Wenn Ferien sind, dann wird alles langsamer. Aber diese Langsamkeit verändert auch meine Gewohnheiten. So auch die, dass ich morgens vor dem schönen und dem herausfordernden Trubel des Alltags aufstehe und in der Stille vor Gott Gott treffe. Denn wir purzeln in den Ferien gemeinsam in den Tag, also, meine Kinder und ich. Eine liebe Freundin machte mit meinen Töchtern und ihren Töchtern einen Herbstnachmittagspaziergang und ich hatte etwas Zeit für mich. Zeit, die ich in der Stille, in der Abgeschiedenheit vom Alltag, im Fernhalten von neuen Reizen verbrachte. Es ist unfassbar was dieses still vor Gott sein mit mir macht. Ich kann es nicht in Worte fassen, nicht beschreiben, weil es dafür keine Formulierungen gibt, keine Worte es fassen können. „Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin.“ Ps.46,10 Diese Erinnerung hängt auch an meinem Schlüsselbund. Braucht es die Stille um Gott näher zu kommen? Oder tun es auch Gottesdienstbesuche, Lobpreislieder, Predigten, Artikel und gute Bücher? