saß, schien unerträglich zu sein. Und so lud ich Fremde in mein Zimmer ein. Stimmen, die mir schon morgens erzählten, was sich nachts ereignet hat, während ich schlief. Serien, die mir erzählten, wie Beziehungen gelebt werden können, Filme, die immer nur den Anfang einer Liebesgeschichte erzählen und nie vom tagtäglichen Einerlei. Sie prägten, hinterließen ihre Spuren in Form von Gefühlen und Gedanken in meinem Leben. Erst nach einiger Zeit fiel mir auf, dass ich diesen Stimmen sofort Gehör schenkte, wenn sich die Stille um und in mir ausbreitete.

Ich entschied mich auf der Reise mit Jesus, dass seine Worte der Samen des Tages sein sollen. Ich will seinen Worten Gehör schenken. Sie sollen in mir wachsen. Stille ist der Nährboden für Gottes Wort. Ich wünsche mir, dass seine Hoffnung in meinem Herzen Wurzeln schlägt, auch wenn vieles so unverständlich ist. An seinen Frieden will ich denken, wenn ich mich von jemandem verletzt fühle. Ich wünsche mir, dass seine Liebe in meinem Leben Früchte trägt, auch dann, wenn mir jemand unsympathisch erscheint oder wir gegensätzlicher Meinung sind. Vergebung leben, barmherzig sein, nicht als altes Wort, sondern als gelebte Wahrheit. Ich brauche die Stille, diese ersten Worte in die Stille hinein. Noch bevor mein innerer Kritiker zu Wort kommt, mein Handy mir Informationen liefert, die mich unruhig machen. Noch bevor meine to-do-Liste mit mir redet oder die Aufgaben erwartungsvoll ihre Augen auf mich richten. Sie werden alle heute noch wahrgenommen werden, aber erst dann, wenn guter Samen gesät ist, der hoffentlich wächst und gedeiht im Angesicht des Tages und unter den erschwerten Bedingungen des Lebens.

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erqicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens Willen. Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereites vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. Psalm 23

In der Stille philosophiere und diskutiere ich nicht. Es erschließt sich mir nicht jedes Wort und mein Leben spricht oft eine andere Sprache. Aber in der Stille halte ich meine Seele Gott hin und wünsche mir, dass sein Worte tiefe Wurzeln in meinem Herzen schlagen. Stille ist Nährboden für Gottes Worte, Werte und Weisungen.

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Gebet, Mutterliebe, Waschmaschine

Gerade wollte ich im Bett meine Dankesmomente aufschreiben und dachte: heute teile ich sie mal wieder mit euch. Ich bin dankbar für…

… einen wunderschöne Gebetsspaziergang mit meiner Freundin. Sie hatte heute enorm viel zu tun und hat aber diesen Termin nicht abgesagt. Und mir geht es nach solchen Gebeten immer um so vieles besser in meinem Kopf. Es ist ein echtes Abladen von noch ungelebten Ideen, Sorgen und Bedenken, innerer Unruhe und ein sich erinnern an Hoffnung und Gottes Wirken in dieser Welt.

… als ich meine eine Tochter in einem Anfall von Mutterliebe fest an mich drücke und ihr sage wie lieb ich sie habe, grinst sie mich an und sagt: „Weiß ich doch.“ So schön, dass sie das nicht in Frage stellt.

… nach einer kurzen Teamsitzung auf der Arbeit danke ich Gott für meine Kolleginnen und meine zwei tollen Chefinnen. Mir fällt das regelmäßige Arbeiten immer noch schwer, aber diese Frauen manchen es mir durch ihre Art leichter. Ein echtes Geschenk für mich!

… meine Waschmaschine habe ich heute einer Grundreinigung unterzogen und bin wieder einmal so dankbar für die Arbeit, die sie fast täglich leistet, für Waschmittel und immer verfügbares Wasser. Es fühlt sich meistens nicht so an, aber ich bin so unglaublich reich!

… bevor ich gerade ins Bett gehen wollte, habe ich das Bett von meinem Mann und mir frisch bezogen. (Ich kann Betten beziehen nicht ausstehen und schiebe es so lange raus, bis ich dann ins Bett will. Und dann bin ich von mir genervt, weil ich es den ganzen Tag hätte machen können und es abends viel länger dauert, weil ich schon so müde bin.) Aber ich habe das Fenster geöffnet und während ich die Knöpfe der Bettdecke schließe, streift mich ein frischer Windhauch Abendluft. Schön!!!

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Überraschung

Eigentlich wollte ich heute von etwas ganz anderem schreiben. Aber als ich heute nach Hause kam von der Arbeit da erwartete mich ein Paket. Ohne Anschrift und Absender stand es in meinem Wohnzimmer. Zur Erklärung warum ich mich so über dieses Paket gefreut habe ist zum einen, dass ich wieder einmal Großzügigkeit erfahren durfte und dass ich die Marke DocMartens liebe. Diese Liebe geht schon über Jahre: Ich habe in  DocMartens geheiratet, ich arbeite in der ambulanten Pflege in DocMartens und viele Vorträge halte ich in diesen Schuhen. Die einen sind weiß, die anderen schwarz mit eingestanzten Blumenmuster, die nächsten lackschwarz. Und heute sind wieder ein paar neue DocMartens bei mir eingezogen. Nicht, weil ich sie bestellt habe, sondern, weil mich eine Blog-Leserin und Seminarbesucherin in meinen Schuhen gesehen hat und mir ein paar heute zukommen ließ. Wie und warum weiß ich nicht, aber ich freue mich riesig.

Und weil ich keine Adresse von dir habe und dir nicht persönlich schreiben kann, bedanke ich mich auf diesem Weg für diese tollen Schuhe, die passen und deine lieben Worte auf der Karte. Das war heute definitiv der schönste und intensivste Dankesmoment!!!! Vielen Dank!!!!

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vom Mamasein im Alter

Ich stehe im Esszimmer der alten Frau, die ich in meiner Spätschicht mit betreue. Sie erzählt wie schwer ihr das alt werden fällt, wie seltsam es sich anfühlt, wenn man im Kopf noch alles denken kann, aber der Schwindel einen daran hindert ungehindert durch die Tür zu gehen. Wie eingeschränkt man wird. Das Holz holen ihr ihre erwachsenen Kinder, genauso wie jeder Arzttermin erst durch den Kalender der Kinder muss, weil sie dort gar nicht mehr alleine hinkommt, weil sie vergisst was sie zu tun hat, wenn sie die Praxis verlässt. „Alt werden ist nicht schön.“ Immer und immer wieder höre ich diesen Satz aus ihrem Mund. „Man wird zur Last für andere,“ das ist ihre feste Meinung. Sie hat nicht damit gerechnet so alt zu werden. Nein, ganz und gar nicht. Ihre Tochter steht mit im Raum, räumt etwas auf, scheint beschäftigt. Doch dann löst sie sich von ihrer Tätigkeit, breitet weit die Arme aus und drückt ihre Mama an sich, bevor sie ihr in die Augen schaut. „Ich verstehe dich ja“, sagt sie, leise, vorsichtig. „Ich glaube, dass das alles nicht einfach ist und dir schwer fällt. Aber, wenn du nicht mehr bist werde ich dich so vermissen. Du bleibst doch meine Mama und nichts ist für mich Last.“ Ich brauche euch nicht zu erzählen, dass ich emotional ziemlich getroffen bin von dieser wunderschönen Mama-Tochter Beziehung. Die nicht immer leicht ist, die Herausforderungen mit sich bringt, aber nicht zur Last wird. Ich schätze die beiden so.

