Heute habe ich mir lang überlegt, ob ich diesen Beitrag veröffentliche, weil es so viele Menschen gibt, die unter dem Regen der letzten Woche gelitten haben und noch immer leiden. Das trifft mich. Aber weil ich ihn in Maßen erlebt habe, ist er heute mein Dankesmoment:collage_20160612222904524.jpgEs ist trüb, aber nicht dunkel. Nass, aber nicht unangenehm. Mit meinen ladies das Haus verlassen, in den Regen gehen. Sich vom Regen einnehmen lassen. Geruch von nassen Blüten, feuchtem Gras, tropfender Luft. Die Nässe spüren auf der Haut. Sich selbst im Regen wahrnehmen, fühlen, spüren. Regentropfen, die in Pfützen Kreise tanzen, wie ein Uhrwerk unaufhörlich ineinander greift. Regen – ausdauernd, gleichmäßig. Schon fast rhythmisch, einer unhörbaren Melodie folgend mal schneller werdend und wieder langsam. Bahnt sich seinen Weg vom Himmel, über Asphalt, durch jede Ritze. Einen Regenwurm entdecken, die glitschige Oberfläche spüren, Achtsamkeit, Behutsamkeit lernen, Feinmotorik trainieren. Nass werden mit dem Wissen ein Zuhause zu haben, sich umziehen können, warmen Kakao trinken, aufs Sofa kuscheln, Geschichte lesen. Regen, du wundervolle Schöpfungsidee eines kreativen Schöpfers. Regen, du kannst so wunderschön sein.

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