collage_20160202234354892_20160202234358004Der Tag war so was von nicht rund. Das lag an äußeren und inneren Faktoren. Und ich neige an diesen Tagen dazu zu übertreiben und zu pauschalisieren. Das bedeutet ich habe das Gefühl alle anderen haben es besser als ich und alle anderen bekommen ihr Leben besser auf die Reihe. Und vor gar nicht allzu langer Zeit wäre ich total frustriert und als Komplettversagerin, in meinem Gehirn ins Bett gegangen. Und deshalb liebe ich meine mir so hilfreich und guttuenden Gewohnheit nachzugehen: wofür bin ich an diesem Tag dankbar. Und das schöne ist, dass ich mir diese Frage durch diese Gewohnheit nicht erst abends stelle, sondern, dass sie den ganzen Tag ganz unbewusst ein Dauerbrenner in meinem Kopf ist. Und so rede ich abends nochmal ganz bewusst mit Gott und schildere ihm, wie ich den ganzen Tag so fand und komme aber automatisch immer wieder zu den Dankesmomenten: Das Mittagsschläfchen meiner Jüngsten und dass sie danach so viel besser drauf war. Wie der Wind um den Kopf gepustet ist, das tat gut. In der Bücherei habe ich eine liebe Bekannte getroffen und wir kamen gleich auf Schulthemen und ich bin dankbar, dass manche Dinge nicht nur mir Probleme bereiten, sondern, dass es Menschen gibt, mit denen ich das teilen kann. Auf dem Spielplatz ist meine Mittlere in alle Höhen geklettert und meine Große ist viel vorsichtiger und hat sich das lange gar nicht zugetraut und heute ist sie auch bis nach oben gekommen. Und ich bin dankbar, dass ich drei gesunde Kinder habe, denen ich ihr Tempo lassen muss. Und das Druck bei keinem meiner Töchter etwas bringt. Und wir haben schon Frühlingsvorboten unterwegs gepflückt…Der Tag fühlt sich nicht gut an, aber heute suche diese kleinen Dankesmomente, die ich hier festhalten darf und auch wenn heute das Große und Ganze nicht rund war und ich mich nicht so fühle, bin ich für die vielen Kleinigkeiten dankbar.

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