In meinem Seminar erlebe ich immer wieder Mamas, die sehr unsicher sind, weil sie Zuhause beleiben – stay-at-home-moms, sagen die Amerikaner dazu und auch die, die einen Beruf ausüben und kleine Kinder haben.  Ist es nicht interessant, dass Frauen jahrelang dafür gekämpft haben selbstbestimmt zu sein und das bedeutete damals, auch berufstätig zu sein. Und heute kommen Frauen in den Minderwert, wenn sie nicht berufstätig sind. Der Pegel scheint auf der anderen Seite hochzuschwingen. Ich war 10 Jahre ausschließlich Zuhause. Ich bin, seitdem ich wieder ein bisschen arbeite, sehr dankbar für diese Zeit. Es ist mir am Anfang sehr schwer gefallen, weil ich eine Mama, die Zuhause bleib als spießig empfand und ich zur Oberspießerin wurde. Aber ich glaube, so hat es eben zu mir gepasst. Es ist für mich stimmig. Und am Ende geht es nicht darum ob ich berufstätig war oder nicht, sondern wie ich die Beziehung zu meinen Mädels gestaltet habe. Und ich hoffe, bete und wünsche mir so sehr, dass ich für sie Ermutigerin, Rückenstärkerin und Hoffnungsträgerin sein darf, wenn sie schon längst erwachsen sind und ihr eigenes Leben leben. Und ich glaube, dass ich heute schon für in 40 Jahren die Weichen stelle und den Weg beschreite. Deshalb sind mir diese Mama Themen so wichtig, nicht, weil ich über richtig und falsch reden möchte, sondern Mut machen: jede Mama muss und darf ihren eigenen Weg finden. Denn das bedeutet Selbstbestimmtheit. Wir dürfen uns davon lösen, dass irgendjemand unseren Weg beurteilt und gut finden muss, sondern, dass wir für uns lernen Entscheidungen zu treffen. Und berufstätig oder nicht: ich wünsche jeder von uns, dass uns unsere Kinder einmal in den Arm nehmen, wenn wir schwach sind und alt, wenn wir uns als Last empfinden und unbrauchbar… Denn dann ist es nicht mehr wichtig, wie andere uns als Mamas beurteilt haben, sondern ob wir eine Beziehung zu unseren Kindern haben.

Auf meinen Touren zu den alten Menschen sehe ich viel Einsamkeit, viele unaufgearbeitete Lebensgeschichten und schweigende Verwandte, aber es gibt immer mal wieder einen Lichtblick an dem ich mich so freue, den ich festhalte, von ihm lerne…

Spruch auf der Karte:

Ich habe jetzt das Alter erreicht, in dem >Happy Hour< Nickerchen bedeuetet

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stille Schönheiten

Die Küche ist bei uns ein undankbarer Raum wenn es ums Aufräumen geht. Irgendwie steht immer etwas herum, drei Mahlzeiten, die Vor – und Nachbereitung dieser, Brotdosen und Trinkflaschen, Zettel zum Unterschreiben, Wassermalfarben von den Künsten meiner Mädels: die Küche ist im Dauerbetrieb. Und deshalb liebe ich meine Tulpen, die auf dem Küchentisch stehen. Wenn ich einmal einen Garten haben sollte, geht es mir nicht so sehr um den Selbstversorger Aspekt, sondern es werden viele Blumen darin blühen, die man zwar alle nicht essen kann, aber die einfach schön aussehen, gut riechen, die Seele erfreuen. Und genau das machen die Tulpen in meiner Küche, wenn ich scheinbar ununterbrochen damit beschäftigt bin diese auszuräumen – die Seele erfreuen, mitten im Alltag. Ich weiß, es ist noch überhaupt keine Tulpenzeit und trotzdem bin ich heute für diese stillen Schönheiten dankbar.

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Highlights

Dankesmomente sind oft viele kleine Dinge die im Alltag meine Seele füllen. Aber dann gibt es immer mal wieder ganz besondere Momente, Highlights, die sich abheben aus der Masse an Dankesmomenten. Die besonders sind, einzigartig und die Seele auch nächste Woche und in einem Monat noch erfreuen. Von denen man zehrt – auch an Frusttagen. Und dieses Wochenende durfte ich solch ein Highlight erleben. Denn ich habe auf einem Frauentag die Referentin und Autorin Tamara Hinz getroffen. Dieses kurze Treffen war für mich deshalb so besonders, weil sie die erste Frau war, von der ich theologische Inhalte gelesen und gelernt habe, damals in der Zeitschrift AUFATMEN. Sie schrieb über Gottes Begegnungen in ihrem Alltag, legte Bibelstellen aus und ich schaute bei jeder neuen Ausgabe nach ob ein Artikel von ihr darin enthalten war. Und deshalb habe ich mich so gefreut sie nach all den gelesenen Gedanken zu treffen.

Und das zweite Highlight waren Frauen, die in meinem Seminar waren. Tatsächlich heißt dieses: Glucke oder Rabenmutter – seinen eigenen Weg finden zwischen Vorurteilen und Klischees. Und ich war überrascht, dass doch einige da waren, weil ich nur mit 5-10 Frauen gerechnet hatte. Und über einige offenen Gespräche danach habe ich mich so gefreut. So wunderbare Mütter, jede auf ihre Weise. Ich bin so dankbar für jede, die jetzt wieder bei ihren Kindern ist. Die liebt und behütet, in den Arm nimmt und tröstet, ihr Kind lehrt und zurechtweist, ins Leben leitet und begleitet. Wir haben in der Berufung als Mama keine leichte Aufgabe, aber ich bin so dankbar, dass wir uns gegenseitig unterstützen können, um Rat fragen, Schwächen zugeben, Unsicherheiten klären. Ihr seid wunderbar. Ich wünsche euch eine gute Nacht ( auch wenn so mache wach sein wird), morgen beginnt ein neuer Tag mit allen Freuden und allem Versagen unter der liebenden Gnade Gottes. Schön, dass es euch gibt und ich euch treffen durfte. Mit lieben Grüßen Lissy

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{2} Stille braucht einen Ort

Wenn ich nach dem Frühdienst nach Hause komme steuere ich sofort das Badezimmer an. Das ist der Ort an dem wir uns von Schmutz befreien, Hände waschen, unseren Körper pflegen. Danach geht es nahtlos in die Küche, weil ich hier alle Zutaten und Geräte finde mit denen ich das Mittagessen für meine Familie zubereite. Ich suche nicht in den verschieden Zimmern nach all dem Notwendigen um den Hunger zu stillen – es gibt einen Ort, einen Raum in dem unser Bedürfnis nach Hunger gestillt wird. Genauso ist es mit dem Schlaf, bei Kindern oft kombiniert Schlaf- und Spielzimmer. Und dann gibt es Haushalte, die einen Ort für die Schmutzwäsche haben, ein Arbeitszimmer oder Kreativraum.

