wertvoll

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Tomas Sjödin schreibt in seinem Buch „Wo du richtig bist“: >Meiner Erfahrung nach werden zwei Dinge deutlich, wenn man auf das Leben zurückblickt. (…) Das zweite ist die Entdeckung, dass an jeder wichtigen Weggabelung ein Mensch steht, ein Mitmensch, der seine Rolle selbst nicht für bedeutsam hält, der aber einfach da ist mit dem, was gerade gebraucht wird, und der eine entscheidende Bedeutung bekommt. Nicht alles, was uns im Leben begegnet hat einen bestimmten Zweck, aber es kann auf lange Sicht zu etwas Gutem führen. Daran sollte man denken, wenn man für die Nöte anderer Menschen Erklärungen aufzählt. Oder für seine eigenen. Deshalb führt die Frage „Warum passiert das gerade mir?“ selten irgendwohin. „Warum nicht mir?“, ist eine angemessenere Frage. (…)Jemandem etwas zutrauen ist eine heilende Kraft und etwas, das einem Menschen den Mut gibt, Dinge zu tun, die er sonst nie gewagt hätte. Dass jemand, dem man vertraut, an einen glaubt, ist ein stärkeres Fundament für das weitere Leben als Visionen oder Bildung.<

Heute hatte ich Begegnung mit genau einer solchen Freundin. Sie ist in ihrer Art mir Fragen zu stellen und mich zu spiegeln so wichtig. Und ich bin dankbar, dass es sie gibt, dass sie sich immer wieder Zeit nimmt, dass sie die Augen nicht rollt obwohl ich mich in meinen Denkprozessen wiederhole und die stetig da ist. Diese Beständigkeit ist so wichtig für mich und ich bin dankbar, dass es sie gibt und für einen wertvollen Vormittag.

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echt jetzt?

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Meine Tochter bringt mal wieder ein Freundebuch mit nach Hause. Wir hatten solche Bücher früher auch, allerdings ohne vorformulierter Fragen, ohne vorgegebenen Inhalten, ohne farblich festgelegt zu sein. Es waren Bücher mit vielen weißen Seiten auf denen wir Sprüche, Gedichte und Freundschaftsschwüre festhielten. Wir gaben nichts preis, was niemanden etwas anging und durften noch selber malen, kleben, basteln. Das Freundschaftsbuch heute fragt viele unnötige Sachen und will dann entscheidendes wissen: „Warst du schon einmal verliebt?“ und „Wirst du rot, wenn du deinem Schwarm begegnest?“ Echt jetzt? Das Buch sieht nicht so aus als ob es sich eine 14jährige zum Geburtstag wünschen würde, nein, die Erstklässler freuen sich über ein solch buntes Exemplar in ihrer Schultüte. Und ich bin einmal wieder enttäuscht von Werbung, Konsum und der unterschwelligen Beeinflussung meiner Kinder. Meine Tochter ist 7. Sie spielt mit Jungs und mit Mädchen. An Geburtstagen ist es wichtig, dass das Programm geschlechterunspezifisch ist, damit sich alle wohlfühlen. Sie denkt noch nicht an Schwärmereien und Verliebtheit. Und diese Unbeschwertheit möchte ich ihr so lange es geht bewahren. Wieso um alles in der Welt braucht es solche Fragen? Versteht mich nicht falsch: meine Töchter sollen einmal Schwärmen und rot werden, Herz klopfen haben und aufgeregt sein… aber nicht mit 7 und auch nicht mit 9. Mein Mann kommt nach Hause. Im Freundebuch haben drei fiktive Freundinnen die Fragen schon einmal beantwortet. Meine Tochter will von diesen unrealistisch aussehenden Mädchen vorgelesen bekommen, wie sie die Fragen beantwortet haben: Mein Mann liest ihr vor. An seinem Ton merke ich wie unsinnig er das findet und als es zu der Frage mit dem Schwarm kommt lenkt er die Gedanken durch ein paar Worte auf einen Bienenschwarm. Und ich bin dankbar, dass er und ich im Umgang mit unseren Kindern dieselben Werte haben: eine unbeschwerte Kindheit, da braucht es keine Schwärmereien, gekünselte Verliebtheit und unpassende Fragen.

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117 Tage

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Über viele Jahre habe ich mich immer wieder benachteiligt gefühlt, dass ich keine familiäre Unterstützung hatte als meine Kinder noch sehr klein waren und ich dauernd nur müde und fertig war. Mein Mann und ich haben wenig in den letzten Jahren als Paar gemacht. Wenn wir weggefahren sind, dann als Familie oder eben einer von uns beiden und der andere blieb bei unseren 3 Mädels.

