Heute bin ich dankbar für einen Moment, der mir eigentlich schwer fiel. Heute wurde  mir Hilfe angeboten  (in für mich ziemlich großem Ausmaß ). Das Problem daran? Wem Hilfe angeboten wird sieht hilflos aus, wirkt überfordert. Das will ich aber nicht: ich will stark sein und strukturiert, organisiert, für alle ein offenes Ohr und ganz zugewandt. Ich will eine geduldige und weise Mutter sein, die geradlinig ihren Weg durchs Leben geht, total reflektiert und mit ihren Kindern auf gleichwertiger Ebene die Dinge bespricht und die freundlich und konsequent Erziehung lebt – in allem ein gutes Vorbild. Die Leute drehen sich auf der Straße um und denken : Was für eine taffe Frau. Bin ich aber nicht, bei mir drehen sich die Leute um, weil ich mal wieder in meiner Verpeiltheit mit Hausschuhen auf die Straße bin. Ich fühl mich überfordert und frag mich was aus meinen Kindern – bei dem Vorbild – mal werden soll. Enttäusche Menschen, in Gesprächen bin ich nur körperlich anwesend und frag mich am Ende eines Tages, was genau hast du eigentlich gemacht? Und im Augenblick der Ehrlichkeit nahm ich die Hilfe an.Und ich dachte, nachdem ich die Hilfe angenommen hatte würde es mir schlecht gehen, Gefühl von Versagen und so, aber es war gar nicht so. Es wurde ein guter Tag. Meine Stärke heute war zu meiner Schwäche zu stehen. Und dafür bin ich voll dankbar.

Und dieser Spruch, den ich mal auf  einer Karte gelesen habe, finde ich so gnädig und mutmachend.P1080231 (2)

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