Vor vielen Jahren besuchte ich eine Familie. Die Frau zeigte mir ihr Haus und führte mich dann in einen Raum den sie Kapelle nannte. Beim Bau ihres Hauses war das ihr größter Wunsch, den ihr Mann dann auch berücksichtigt hat, ein Zimmer in dem sie sein kann um Stille zu leben, Beziehung zu Gott zu gestalten, zur Ruhe zu kommen.

Stille braucht einen Ort. In meiner Wohnung ist es kein Zimmer in das ich mich zurückziehe, sondern ein Sessel. Auf diesen setzte ich mich tatsächlich nur, wenn ich vor habe still zu sein, inne zu halten, eine Reizpause einzulegen. Ich liebe es, dass er in meinem Wohnzimmer steht und die Kinder ihn benutzen um ein Boot zu bauen oder Höhle zu spielen. Auch für Besuch nutze ich diesen gemütlichen Platz. Denn wenn er im Alltag dort einfach steht, erinnert er mich immer wieder, dass es diese Pausen geben muss/ darf. Er ist meine Gedächtnisstütze und mein Ruhepunkt. Denn wenn ich morgens aufstehe überlege ich nicht wo setzte ich mich hin. Sondern es ist so klar, dass das der Platz für die Ruhe ist, so wie klar ist, dass die Küche für das Essen da ist. An diesem Ort fühle ich mich wohl. Und schon das Wissen solch einer „Kleinigkeit“ kann es erleichtern im Alltag zur Stille zu finden. Es braucht dazu nicht einen extra Raum, ein Ort um den ich weiß reicht aus. Ein Ort den ich aufsuche, wenn ich spüre, dass zu viele Reize auf mich einströmen, ein Ort an dem ich innerlich zur Ruhe kommen kann, ein Ort, der mich erinnert und es mir erleichtert. Es ist ein bisschen wie, wenn ich abends das Buch hole aus dem ich den Kindern vorlesen werde, innerlich stellt sich alles aufs Schlafengehen ein. So ist es mit dem Sessel und mir, alles stellt sich auf Ruhe ein. Das ist in all den Jahren für mich ein wichtiger Punkt geworden, Stille braucht einen Ort. Hast du auch so einen Ort der Stille?

Ich finde nicht, dass dieser Ort in der Wohnung oder überhaupt innerhalb von vier Wänden sein muss. Ich kenne jemanden, der seit Jahren immer in die Natur geht und eine bestimmte Strecke im Wald läuft. Natur kann natürlich auch so ein Ort sein. 

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nette Menschen

Willkommen im neuen Jahr, willkommen in meinen Alltagsdankesmomenten.

Natürlich hätte ich mich darauf konzentrieren können, dass mir, während ich einen Patienten versorgte, ein vorbei fahrendes Auto meinen Seitenspiegel beschädigte und nicht wartete bis ich an Ort und Stelle war. Aber ich war viel zu dankbar für den Mann, der das alles beobachtete und sich das Kennzeichen aufgeschrieben hatte. Meine Chefin, die ich anrief um zu fragen wie ich jetzt weiter vorgehen muss (weil es ein Dienstauto war) gab mir freundliche Anweisungen. Der Polizist mit dem ich mich dann in Verbindung setzte war zügig und ich konnte meine Arbeit wieder aufnehmen. Zu allen weiteren Patienten kam ich dann später und keiner war sauer, genervt oder böse. Und als ich später auf die Polizeistation musste, hatte sich der Fahrer gemeldet und erklärt, dass er kein Handy dabei hatte und schnell weiter musste, aber ein Auto angefahren hatte. Es war ein kurzer Augenblick über den ich entschied mich nicht zu ärgern und ich erlebte sehr viele Menschen, die einfach nett und verständnisvoll waren. Und ich bin dankbar, dass ich an einem Montagmorgen nach einer Sachbeschädigung so viele Menschen erlebte, die mir Grund geben dankbar zu sein.

Ich wünsche dir ein gesegnetes Jahr 2019 und freue mich auf all die Dankesmomente, die in diesem Jahr liegen. Im Moment schreibe ich noch meine Neujahrsgrüße (weil ich Weihnachtspost nie schaffe) und wenn Du Lust auf Post hast, dann schreibe mir deine Adresse an post@alltagsstueckwerk.com und du bekommst auch Neujahrsgrüße.

Mit ganz lieben Grüßen Lissy

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blessed

In den letzten Tagen war mehr Zeit, das Leben langsamer, die Momente intensiver. Abends schaue ich mir ein Video einer Frau an, die ihr Haus und ihre Weihnachtsdeko zeigt. Ich weiß, manche werden das nicht verstehen, aber ich liebe Wohnzeitschriften, Wohnbücher und seit neustem dieses Videoformat. Die Frau nimmt mich mit und führt mich in die große Eingangshalle ihres Hauses. Die Halle ist groß und geräumig und wunderschön dekoriert. Die Aussicht aus den hohen Fenstern gigantsich. Auf einen verschneiten See, wie im winterwonderland. Es kriecht schon der kleine Stich hoch, der mir das Gefühl vermittelt zu kurz zu kommen. Denn das ist die Grundlage allen Neides. Dass ich glaube zu kurz gekommen zu sein. Gerade will ich das Video unterbrechen, da schwenkt die Kamera auf das Sofa mit den unzähligen Kissen. Ich fühle mich ins Herz getroffen, denn auf eines der Kissen steht: blessed. Denn blessed habe ich ganz groß über unser Küchenfenster gepinselt. Vor genau einem Jahr haben wir diese Wohnung bezogen, die erste Nacht hier geschlafen. Ich hatte eigentlich nur einen Wunsch für unser neues Zuhause, dass unser Ausblick auf etwas Grünes sein wird, einen Garten oder ein Waldstück. Keines davon ist im Moment Wirklichkeit. Aber auch, wenn wir diesen Wunsch noch nicht verwirklichen konnten, habe ich unzählige Dankesmomente in dieser Wohnung mit meiner Familie in meinem Leben sammeln können. Segen sind nicht einfach nur die äußeren Umstände, sondern auch, dass ich sehe, was mir geschenkt ist und dass ich das wertschätze, auch wenn mancher Wunsch noch offen ist. Seit einem Jahr sind wir nun hier Zuhause. Und auch wenn der Blick nicht romantisch und friedlich ist lebe ich gerne hier. Wir haben die nettesten Nachbarn neben uns. Gegenüber von uns ist der Döner, der mit seiner blinkenden Reklame auf sich aufmerksam macht. Mit dem Besitzer reden wir jedes mal ein paar Worte und grüßen uns freundlich. Seine Saucen sind unschlagbar. Ich bin gesegnet und das ist mir bewusst, weil ich die meiste Zeit damit verbringe zu schauen, was mir geschenkt ist und nicht mehr so viel Zeit darauf verwende wahrzunehmen was mir zu meinem Glück noch fehlt. Ich schaue dankbar auf das Jahr 2018 zurück. Viele schöne Momente mit meinen Lieben, wunderbare Begegnungen mit den Zuhörerinnen von meinen Vorträgen, immer wieder im Alltag die erholsame Stille… Es gibt so vieles. Vielen Dank an dich, die du immer mal wieder vorbei schaust und mit liest. Das bedeutet mir viel. Danke für eure Kommentare, Mails oder likes.