Eine Freundin hat immer wieder angeboten unsere Kinder für ein paar Tage zu nehmen. Und wir haben das Angebot angenommen und haben für August 4 Tage in Berlin geplant. Ich kann es kaum fassen. Die günstigste Unterkunft, die günstigste Fahrt, die es heute zu buchen gab, gebucht. Unsere Große feiert einen Tag davor noch ihren 10. Geburtstag und dann fahren wir weg. Ich bin jetzt schon in Vorfreude darauf und jetzt schon dankbar, dass ich mich jetzt 117 Tage darauf freuen kann. Und dankbar, dass wir noch zusammen sind. Denn ganz ehrlich für mich ist wahre Liebe, wenn sie den Alltag überlebt – den Stress, die Emotionen, die Monate des Stillens, die Schwangerschaften, Müdigkeit, Streit, unterschiedliche Ansichten, unterschiedliche Arten mit Krisen umzugehen, Enttäuschungen, Überforderung, Geldsorgen… Ihr wisst, mein Alltag beherbergt viele Dankesmomente, aber die Herausforderungen des Lebens bleiben. 17 Jahre Ehe und 10 Jahre Eltern sein sind schön, aber auch echt anstrengend und deshalb freue ich mich unser Jubiläum. 10 Jahre Eltern sein – wie schön ist das denn?

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unfertig sein

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Letzte Woche habe ich über Selbstliebe gesprochen, über das Hadern mit sich selbst… als Predigt, vor Zuhörern. In den darauffolgenden Tagen begegne ich jemandem und lasse die Bemerkung fallen, dass ich gerade in einer Situation stecke in der ich sehr mit mir hadere. Halb lachend, halb im Ernst sagt diese zu mir: „Du darfst nicht mit dir selbst hadern. Du hast doch am Sonntag darüber gesprochen…“

Ich bin erstaunt. Darf ich erst dann ein Mikrophon in die Hand und Gedanken zu Wort kommen lassen, wenn ein Thema in meinem Leben abgeschlossen ist, wenn ich glaube selbst nicht mehr auf dem Weg zu sein? Dann muss ich alle zukünftigen Termine absagen. Denn egal welches Thema: letzte Woche die Selbstliebe, heute Vormittag in Esslingen die Dankbarkeit oder nächste Woche in Dagersheim das Thema Zeit – ich bin mit diesen Themen nicht fertig. Ich spreche über diese Themen nicht, weil ich glaube es besser zu wissen oder weil sie ein abgeschlossener Prozess in meinem Leben sind, sondern weil ich mit ihnen lebe. Ich bin unfertig, Lernende, im Prozess. Aber das ist das Schöne daran. Ich lerne nach den Vorträgen von Menschen, die mir von ihren Erfahrungen erzählen. Freue mich über Einblicke, die ich in ihr Leben bekomme, werde inspiriert. Ich stehe nicht unter dem Druck, das all das worüber ich rede immer Wirklichkeit in meinem Leben sein muss. Ich rede darüber wie ich als Lernende in diesen Themen unterwegs bin, als Unfertige, im Prozess stehende. Und dafür bin ich dankbar, denn dadurch bleibe ich in Bewegung, das macht meinen Alltag bunt und mein Leben lebendig. Unfertig sein.

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Malst du mit mir?

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Ich liebe diese kleinen Momente, die im Alltagstrott vorkommen, aber viel zu schnell übersehen werden. Heute rahme ich einen dieser Momente wieder ein und erhöhe seine Bedeutung, weil er mir am Ende dieses Tages in Erinnerung bleibt. „Malst du mit mir?“ fragt meine Jüngste und dann wird meine Welt langsamer. Denn es ist eine Tätigkeit ohne Sinn ohne konkretes Ziel ohne nennbaren Wert. Wir sitzen nebeneinander und malen in dem Buch, das sie geschenkt bekommen hat. Wir kleben, malen und reden. Sie erzählt vom Kindergarten und was ihr gut schmeckt und dass sie ein eigenes Pferd will. Zwischendurch sagt sie zu mir: „Das macht ein bisschen viel Spaß mit dir.“ Und damit hat es doch Sinn und ein Ziel ist spürbar und der Wert zu erahnen. Mama-Tochter Zeit, die ein bisschen viel Spaß gemacht hat. Dafür bin ich heute dankbar.

