Nie hätte ich es gewagt mir ein solch gewagtes Geschenk zu wünschen. Zu meinem letzten Geburtstag habe ich es aber bekommen unerwartet, unerwünscht, aber so ersehnt. Bevor mein Mann und ich Kinder bekamen, hatte ich ein paar Jahre lang Anfang des Jahres Urlaub genommen und bin alleine weg gefahren – Stille Tage. Und nun habe ich von letzten Do. bis So. diese von ihm geschenkten Tage eingelöst. Er hat tatsächlich die Tage Urlaub genommen und mir Stille Tage gebucht. Noch immer kann ich das kaum glauben, weil es so ein schönes und wertvolles Geschenk für mich war!!  Meine Danke? Natürlich die Tage an sich. Ich durfte Gott wieder einmal so echt erfahrbar, greifbar, nahbar erleben… Ach, alles was ich euch schreibe klingt zu banal, findet gar nicht den Ausdruck um auszudrücken, was ich erlebt habe. Eines wurde mir wieder sehr bewusst: die Stimme Gottes ist in meinem Leben leise, sanft, klar, aber nicht dominant. Und in diesen Tagen der Stille war Gott mit seiner Stimme so präsent, so echt, so lebendig. Und als ich wieder zu Hause war, bin ich wie in ein inneres Loch gefallen. Denn hier war seine Stimme weiterhin leise, sanft, klar, aber nicht dominant. Und in meinem Leben sind so viele andere Stimmen zu hören, viele, bunte, laute, manche davon sagen sinnvolle Sachen, andere sinnloses, manche sind sehr klar in ihrem Auftreten, andere stellen alles in Frage. Es sind meine inneren Stimmen, die aus den unterschiedlichsten Bereichen auf mich einreden – voller Sorge, voller Skepsis, voller Unsicherheiten und Komplexe. Und es sind äußere Stimmen20160119_152711.jpg mit Ratschlägen, Erfahrungen, Ansichten, Meinungen…Und die waren so laut am Montag, dass ich dachte, wäre ich mal bloß nicht weg gefahren. Ich habe tatsächlich bis heute Mittag gebraucht um auch innerlich wieder angekommen zu sein. Und das lag nicht an meinen Kindern oder meinem Mamaalltag. Sondern daran, dass ich manchen Stimmen, die so laut, bunt, auffällig sind zu viel Gewicht gebe und Gottes Stimme für mich vor allem in der Stille wichtig wird. Ja, ich bin jemand: ich brauche die Stille nicht um hören zu können. Gottes Stimme höre ich auch in meinem Alltag. Ich brauche die Stille um Gottes Stimme Gewicht zu geben, sie mir zu vergegenwärtigen, um Gesagtes bewusst wahrzunehmen und zu gewichten. Und ich bin dankbar für diese unglaublich intensive erholsame Zeit mit Gott! Und ich bin dankbar, dass er redet und dass ich wieder neu gemerkt habe an diesem heutigen Tag, dass es mit entscheidend ist, wie viel Gewicht ich seinem Wort gebe. Es soll das meiste Gewicht bekommen. Daran übe ich…

 

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