Ich wünsche euch ein gesegnetes neues Jahr, in dem wir miteinander die Augen offen halten für das was uns geschenkt ist. In einer der letzten Predigten fiel der Satz: „Zähle deine Segnungen…“ Das gebe ich an dieser Stelle an euch weiter. Denn ich bin dem am meisten dankbar, von dem wir gesehen sind, der uns beschenkt, der liebt und vergibt. Gott hat dich und mich ins Leben geliebt und ich freue mich auf 2019 mit ihm. In einer Welt die mir immer wieder Sorge macht und in Angst versetzt entscheide ich mich immer wieder neu auf der Seite der Hoffnung zu stehen. Denn so lange es noch Saat und Ernte gibt, Sommer und Winter, Tag und Nacht hält Gott seine Hand über uns. Das ist meine Quelle, Gott selbst, der meine Hoffnung ist.

Wir hören uns im neuen Jahr wieder. Gott mit dir!

Ganz liebe und herzliche Grüße, Lissy

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heilige Momente am heiligen Abend

Das werde ich einfach nicht essen, denke ich, als ich das grüne Etwas im Topf vor sich hinköcheln sehe. Die Gottesdienste in unserer Gemeinde (Kirche) an Heilig Abend sind vorbei. Im Foyer verabschiedet man sich fröhlich voneinander. „Frohe Weihnachten“, es ist immer diese besondere Atmosphäre, die ich nach diesen Gottesdiensten so liebe. Erwartungsvoll, fröhlich, einander zugewandt. Ich stehe in der Küche unserer Gemeinde (Kirche). Meine Bolognesesauce ist fertig, das Wasser für die Spagetti kocht. Ich kann nur dann entspannt Gastfreundschaft leben, wenn das Essen, dass ich zum Buffet beitrage einfach sein darf. In der Küche ist ein Gewusel. Vor allem Iraner drängen sich um die Töpfe, aber im angrenzenden Raum, in dem wir miteinander Essen werden, warten 2 Familien aus Syrien und eine Frau aus Eritrea. Ursprünglich haben sich 12 Leute auf die Einladung miteinander Heilig Abend zu feiern angemeldet, es sind dann aber doch 28, ohne unsere 5 köpfige Familie. Später steht der Reis, das grüne Zeug, gebackenes Hähnchen auf dem Tisch. Ich freue mich wieder einmal, dass das Essen auf jeden Fall reichen wird und festlich ist, auch wenn ich mich nicht ins Zeug gelegt habe. Bei Gott muss ich mich nicht verbiegen – an Weihnachten nicht und sonst auch nicht. Meine Art der Gastfreundschaft kommt nicht in der Zubereitung von Mahlzeiten zum Ausdruck. Aber, darf ich wieder feststellen, das ist voll in Ordnung. Meine Tochter kommt zu mir: „Können wir nicht eine normale Familie sein und jetzt nach Hause gehen?“ Mein schlechtes Gewissen mischt sich wieder ein. Überfordere ich meine Kinder? Werden sie es mir später vorwerfen, dass wir das dritte Weihnachtsfest nun schon so feiern? Rettung kommt in Form eines Iraners. Er hat meinen Mädels Kinderzeitschriften mit pädagogisch fragwürdigem Inhalt mitgebracht. Meine Kinder freuen sich riesig: „Mama, schau, das würdest du uns niemals kaufen.“ Mein Gewissen gibt wieder Ruhe. Später beim Essen meint eine meiner Töchter: „Nicht traurig sein, aber die kochen echt besser als du.“ Nein, ich bin nicht traurig, ich hoffe, dass das bei ihnen hängen bleibt. Das gute Essen, die Gemeinschaft, das Fußball spielen, während wir nach dem Essen aufräumen. Der Koch, der am längsten in der Küche stand (auch ein Iraner) kommt zu mir: „Lissy, das musst du probieren. Ich habe gut gekocht.“ Jetzt stehe ich vor dem grünen Zeug, möchte unseren lieben Freund nicht enttäuschen und lade mir eine kleine Portion auf. Ich koste und vergrößere die Portion. Es schmeckt unglaublich lecker. Aber was es ist habe ich bis jetzt nicht heraus gefunden. Wir feiern miteinander. Jeder von uns hat seine eigene Geschichte, unterschiedliche Länder, Rituale, Kulturen. Aber an Heilig Abend kommen wir zusammen vor Jesus. Er liegt zwar nicht mehr in der Krippe, aber er ist der Grund warum wir alle hier sind. Als alle satt und alles aufgeräumt ist gehen auch wir Geschenke auspacken. Meine Mädels freuen sich. Es klingelt und noch einmal sind drei Iraner vor der Tür. Sie kommen herein, setzten sich zu uns. Die großen Kerle knien sich auf den Boden und kaufen bei meinen Töchtern im Kaufladen ein und bewundern ihre neue Puppe. Es ist so schön, die Atmosphäre so herzlich. „Wir feiern schon das dritte Mal zusammen Weihnachten“, sagt einer der Jungs zu meiner Jüngsten. Sie bleiben nicht lange, wollen dann noch weiter woanders feiern und wir lassen den Abend als Familie ausklingen. Ich bin so dankbar für den Heiligen Abend mit seinen heiligen Momenten…

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Dankesliste der vergangenen Tage