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Ausnahme

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Auch wenn ich im Sammeln von Dankesmomenten durch verschiedene Phasen gehe und es mir mal leichter mal schwerer fällt dankbar zu sein, sind doch die ersten Gedanken am Tag Dinge, die ich wahrnehme, die mir vorher nicht so bewusst waren. Das Klingeln des Weckers zu hören, weil ich hören kann. Dann dem Zwitschern der Vögel zu lauschen. Die Beine über die Bettkante schwingen, weil sie wie jeden Morgen neu ihren Dienst aufnehmen und mich durch den Tag tragen. Der wunderbare Geschmack von Milchkaffee, weil ich diese Geschmacksknospen auf der Zunge habe, die Genuss möglich machen. Und vieles mehr… Ich bin mir, ohne dabei große Gefühle zu spüren, bewusst, dass ich gesund bin und mein Körper ohne dass ich ihn darum bitte meinen Geist und meine Seele durch den Tag trägt.

Heute Morgen wache ich mit solch einer starken Migräne auf, dass ich um halb sieben das erste Mal über der Toilettenschüssel hänge. Der Schmerz ist so heftig und so unangenehm. Es ist ein pulsierendes Ziehen vom Nacken über den Hinterkopf bis zu den Augen. Und obwohl nur der Kopf betroffen ist (und zwischenzeitlich der Magen) leidet alles! Ich laufe langsamer, kann Farben schlecht aushalten, bitte die Mädels leise zu sprechen. Nach ein paar Stunden ist alles vorbei, der Kopfschmerz weg und ich wieder die alte. Meine Dankbarkeit heute Abend bezüglich meiner Gesundheit ist voller Gefühl. Dieses wunderbar dankbare warme Gefühl im Herz, in der Brust. Wie fühlt sich Dankbarkeit an? Wie würdet ihr es beschreiben? Ich bin heute fühlbar dankbar, dass ich gesund bin. Dass ich im Normalfall ohne Schmerzen aufwache und schon im Schreiben merke, dass das eigentlich nicht normal ist, sondern besonders. Weil es sich jeden Tag besonders gut anfühlt. Heute habe ich gespürt wie unangenehm Schmerzen gleich am Morgen sind und bin sehr dankbar, dass das eine Ausnahme ist, eine Ausnahme, die mir wieder die Selbstverständlichkeit der Gesundheit besonders kostbar macht!

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Zeit zum Lesen

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Ich lese so gerne. Obwohl mich manche Bücher auch schockiert zurück lassen, sehr betroffen machen, weil ich in kurzer Zeit lese was ein Mensch über Jahre erlebt hat. Für mich ist es eine Geschichte für ihn ein Teil seines Lebens mit dem er umgehen lernen muss. In den letzten Tagen waren wir weg und meine Kinder konnten immer wieder an einem Kinderprogramm teilnehmen und ich hatte Zeit mitten am Tag zu lesen. Das ist so ein herrliches Gefühl. Auf das Buch in meinen Händen wäre ich nie alleine gekommen. Aber einen Tag vor unserer Abreise saß ein junger Mann aus Syrien an unserem Esstisch, das Essen durchschnittlich, die Gespräche gut. Nein, gut ist ein zu positives Wort. Eher interessant, denn was ist gut an einer Fluchtgeschichte? Das sie gelungen ist? Und was bedeutet es in diesen vielen Fällen, dass sie gelungen ist, denn die Strapazen gehen in Deutschland weiter. Freiheit muss sich erarbeitet werden durch Sprache, das Kennenlernen der Kultur und auch das lernen zu einer Kultur ja zu sagen, die der aus all den fernen Ländern so fremd ist. Er hat ein Buch geschrieben, dieser junge Mann, der da an unserem Esstisch saß und ich habe an einem Vormittag gelesen was er in seinem bisherigem Leben erlebt hat. Ich habe das Buch am Ende zugeklappt mit all den Ereignissen, die seine Seele weiter tragen und verarbeiten muss. Ich bin sehr dankbar für den Mut den er hat und die Mühe, die er sich gemacht hat. In all den Gedanken die ich habe und den Gesprächen die teile und den Erfahrung mit den unterschiedlichen Menschen aus anderen Kulturen, brauche ich immer wieder die Erinnerung, dass dahinter Menschen sind, Gefühle, Ängste, Sorgen, Verlust. Ich brauche das, weil ich manchmal (und ich gebe das nicht gerne zu) so hartherzig werde, weil ich die Überforderung so spüre und die Ängste über eine unbekannte Zukunft so groß werden und die Hilflosigkeit all diese Weltprobleme nicht lösen zu können wächst. Dann reagiert mein Herz mit Unnahbarkeit, mein Verstand mit Argumenten, die keine Lösungen sind, aber glauben mich schützen zu können, dann werde ich auch manchmal ungerecht, weil ich die Ungerechtigkeit des Lebens so spüre und mich irgendwie mit schuldig fühle. Ein extrem schwieriges Thema, das in mir für viele Spannungen und Zerrissenheit sorgt. Ein Thema, das eigentlich kein Thema ist, sondern Geschichten beinhaltet – ein Thema ist irgendwann abgehakt, eine Geschichte wird immer weiter erzählt, es tauchen neue Wendungen auf, neue Gesichter… Ich bin dankbar für die Begegnung mit Seif, der unter einem Pseudonym seine Geschichte veröffentlicht hat, veröffentlichen musste und das sagt schon sehr viel über die Schwierigkeiten aus, die ihn hierher geführt haben. Seine Geschichte macht mein Herz wieder weich, nahbar. Sie verdrängt meine Ängste und Sorgen nicht, aber sie sorgt dafür, dass sie nicht zum Maßstab meiner Gedanken und Handlungen werden…

