20160202_111051Manchmal überlege ich, ob jeder Mensch mit einem natürlichen Selbstvertrauen geboren wird. Einem natürlichen unbewussten Bewusstsein für sich selbst, mit einem gesunden Selbstbewusstsein. Und auf dem Weg vom Baby zum Erwachsenen geht uns das verloren. Wir stoßen an Grenzen, die Grenzen sind, weil es Begrenzungen gibt durch Normen, Richtlinien, Statistiken…Und immer wieder stoßen wir uns daran und ein Stück Selbstvertrauen und ein Stück Selbstbewusstsein bröckeln ab. Ich lerne als Mama – für mich selbst und für meine Kinder, dass Normen, Richtlinien und Statistiken eine Orientierung sein können, aber nicht um jeden Preis erreicht werden müssen. Das wurde mir durch die schöne Situation, die ich mit einer meiner Töchter heute (2.3.) erlebt habe, sehr bewusst. Ich lerne zu stehen, hin zu stehen, gerade zu stehen – zu mir selbst und zu meinen Kindern, ihren Gaben, Fertigkeiten und Fähigkeiten. Ich lerne weniger zu vergleichen. Denn jedes Kind hat seine Gaben, Fertigkeiten und Fähigkeiten. Manche davon tauchen in unseren Normen, Richtlinien und Statistiken nicht auf, weil sie ganz einfach nicht messbar sind. Und es gibt vieles, was mir in meinem Mamasein wichtig ist. Eines davon ist, dass möglichst wenig natürliches Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein in der Kindheit abbröckelt. Deshalb muss ich mir immer wieder bewusst machen zu meinem Kind zu stehen. Es zu stärken und zu begleiten, wenn es in Berührung kommt mit Grenzen, die Grenzen sind, weil es versucht unausgesprochene Normen, Richtlinien und Statistiken zu erreichen. Was mir dabei hilft? Ich erreiche viele Richtlinien auch nicht. Aber rechts und links von dieser Linie ist es auch schön. Vor allem trifft man dort auf Menschen, die mit sich selbst gerne unterwegs sind und ihr wisst, das inspiriert mich…Heute bin ich dankbar, dass mir das sehr bewusst ist und ich darin eine Lernende bleibe.

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