  • Regentropfen, die an der Fensterscheibe wie viele glitzernde Goldpunkte aussehen.
  • Meine Große und ich hatten Mama-Tochter-Zeit und waren auf einem Adventsmarkt unterwegs. Außerdem haben wir einen Weihnachtsbaum gekauft. Und weil ich grundsätzlich nur da parke wo ich viel Platz habe, mussten wir ein ganzes Stück mit dem Baum laufen. Wir haben so viel miteinander geschleppt und gelacht. Das war unheimlich schön.
  • Maracuja oder Passionsfrüchte, so lecker und ein riesen Privileg, dass ich sie hier essen darf.
  • Eine unglaublich liebe Karte von einer Patientin, die ich mit betreue. So schön gebastelt mit Händen, die über 80 Jahre schon nach Dingen greifen und Worten, die so freundlich und ermutigend sind.
  • Vorweihnachtszeit, mit allem was dazu gehört.
  • Gespräch mit einer Mama deren Kinder so alt sind wie meine. Gespräch mit einer Mama deren Tochter fast 30 Jahre alt ist. Gespräch mit einer Mama deren Tochter 22 Jahre alt ist. Dieser Austausch ist „zufällig“ im Alltag entstanden. Fazit: Unsere Kinder werden älter, unsere Gedanken, die wir uns um sie machen nicht weniger.
  • „Mein Überlebenslauf“ von Eva-Maria Admiral gelesen. Unglaublich tiefes, gutes Buch.
  • Erfahre, dass sie bei uns in der Stadt einen Auftritt hat. Karten gekauft hingegangen, ermutigt zurück gekommen. Und jetzt schmückt mein Buch ein Autogramm von ihr. Wie cool ist das denn.
  • Freundliches Feedback auf meinen Stille Blogbeitrag. Das tut immer gut.
  • Eine Kollegin springt für mich ein, weil ich krank bin.
  • Wundervolles Zitat: Mögest du immer genug Zeit haben, um die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben.
  • Dankbar, dass ich diese Zeit habe und immer wieder kleine Wunder entdecke, die große Auswirkungen in meiner Seele haben.
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{1} Stille ist zuzuhören

Meine erste Erfahrung in der Stille liegt viele Jahre zurück und ich glaube, dass ich deshalb eine so große Sehnsucht nach Stille in meinem Alltag habe, weil meine Erfahrung so positiv war.

Erleichterung

Ich war traurig, sehr traurig. An vielen Abenden weinte ich als es dunkel war, dann wenn es Nacht wurde, dann wenn ich nicht gesehen wurde und mich auch selbst nicht ansehen musste. Ich war 14 Jahre und meine leibliche Mutter war gestorben. Ich trauerte um sie und verstand das überhaupt nicht. Denn sie ist mir keine Mutter gewesen. Schon früh kam ich zu meiner Pflegemutter und dort ging es mir gut. Warum also diese Trauer um einen Menschen zu dem ich weder Beziehung noch Bezug hatte? Ich wusste es nicht. Deshalb waren meine Worte innerlich mir gegenüber nicht von Milde und Verständnis begleitet, sondern streng. Ich rief mich zur Vernunft und forderte mich selbst auf mit diesem Geheule ein Ende zu machen, weiterzugehen, stark zu sein. Es half nichts, nachts kam die Trauer. Irgendwann setzte ich mich im Bett auf und stellte mir die Frage: Warum macht dich das über so lange Zeit so traurig? Was ist los? Welchen Grund hat diese Traurigkeit?

Bis dahin hatte ich noch nichts über Selbstreflexion gehört oder gelesen, Achtsamkeit war noch kein gängiger Begriff und das Wort Seele mir fremd. Aber ich werde nicht vergessen dass Antworten kamen. Noch heute kann ich dieses Gefühl der Überraschung spüren und diese Antworten machten für mich absolut Sinn. Und sie brachten eine riesige Erleichterung. Ich konnte mich plötzlich verstehen, konnte mein Gefühl der Traurigkeit nachvollziehen und fand damit einen Umgang. Und dann ging die Traurigkeit so schnell wie sie gekommen war. Es war eine absolut prägende Erfahrung mir selbst zuzuhören.

Wenn es leise werden soll wird es so laut

Das ist oft das was ich höre, wenn es um Stille geht. Es ist die Sehnsucht da einfach nur dasitzen und still sein zu können. Und es geht in erster Linie nicht um die äußere Stille, um Geräusche und Lärm, sondern, dass es in einem ruhig wird. Gedanken nicht ständig kreisen, imaginäre Gespräche mit Menschen von denen man sich verletzt fühlt verstummen, das Gefühl getrieben zu sein verschwindet. Aber wenn man dann sitzt scheint alles noch schlimmer zu werden. Die Gedanken sind unnatürlich laut, die Verletzung wird so richtig spürbar und der ständige Impuls aufzustehen und etwas zu erledigen echt anstrengend. Aber das was wir in der Stille als unangenehm empfinden ist das wichtigste! Jetzt zuhören, genau hinsehen, wachsam sein. Nicht verurteilen, dass so viel hochkommt, sondern aushalten und hinschauen. Mir hat es immer geholfen aus der Beobachterrolle zu „denken“: Ah, o.k, wusste gar nicht, das mich das so stresst, unsicher macht, ich da neidisch bin oder was auch immer. Die Gedanken die laut werden sind da und kommen oft durch unser Verhalten zum Ausdruck, dann aber unkontrolliert oder man ist immer in der Opferrolle oder genervt, fühlt sich nicht verstanden, angespannt… Die Stille bietet die Möglichkeit seinen Gefühlen und Gedanken auf der Spur zu sein und seiner Seele zuzuhören. Auch wenn das am Anfang nicht besonders faszinierend klingt, ist es mit der Zeit wirklich erholsam. Wirklich!

Stille ist zuzuhören, wachsam zu sein, den Umgang mit sich selbst zu lernen. Vor allem in einer Zeit in der wir mit so viel konfrontiert werden was die Seele belastet. Anforderungen von anderen an uns, die dann zu unserem eigenen Maßstab werden. Stress, der hausgemacht ist. Werte, die wir einfach übernehmen, obwohl wir eigentlich anders leben wollen. Deshalb vier Ideen im Umgang mit den Gedanken und der Unruhe, die in der Stille auftauchen:

*Wertschätzung: nicht verurteilen, dass es jetzt so laut wird und du doch eigentlich                               ruhig werden wolltest, sonder achten, dass du dir jetzt die Zeit                                   nimmst um zu hören, was deine Seele zu sagen hat. Wertschätzen,                             dass sie sich meldet.

*Aufschreiben: Mir hilft mein Gedankenbuch und einen Stift bereit zu haben. Wenn du                        glaubst, dass du einen Gedanken vergisst der dir wichtig erscheint                              einfach  aufschreiben. Oder dieser Impuls das jetzt zu erledigen,                                schreib es auf. Es stellt sich nicht sofort damit die Ruhe ein, aber du                            kannst dich beruhigen, weil du es damit nicht vergisst und weiter                                sitzenbleiben kannst.

*Sätze: Mir helfen nach wie vor am meisten Sätze. Sätze, die zu mir passen, die mir                helfen. Diese spreche ich mir in der Stille immer wieder selber zu. Zum                        Beispiel: „Ich darf jetzt einfach sein.“ oder „Ich verpasse da draußen jetzt                    gerade nichts.“ oder „Mein Gefühl ist nicht die Wahrheit.“ Je nach dem wie du              dich fühlst, überlegst du dir einen passenden Satz, den du dann immer                        wieder zu Rate ziehst, wenn die Gedanken zu negativ oder die Unruhe zu                    groß wird.