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fühlbarer Segen

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Ein Gästezimmer. Das haben wir in der neuen Wohnung nicht mehr. Über all die Jahre hatten wir in der vergangenen Wohnung immer wieder Menschen bei uns wohnen, zu Gast für ein paar Tage, aber manchmal auch Monate lang. Weil wir Platz hatten, den wir nicht für uns alleine gebrauchen wollten. Meine Pflegemutter war die letzten Tage bei uns zu Besuch. Schöne Oma-Zeit für meine Kinder. Aber eben kein Gästezimmer mehr in einer kleinen Wohnung, wo es dann doch auch mal laut und unruhig wird. Ich ringe mit mir und frage dann aber unsere Nachbarn, die gegenüber wohnen. Sie haben durch den Auszug ihrer großen Kinder etwas mehr Platz. „Kein Problem“, kam sofort die Antwort und für unseren Besuch gab es einen wunderschönen Rückzugsort. Dann macht meine Waschmaschine Probleme. „Frag doch gegenüber“, sagt mein Mann. Noch einmal fragen, zur Last fallen, um etwas bitten? Er fragt für mich. „Kein Problem“, kam sofort die Antwort und meine Wäsche wurde auf der gegenüberliegenden Straßenseite sauber. Ich bin sehr, sehr dankbar, dass ich viele hilfsbereite Menschen kenne, die teilen, die freundlich zueinander sind. Gelebtes Miteinander. Ich bin dankbar für ein paar schöne Tage und dankbar für unsere freundlichen unkomplizierten Nachbarn. So fühlt sich Segen an. 

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Zeit anhalten

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Nach dem Gottesdienst stellt sich meine Freundin zu mir und sagt: „Es ist schon wieder Ende März. Wo ist der Monat nur geblieben. Mein Leben scheint an mir vorbei zu laufen.“ Ich kenne dieses Gefühl und vielleicht sammle ich auch deshalb Dankesmomente, weil es die Zeit zu verlangsamen scheint, für ganz kurze Augenblicke anhalten, innehalten, wahrnehmen: * Die Sonnenstrahlen, die so schön auf den Küchentisch fallen am Morgen.* Meine Große, die mir einen Kaffee macht mit aufgeschäumter Milch.* Spontan zu Freunden eingeladen zum Grillen.* Eine Freundin, die weiß, dass ich am Wochenende wieder alleine war mit meinen Mädels bringt einen Strauss und einen super süßen Kuchen* Einen Augenblick die Welt anhalten, einen Wimpernschlag lang. All das ist nichts besonderes, aber es machte das vergangene Wochenende besonders schön. Und wenn etwas schönes wahrgenommen wird, hält die Seele kurz inne, nimmt wahr und sammelt. Und wenn die Seele kurz inne hält, scheint die Zeit stehen zu bleiben und auch der Monat März geht zu Ende und ich spüre – es war ein voller Monat, ein Monat voller Dankesmomente…

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unperfekte Welt

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Ich bin genervt – am meisten von mir selbst. Mein Mann hat zum Essen eine Frau aus Afghanistan eingeladen. Mir fällt ein, dass ich daran gedacht habe Essen einzukaufen, aber der Nachtisch fehlt . Von einer Iranerin weiß ich, dass Frauen dort ihren Wert an drei Dingen festmachen: wie sie aussehen, wie ihre Wohnung aussieht und was sie ihren Gästen zum Essen auftischen. Und ich habe keinen Nachtisch. Ich ärgere mich, weil ich es doch irgendwann einmal besser hinbekommen müsste, das mit der Gastfreundschaft… Ordentliche Wohnung, opulentes Essen. Drücken diese beiden Dinge nicht Wertschätzung aus? Von einer Besprechung, die ich morgens hatte sind noch Kekse übrig. Diese stelle ich nach dem Essen zum Tee mit auf den Tisch. Zu diesem Zeitpunkt sind die Kekse und der fehlende Nachtisch überhaupt kein Thema mehr. Vor mir sitzt eine junge Frau, die auf der Flucht ihre Familie verloren hat. Sie findet sich in Deutschland wieder, die Mutter mit den Geschwistern in Schweden. Es gibt EU-Bestimmungen, die wichtig sind und die man am liebsten hier und heute über den Haufen werfen möchte. Weil vor uns eine Frau sitzt, die zu alt ist um ein Kind zu sein und zu jung um eine Frau zu sein. Die mit Einsamkeit kämpft und ihre Familie vermisst. Die sich Gesetzen beugen muss und trotzdem versucht aufrecht ihren Alltag zu meistern. Die viele Jahre Schule verpasst hat, weil sie im Iran als Flüchtling die Schule nicht besuchen durfte. Mit youtube bringt sie sich Mathe, Deutsch und Englisch bei. Sie ist eine stille Kämpferin. Eine, die nicht aufgibt. Die sich weigert zu resignieren. Ich bin so dankbar, dass sie da war. Sie hat meinen heutigen Tag so sehr bereichert, auch wenn ich den Nachtisch vergessen habe. Meine Werte erinnern mich: dass ich zuhören möchte, hinhören, in den Arm nehmen, wieder einladen. Du bist willkommen in meiner unperfekten Welt, weil du eine von denen bist die mich erinnern, dass es Nächstenliebe braucht und Nahbarkeit, Anteilnahme und Wertschätzung. Es braucht keine Perfektion, sondern Gemeinschaft. Und die geht auch ganz ohne Nachtisch. Heute bin ich dankbar für ein unperfektes Essen in wertvoller Gemeinschaft.

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Gesang einer Amsel

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Eine halbe Stunde. Eine halbe Stunde Zeit. Eine halbe Stunde Zeit für mich alleine. Ich gehe los – mit offenen Augen. Entspannung durch den Wind im Gesicht, den Boden unter den Füßen, mit offenen Augen. Und dann sitzt sie da. Am Dachfirst, alleine, sie zeichnet sich gegen den grauen Himmel ab. Ihr Federkleid schwarz, ihre Erscheinung unscheinbar, die Melodie aus ihrer Kehle kraftvoll. So bewusst wie in diesem Moment habe ich noch nie wahrgenommen, dass eine Amsel sehr klein ist für die Töne, die aus ihr gesungen kommen. Wunderschöner lauter Gesang. Ich bin fasziniert von diesem kleinen unscheinbaren Wesen. Ja und ich bin inspiriert. Denn es interessiert sie nicht, dass ich stehen bleibe und gebannt ihre Bewegungen beobachte und ihrem Lied lausche. Immer wieder streckt sie selbstbewusst ihren kleinen Kopf in die Höhe, ihre Augen wach und singt. Ein Ehepaar kommt an mir vorbei gelaufen, sie folgen meinem Blick, doch was ich sehe weckt nicht ihr Interesse. Sie laufen weiter. Der Gesang der Amsel bewegt nicht dasselbe in ihnen was er in mir auslöst. Aber es interessiert die Amsel nicht, dass das Ehepaar weiter geht, ihrem Gesang keine besondere Beachtung schenkt. Sie singt unbeschwert, weil sie sich ihrer Wirkung nicht bewusst ist, weil sie das tut was ihrem Naturell entspricht, sie holt sich bei anderen nicht die Erlaubnis singen zu dürfen und sie lässt sich auch dadurch nicht beirren, dass das Ehepaar nicht stehen bleibt und hinhört. Diese Amsel macht mir Mut. Mehr das zu tun, was meinem Naturell entspricht, nicht immer in der Sorge was für eine Wirkung es hat, welche Bewertung ich bekomme, was andere über mich denken könnten. Fröhlich singen, weil es ihr entspricht, unbeirrbar, ausdauernd. Ich bin so dankbar für diesen kurzen Moment der Ermutigung, für die Inspiration durch einen Vogel, für ihren Gesang. Es war nur einen Moment, den galt es festzuhalten, damit meine Seele dazu lernen kann. Dafür bin ich dankbar.