*Zeit: Das alles braucht, wenn es dich inspiriert Zeit und Übung. Dass ich heute                   darüber schreibe finde ich richtig seltsam. Mein Weg mit der bewussten Stille               begann mit 19 Jahren, jetzt bin ich 38 Jahre alt. Aber ich bin eben der Meinung           und mache die Erfahrung, dass wir auf äußere Umstände kaum einwirken                   können. Trotzdem wünschen wir uns das oft am meisten, dass sich die äußeren           Umstände ändern. Auf was wir aber einen sehr großen Einfluss haben ist auf               unsere innere Haltung. Und eine motivierte, gestärkte, friedfertige und liebende           innere Haltung braucht Zeit und wächst in der Stille.

Psalm 42,6

Jahre später nach meiner ersten Erfahrung in der Stille bin ich auf diese Bibelworte gestoßen: „Warum betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?“ Psalm 42,6  Ich darf mir solche Fragen stellen, darf mir die Zeit dafür nehmen und freue mich an einem Gott, der in der Stille mit mir ist. Die Stille ist der Resonanzraum der Seele, hier hallt wieder mit was wir uns in unserem Alltag beschäftigen und hier wird ihr zugehört. Und schon das beruhigt.

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hausgemacht

In der Stadt unterwegs und mir kommt ein Bekannter entgegen. Wobei das schon fast zuviel gesagt ist. Denn er kennt vor allem meinen Mann. Ich wäre freundlich nickend an ihm vorbei gelaufen, merke aber er bleibt stehen. O.k., dann bleibe ich auch stehen. Er fragt mich, ob ich schon im Weihnachtsstress bin. „Nein,“ antworte ich. „Ja, aber Sie haben doch Familie,“ sagt er. (Seine Kinder sind schon eine ganze Weile erwachsen.) Ohne auf eine Reaktion von mir zu warten, spricht er von der Reizüberflutung an Weihnachten. Von dem wenigen was er früher hatte und dass doch die Menschen nicht zufriedener sind mit all dem was heute so geboten wird und dass der eigentliche Sinn von Weihnachten verloren geht. Seine Ausführung schließt er mit dem kurzen Satz: „Weihnachtsstress ist hausgemacht.“ Er gibt mir noch schöne Grüße für meinen Mann mit auf den Weg und verschwindet zwischen den noch geschlossenen Buden des Weihnachtsmarktes. Ich gehe nach Hause und bin sehr dankbar für den erinnernden und ermahnenden Satz des Bekannten. Ich liebe Adventskalender, Punsch, Lichterketten, Zuckerwatte mit meinen Mädels auf dem Weihnachtsmarkt, Geschenke besorgen, dekorieren und alles was dazu gehört. Aber ich liebe auch die Momente in denen es still wird in meiner Wohnung, das Licht gedimmt und Ruhe kehrt ein. Mit der Bibel auf dem Schoß habe ich darüber nachgedacht welcher Satz der Weihnachtsgeschichte mir am besten gefällt. Es gibt für mich nicht das eine oder andere. Stress oder Besinnlichkeit. Der Stress lässt sich nicht immer vermeiden, aber für die Besinnlichkeit möchte ich immer wieder sorgen. „Weihnachtsstress ist hausgemacht, Besinnlichkeit aber auch.“ Für diese Begegnung und Erinnerung bin ich heute dankbar.

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Listenliebe

Meine Mädels öffnen das erste Mal ihren Adventskalender, auf den sie schon so hingefiebert haben. Nach dem Suchen der Zahl, dem Öffnen der Päckchen steht darin eine Botschaft : „Schaut an die Tafel in der Küche.“ Erwartungsvoll laufen sie dorthin und sehen 3 Listen mit jeweils ihrem Namen darüber. „WeihnachtsDankesListe“ entziffert meine Älteste. Nach dem ich ihnen meine Beweggründe erklärt habe und sie wissen, dass es die nächsten Tage auch noch andere Dinge im Kalender gibt, die sich ihnen mehr erschließen, haben sie Lust mitzumachen. Mein Gedanke dazu?

Weihnachten ist ein Fest mit viel Vorfreude, aber auch hohen Erwartungen. Viele wünschen sich, dass es so schön wie möglich wird. Auf das Essen bezogen, auf die Geschenke und auch auf die Familienatmosphäre und die eigene emotionale Stimmung. Deshalb führen viele eine Menge Listen: Rezeptlisten, Einkaufslisten, Geschenkelisten, to-do-Listen, Weihnachtsfeiern von der Arbeit aus, den Freizeitaktivitäten der Kinder, im Kindergarten und der Schule… Es gibt noch vieles zu tun, bis es endlich soweit ist. Und das hat auch alles seine Berechtigung, weil Weihnachten einfach ein schönes Fest werden soll. Aber es gibt so den Beigeschmack, dass wir auf etwas hinarbeiten, dass das heute noch nicht reicht. Die Wohnung muss noch verschönert werden, das Essen noch verfeinert, vielleicht wandert sogar noch ein neues Kleidungsstück in den Kleiderschrank für den Heiligen Abend. Und auch wenn ich das alles kenne, möchte ich mit meinen Kindern bis Weihnachten 24 Gründe sammeln für die wir jetzt schon dankbar sind. Dinge, die in der Hektik vielleicht verloren gehen könnten, schöne Momente, die ungeachtet an uns vorüber ziehen, Geschenke, die mit Geld nicht zu kaufen sind, aber trotzdem reich machen können. Ich freue mich mit ihnen diese Listen auszufüllen. Sie sind eine schöne Ergänzung zu den Wunschlisten. Im Hier und Jetzt sein, den Augenblick wahrnehmen, das Schöne festhalten. Auch wenn diese Aktion heute Morgen bei meinen Kindern keine Freudentränen ausgelöst hat, so wünsche ich mir doch durch so etwas eine Art Fundament zu legen: den Blick zu schärfen für das was heute schon Schönes in unserem Leben ist und an diesem Tag.

Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit mit vielen Dankesmomenten.