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keine neue Herausforderung

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„Dann gehen wir noch raus“, sage ich zu meinen Töchtern. Das Wetter ist schön, die Hausaufgaben gemacht, die Flechtfrisur der Großen für die nächsten zwei Tage erneuert. „Nein“, protestiert meine Jüngste, „erst Muffins backen.“ Und dann ist sie mit Feuereifer dabei. Ich genieße es wirklich, dass das mittlerweile mit allen drei Kindern geht: baden, backen, basteln. Und die Muffins backt sie gar nicht für sich. Ihr Freund ist schon seit einiger Zeit krank. Nachdem sie auch letzte Woche nicht in den Kindergarten konnte, hat sie ihn schon lange nicht mehr gesehen und will ihm morgen vor dem Kindergarten ihre selbst gebackenen Muffins vorbei bringen. Es war ihre Idee, schon heute Morgen gleich nach dem Aufstehen. Und die Erinnerung folgte beim Zähne putzen und Anziehen, beim in-den-Kindergarten-bringen und wieder abholen, beim Mittagessen und jetzt als ich mit den Mädels raus möchte. Wir backen und können danach noch an die frische Luft. Und mir ist wieder sehr bewusst wie dankbar ich bin, dass wir trotz des Stellenwechsels meines Mannes nicht die Stadt wechseln mussten. Keine neue Freundschaften knüpfen, vorfühlende Gespräche, seinen Platz finden, neuen Anforderungen gerecht werden… Es gibt einen lustigen Spruch: „Sei dankbar für all die Probleme, die du nicht hast.“ Eine neue Stadt mit all den neuen Menschen wären für meine Mädels und mich eine große Herausforderung gewesen. Ich bin so dankbar, dass diese neue Herausforderung auf unbestimmte Zeit vertagt wurde und meine Tochter heute für ihren Freund Muffins gebacken hat. Weil es hier so schön ist, weil sie hier Freunde haben, weil ich hier Freundinnen habe. Alles bleibt beim alten. Wie schön. Heute bin ich dafür sehr dankbar!!!

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der Raum für die Seele

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Meine Freundin hat mir ein Bild geschickt: >Hier chille ich gerade.< Sie ist weg, alleine, in die Stille… Meine Freundin ist begabt und begeistert, menschennah und motiviert, initiativ und inspirierend, man verbringt einfach gerne Zeit mit ihr. Ich glaube nicht, dass Überforderung aus der Fülle von Terminen kommt, aus dem Gefühl zu wenig Zeit, sondern, dass es einzelne Aufgaben, Begegnungen mit bestimmten Menschen, die Hilflosigkeit angesichts bestimmter Nöte zur Überforderung führen kann. Zuviel, der Körper kann noch, der Geist auch, aber die Seele setzt Signale. Zuviel! Zu viele Gespräche, zu viele Nöte anderer, zu viele ungeklärte Fragen – zuviel. Und dann ist das beste aller Erholungsmittel die Stille. Die Stille ist der Raum in der sich die Seele erholt, zur Ruhe kommt, regeneriert. Die Stille ist Heimat für die Seele, hier kommt sie an, darf einfach sein, sich ausruhen, wird nicht neu gefordert, keine neuen Reize, die wieder reizbar machen… Es ist so schön, dass ich mit Menschen leben darf, die lernen gut mit sich umzugehen, die mir ein Vorbild sind, die Signale nicht einfach weg schieben, sondern ihnen nachgehen, die damit zurecht kommen, dass die Welt sich weiter dreht, auch wenn sie für ein paar Tage aussteigen. Heute bin ich dankbar für meine Freundin, für ihre Auszeit und freu mich schon ganz arg darauf, wenn wir uns sehen und sie mir erzählt. Denn ihre Fragen werden in dieser Zeit nicht alle beantwortet, sie kommt nicht mit einem Hilfeplan für die ihr Anvertrauten zurück, sie wird keine Lösung auf jedes Problem haben, aber ihre Seele ist ausgeruht um den Herausforderungen des Lebens neu zu begegnen. Dafür bin ich dankbar!!!

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Familienglück

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Und dann ist sie mal wieder, in all dem Alltag, ein tolles Gefühl: die Dankbarkeit. Nicht immer, ihr wisst wie ich über die Dankbarkeit und Gefühle denke. Sie ist vor allem eine innere Haltung dem Leben zu begegnen, es zu bewerten. Aber gestern Abend war ich in einem Vortrag von Dr. Fuchs zum Thema Familienglück. Ich war so ermutigt danach, so bestätigt darin, dass Familie ein mentaler Fitnesscenter (Zitat Dr. Fuchs) ist und so dankbar dafür, dass wir eine ganz normale Familie sind. Mit all den Dingen, die sich nicht so toll anfühlen, Mittelohrentzündung und unruhige Nächte, Streitigkeiten und Unzufriedenheit, Sorgen und Herausforderungen. Aber immer die Möglichkeit der Versöhnung, gemeinsames Lachen, Stolz auf das was die Mädels dazulernen. Ja, in ihrem Tempo… Zwitschernden Vögeln zuhören und malen, sich auf Ostern freuen und Waffeln machen… Familie eben. Manchmal geht mir dieser wundervolle Wert des Familienlebens unter in den Alltagssituationen und ich bin sehr dankbar, wenn ich dann wieder erinnert werde. Ein wundervoller Satz von gestern Abend: „Familie ist die kleinste Keimzelle für das Wohl eines Landes.“ Dankbar für einen tollen Vortrag, für meine Familie, für meinen Alltag.

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inspirierend

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Es ist noch einmal eine Begegnung… Morgens begleite ich meine Tochter und ihre 3 Freundinnen in die Schule. Es ist noch früh, es ist -11°C, es ist Winter. Über den Zebrastreifen läuft eine Frau an uns vorbei, sie läuft nicht, sie joggt. In Sportkleidung, mit einem großen Rucksack auf dem Rücken, ein Haarband das die Haare zurück und die Ohren warm hält. <Sind das Eiskristalle an ihren Wimpern?>, überlege ich. <Und ihre Haarspitzen sind die gefroren?> Tatsächlich treffen wir sie noch einmal als sie ihr Tempo verlangsamt, vor dem Bäcker anhält und ihre dicke Winterjacke überzieht. Es sind Eiskristalle und die Haarspitzen sind gefroren. Meine Neugierde siegt über die Höflichkeit und ich frage sie wo sie los gelaufen ist. Sie nennt mir den Ort und ich weiß, dass es ca. 20 Minuten dauert bis ich dort bin (mit dem Auto) und es müssen so um die 16 km sein. „1 1/2h Stunden bin ich in der Regel unterwegs,“ sagt sie strahlend. Ich spreche meine Bewunderung aus. „Das tut so gut.“ sagt sie leichthin. Für diese Begegnung bin ich heute dankbar. Warum weiß ich nicht so genau. Ihr Strahlen, ihre Disziplin, es ging etwas inspirierendes von ihr aus. Das war irgendwie interessant. Menschen sind einfach in all ihrer Unterschiedlichkeit interessant. Ich habe keine Ahnung wer diese Frau ist, aber ich finde sie toll!

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…Begegnungen…

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…und wenn ich eines liebe, dann sind es die Menschen denen ich in meinem Leben begegnen darf. Wir haben alle so unterschiedliche Geschichten, stehen an so unterschiedlichen Stationen in unserem Leben, feiern so unterschiedliche Feste. Und doch wünschen wir uns alle das Leben zu meistern, wirksam zu sein, glücklich, angenommen, gesehen… Heute denke ich noch dankbar an das Wochenende. An die Menschen, die ich getroffen habe bei den beiden Vorträgen, die ich halten durfte, bei den Gesprächen danach, am Abend bei der Hochzeitsfeier eines jungen Paares, die ein neues gemeinsames Kapitel beginnen… Ich bin so dankbar, dass es auf dieser Welt so unterschiedliche Menschen gibt. Und ich feiere unsere Unterschiede und vergleiche nicht. Denn sind es nicht die Unterschiede, die uns interessant machen und wachsen lassen und dass wir im Austausch miteinander bleiben und uns weiter entwickeln? Heute bin ich dankbar für Menschen, für Unterschiede, für Lebensgeschichten, für Neuanfänge und ein schönes Wochenende.

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schwer zu beschreiben

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Ganz ehrlich es gibt großartige Dinge in meinem Leben. Dinge von denen ich gerne erzählen, weil sie nicht nur toll klingen, sondern auch toll sind. Dinge, die eben groß sind. Und für jeden ist im Erzählen nachvollziehbar, dass ich mich über das Ereignis gefreut habe, weil es eben besonders war. Aber dann gibt es Dinge, die erwähne ich nicht, weil viele sie tun oder weil sie nichts besonderes, nicht großartig sind.