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Sehnsucht

Auf meinem Blog sammle ich seit 4 Jahren ausschließlich Dankesmomente und das möchte ich auch gerne beibehalten, denn diese Gewohnheit hat so wunderbare Auswirkungen in mein Leben. Miek Pot schreibt in ihrem Buch: „In der Stille hörst du sich selbst“, dass die Voraussetzung für den Weg in die Stille die Sehnsucht danach ist. Sie gibt den Tipp sich mit Menschen zu umgeben, die diese Sehnsucht teilen, im Austausch zu sein… Wenn ich Dankesmomente mit euch geteilt habe in denen die Stille angesprochen wurde, erreichten mich Fragen: Wie das in meinem Alltag aussieht? Warum mir das so wichtig ist?… Hier möchte ich mit euch meine Gedanken und Erfahrungen zum Thema Stille teilen. Vielleicht können wir uns gegenseitig unterstützen auf der Suche nach Stille, Ruhe, innerem Frieden…

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verlernen zu urteilen

„Unsere Eltern erklärten uns, dass jeder Mensch auf der Welt seine unsichtbare Geschichte mit sich herumträgt und allein deshalb etwas Toleranz verdient.“ Ich stehe nicht in der Gefahr mir spontan eine neue Tasche zu kaufen oder ein paar Schuhe oder ähnliches. Aber wenn ich in einem Buchladen stehe, dann werde ich meistens schwach. So viele wunderbare Geschichten, die gelesen werden wollen, so viele wunderbare Menschen, die etwas aus ihrem Leben teilen und ich die Möglichkeit habe dazuzulernen, zuzuhören, neue Gedanken zuzulassen. Mein absoluter Favorit im Moment ist das Buch von Michelle Obama. Es hat mich an dem Tag, als es in Deutschland zu kaufen gab angelacht, nein, sie hat mich angelacht. „Ihr möchte ich zuhören,“ dachte ich und schon war das Buch gekauft. Und das Zitat ihrerer Eltern, das ich am Anfang erwähne, ist schon so treffend und schön formuliert. Ich verstehe so manche Menschen nicht. Es sind nicht die, mit denen ich viel Zeit verbringe, sondern eher die, die so flüchtig in mein Leben kommen und dann auch wieder verschwinden. Von manchen bekomme ich nur einen Bruchteil ihres Lebens mit und trotzdem stehe ich in der Gefahr genauso schnell wie sie kommen und gehen ein Urteil in meinem Kopf zu fällen, eine Schublade zu öffnen und sie dort abzulegen. Diese Urteile sind meistens nicht sehr freundlich, ermutigend und aufbauend. Deshalb möchte ich immer mehr verlernen zu urteilen, auch wenn mich manche Dinge oder Verhaltensweisen stören: „Jeder Mensch trägt seine unsichtbare Geschichte mit sich herum.“ …einschließlich ich selbst. Das Buch gefällt mir jetzt schon, obwohl ich erst 30 von 538 Seiten gelesen habe…und ich wünsche mir, dass dieses Zitat Auswirkungen in meinen Alltag hat.

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Kompromisse

Wir sind unterwegs, meine drei Mädels und ich. Eine Adventsaustellung wartet in 20 km Entfernung auf uns. Ob meine Mädels darauf Lust haben? Die Große schon, die zwei anderen eher nicht so. Auf der Fahrt hören wir ein Hörspiel, was ich schon gefühlte 1000 Mal gehört habe und ich mein Kinder frage, ob ihnen nicht mittlerweile die Stimme des Sprechers auf den Keks geht. Mir wäre jetzt echt etwas Hip Hop über die Lautsprecher lieber oder Armin von buuren. Aber wir hören zusammen auf die CD, deren Dialoge vor allem meine Mittlere mitsprechen kann. Wir nähern uns der Kasse und im Einkaufswagen liegen Äpfel, Tomaten und eine Pamelo, da passieren wir die Süßigkeitenabteilung und meine Kleinste hat mich zu Keksen mit Schokolade garniert mit Smarties überredet. Mir wäre ausschließlich das Obst und Gemüse viel lieber gewesen. Mein Mann kommt nach Hause, mittlerweile hängt in jeden Zimmer irgendeine Form von Weihnachtsdeko und wer mich ein bisschen kennt weiß, ich mag es glitzernd und funkelnd und nicht alles muss echt sein. Ich schätze, keiner dieser Dinge hätte er in unseren 17 Jahren Ehe gekauft. Mein Mann meinte, dass er dieses Wochenende etwas mehr Zeit hat und nicht so viele Termine. Die meisten Stunden hat er dann aber trotzdem im Büro verbracht.Was das mit Dankesmomenten zu tun hat? Für mich bedeutet Familie manchmal, dass ich lerne in Kompromissen glücklich zu sein. Wir müssen aufeinander Rücksicht nehmen, den anderen annehmen, nicht alles bewerten… Das waren nur die kleinen Kompromisse eines gewöhnlichen Alltages, aber sie sind für mich immer ein gutes Wahrnehmen und Einüben…

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ein Stück Heimat

Im Gottesdienst neben mir sitzt meine Freundin. Sie kommt aus Ägypten, lebt schon lange in Deutschland und übersetzt 3 Syrern die Predigt ins arabische. Seitdem ich Syrer kenne, weiß ich, dass das arabisch aus Ägypten und das arabisch aus Syrien sehr unterschiedlich ist. Und, dass Syrer nur das arabisch der Ägypter kennen, weil viele Serien und Fernsehsendungen in Ägypten produziert werden. Am Wochenende saß in unserem Wohnzimmer ein Mann aus Eritrea. Die Sprache Tigrinya habe ich in meinem ganzen Leben noch nie gehört. Jetzt weiß ich wie sie klingt und mein Mann hat hier in unserer Stadt eine Frau ausfindig gemacht, die ihm das Gespräch übersetzen kann. Denn bisher haben sich mein Mann und der Eritreer auf english unterhalten, für beide eine Fremdsprache. Am Wochenende treffe ich meine Freundin aus dem Iran. Ist sie meine Freundin? Ich mag sie sehr und sie mich auch, jedenfalls schreibt sie das manchmal, aber meine Besuche bei ihr sind seltener geworden, weil sie seit drei Jahren auf meine Frage wie es ihr geht nur „gut“ antworten kann. Ihre Augen und ihre Körpersprache sagen etwas anderes. Aber ich erfahre nicht wie es ihr wirklich geht, weil sie fast keine Fortschritte im Erlernen der deutschen Sprache macht und ich kein Farsi kann. Ich sehe in unsichere Augen, als ich zum ersten Mal die neue Patientin aufsuche, die ich betreue. Ihr Blick gewinnt an Freundlichkeit als sie hört, dass wir eine gemeinsame Sprache sprechen. Es ist so leicht zu übersehen wie schön es ist, dass viele von uns dieselbe Sprache sprechen, uns ausdrücken können, unser Herz ausschütten können, Gefühle benennen, Gedanken in Worte fassen. Wir finden Gemeinsamkeiten, kommen uns näher, werden verstanden… Sprache ist ein Stück Heimat, ist Sicherheit. Ich bin heute sehr dankbar, dass Sprache verbindet und ich dieses Verbindungsstück nutzen und schätzen kann. Wie wäre mein Alltag ohne diese wertvolle Selbstverständlichkeit?

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Sinnbild aus dem Alltag

Meine Mittlere Tochter kommt traurig nach Hause. Ein Junge aus ihrer Klasse hat sie geärgert. Sie erzählt, ich höre zu und tröste sie. (Er hat etwas zu ihr gesagt, nichts wo ich jetzt irgendwie eingreifen müsste.) Ich frage sie dann wie die Situation ausgegangen ist. „Meine Freundinnen haben mich getröstet,“ meint sie. Ich mache ihr Mut sich genau das zu merken. Wir reden über das was ihr etwas ausmacht, aber wir bleiben nicht dabei stehen, sondern nehmen wahr und schätzen wert wie es ausging. Es waren Menschen da, die sie getröstet haben, ihr das Gefühl gaben nicht alleine zu sein. Für den ein oder anderen mag die Schlussfolgerung, die mir dabei bewusst wurde etwas übertrieben sein, aber für mich ist sie ein Sinnbild aus dem Alltag.