Ich kann nicht in Worte fassen was innerlich passiert, wenn ich unser Bett frisch beziehe und die Tagesdecke mit den Kissen darauf lege. Dieser frische Duft, der Stoff in den Händen, die Anstrengung, denn ich mache es nicht gerne, aber das Ergebnis feiere ich. Es sieht so schön aus, wenn ich das Zimmer im Laufe des Tages betrete um Wäsche aufzuräumen, um mein Navi für morgen rauszuholen, um mein Buch für den Abend bereit zu legen in dem vor dem Einschlafen etwas lesen will. Es ist ein Gefühl, ein schönes Gefühl, sonst nichts. Aber für dieses Gefühl bin ich heute sehr dankbar – so banal es auch sein mag.

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vorbeieilende Fußgänger, schnelle Radfahrer, hupende Autos

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Auf dem Weg in die Stadt, die ich nicht mehr vor der Haustüre habe, sondern mich eben auf den Weg machen muss, treffe ich eine liebe Bekannte. Ich mag es so mit Menschen zu reden, die über das Leben nachdenken, die sagen können was sie herausfordert, die ein Bewusstsein dafür haben wie sie funktionieren, was ihnen schwer fällt, was ihnen Freude macht. Zwischen vorbeieilenden Fußgängern, schnellen Radfahrern und hupenden Autos unterhalten wir uns über das Leben, seine schmerzvolle Tiefe, die oft so spürbar ist. Aber im Gespräch erzählt sie plötzlich was sie alles in Krisen schon erlebt hat, wie Gott ihr ganz praktisch geholfen hat und dass sie diese Dinge nie erlebt hätte, wenn alles immer nach Plan liefe, sich das Leben an das Wunschdrehbuch hielte und man das Wort Probleme nur vom  hörensagen kennen würde. Zum Schluss bedankt sie sich bei mir fürs Zuhören und ich bedanke mich bei ihr. Es hat gut getan zu reden, Schwieriges zu benennen und sich an Gutes zu erinnern. Und den Rest des Tages kommt mir immer wieder der Bibelvers in den Sinn (und viele von euch wissen wie sehr ich die Bibel liebe): „Lobe den Herrn meine Seele und vergiß nicht was er dir Gutes getan hat.“ Psalm 103,2. Das Gespräch hat mich wieder erinnert, innerlich auf die richtige Spur geführt und ich bin sehr dankbar für diese Begegnung heute zwischen vorbeieilenden Fußgängern, schnellen Radfahren und hupenden Autos.

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Auf- und Abstiege

Eigentlich dachte ich schon weiter zu sein, mich entwickelt zu haben. Vielleicht nicht äußerlich sichtbar aber innerlich spürbar. Nach all den vielen Gesprächen, wunderbaren Bibelstellen, Gebeten, Impulsen durch Bücher, Predigten, Podcast, Artikeln, thematischen Blogs. Immer wieder wünsche ich mir, dass das Leben eine Aufwärtsbewegung ist an Erkenntnissen, im Meistern von Problemen und Lösen von Krisen.

Und stelle fest: bei mir nicht. Manchmal fühle ich mich zurück geworfen in längst vergangene Denkmuster, Minderwertsgefühle, alte Gewohnheiten. Mein Leben scheint ein Prozess zu sein und meine wichtigste Begleiterin ist die Zeit. Mit ihr lerne ich doch noch geduldig zu werden, weil ich so manchen äußeren Umstand nicht verändern kann. Ja, auf meine innere Haltung habe ich Einfluss. Aber auch das dauert. Weil ich Resultate schneller sehen will, weil ich mich frage ob es sich lohnt, weil… Wenn ich heute und in diesen Tagen für eines dankbar bin, dann dass ich weiß, dass mein Leben ein Prozess ist und immer mal wieder durch Veränderungen muss. Dass es Phasen gibt, die sich leicht und schön und lohnenswert anfühlen und Phasen, die schwierig einzuordnen sind. Mein Leben besteht aus Phasen nicht aus einer Selbstoptimierung, aus Auf- und Abstiegen für die ich nicht so wirklich trainieren kann. Ich kann nur mein Tempo anpassen, freundlich mit mir selber umgehen und wissen: die Zeit ist meine wichtigste Begleiterin. Ich liebe es alles aufzuschreiben und in ein paar Jahren zu lesen ob und was aus der jetzigen Phase entstanden ist. Mein Leben ist ein Prozess…

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