Gestern habe ich meinen 38.Geburtstag gefeiert. Weil meine Eltern nicht für mich sorgen konnten haben sie mich vor 36 Jahren in ein Kinderheim gebracht, ein Jahr später kam ich dann in eine Pflegefamilie. Es ist für mich der absolute Hammer wie schwer mir das über all die Jahre fiel. Das Gefühl in dieser Welt nicht willkommen geheißen zu sein. Meine Eltern waren überfordert, haben mit meiner Geburt nicht gerechnet und ich hatte oft das Gefühl meinen Platz in dieser Welt rechtfertigen zu müssen. Und habe am meisten darunter gelitten, dass ich nicht herausragend bin, in nichts besonders, sondern eben ziemlich durchschnittlich. Über Jahrzehnte habe ich dieses Grundgefühl Gott zum Vorwurf gemacht. Schließlich wusste er in was für eine Familie ich geboren werde, er hätte das verhindern können. Ich bin so dankbar, dass ich an einen Gott glaube, der unter meinen anklagenden Gebeten nicht zusammenbricht, der sich nie genervt abgewandt hat. In den letzten Jahren hat sich dann angefangen mein Blick zu verändern und für mich ein wunderbarer Tag war der gestrige Geburtstag. Die Reise ist nicht beendet, weil ich lebe ja noch, aber sie ist versöhnt. Mein Blick geht nicht mehr dauernd darauf was Gott hätte verhindern können, sondern wie dankbar ich ihm heute für mein Leben sein kann. Es ist ein langer Prozess und ich musste mich von einem Gott verabschieden, der mich vor allem bewahrt, der mir auf alle Fragen eine Antwort gibt, der schenkt, dass es mir besser geht als Menschen, die nichts mit ihm zu tun haben wollen und dass meine äußeren Umstände nicht das Maß sind für seine Liebe zu mir. Dafür habe ich einen Gott kennen gelernt bei dem Zweifel erlaubt sind, der mir keine Vorwürfe macht und der eines schenkt: inneren Frieden. Es ist so schön nicht bei dem Schmerz stehen zu bleiben, sondern sich anzuschauen wie es weitergeht. Meine Seele findet tatsächlich Ruhe bei Gott, Sein dürfen ohne Rechtfertigung, ohne Beweise… Und er stellt mir Menschen an die Seite, die mir ganz oft das Gefühl geben in dieser Welt willkommen zu sein. Mein Mann und meine drei Mädchen und meine Freundinnen… Gott erfüllt nicht alle meine Vorstellungen und Erwartungen, aber er heilt die Seele. Und mit einer ermutigten Seele lebt es sich leichter, schöner, versöhnter. Dafür bin ich heute sehr dankbar!!! 

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von leichten Dankesmomenten und solchen, die man suchen muss

Einige habe ich von ihnen schon gesehen. Sie haben mir Dinge aus ihrem Leben erzählt ohne, dass ich den Ton ihrer Stimme dabei vernommen hätte, die Bewegung ihrer Hände, der Ausdruck in ihren Augen. Am Anfang sitze ich innerlich eingeschüchtert auf meinem Platz. Ihre Geschichten haben sie nicht nur mir erzählt, sondern auch den 13 000, die auf eine Begebenheit aus ihren Leben warten. Ich sitze mit denen in einem Raum, die ihrem Leben Worte geben und das verbindet uns. Die Liebe zum Schreiben, die Freude an Sprache, der Wunsch sich mitzuteilen, auszudrücken. Das Bloggerevent von dem ich ein Teil sein durfte hat mich so bereichert, die Seminare und Impulse, Gespräche und Gemeinschaft. Ich komme mit großer Unsicherheit und gehe motiviert, inspiriert, berührt und ermutigt. Es ist nicht schwer auf der Rückfahrt viele Dankesmomente innerlich festzuhalten.

Mein Mann holt mich kurz vor 20 Uhr vom Bahnhof mit unseren Kinder ab. Er hat abends gepredigt, sie waren mit ihm unterwegs. Meine Mittlere weint. Es dauert etwas bis ich heraus bekomme was sie traurig macht. Meine Kleine dreht sich von mir weg, weil ich zuerst meine Mittlere tröste und sie danach erst in den Arm nehme. Meine Große erzählt mir zwischen den Schluchzern meiner Mittleren und dem abgewandten Blick meiner Jüngsten, ihre Version des Wochenendes. In die Wohnung stolpern wir zu fünft. Jedes Zimmer sieht auf seine Weise kreativ bewohnt aus, so lässt sich Chaos schön umschreiben. Die Brotdosen für morgen früh fische ich noch aus den Ranzen, denn vor meinem morgigen Frühdienst werde ich sie für die Pausen füllen. Mein Mann fragt, ob alles in Ordnung ist. Ja, denke ich und sage ich und meine ich auch. Das ist meine Realität, das ist mein Leben. Mein Wochenende war so schön und daran können auch Chaos, weinende Kinder und der morgige Frühdienst nichts ändern. Ich habe mich für die Dankbarkeit entschieden, selbst wenn manche meinen ich rede mir mein Leben schön. Vielleicht mach ich das auch, aber ich liebe diese Perspektive. Ich möchte mich nicht über meinen Mann ärgern, der die Wohnung nicht aufgeräumt hat, sondern bin ihm dankbar, dass ich gehen konnte. Ich möchte nicht frustriert sein, dass meine Mittlere weint, sondern dankbar, dass eine Umarmung von mir eine große Wirkung hat. Ich will nicht genervt sein, dass ich morgen Frühdienst habe, sondern werde die Hoffnung, die diese Frauen in mein Herz gestreut haben mitnehmen zu all den Menschen, denen ich morgen begegne. Die Hoffnung, dass jede Stimme gehört wird. Und ihre Berechtigung nicht erst bekommt, wenn sie von vielen wahrgenommen wird. Gott, der geschaffen und ins Leben geliebt hat ist Hörender, ist der, der unsere Stimmen wahrnimmt. Und es nicht wichtig, ob sie leise oder laut sind, verzagt oder fordernd, mit Schliff oder ein Stottern. Bei ihm braucht es noch nicht einmal hörbare Worte… Es fühlt sich nicht alles wunderbar gerade an, aber Dankbarkeit ist für mich vor allem eine Entscheidung und kein Gefühl. Und so sammle ich all die Momente, die leicht zu finden waren von diesem Wochenende in meinem seelischen Dankestank und sammle hier Zuhause weiter, auch wenn ich erst etwas suchen muss…

Hier mit den zwei wunderbaren und inspirierenden Frauen Christine von http://www.denspatzinderhand.blogspot.com und Veronika von www.veronikasmoor.com 

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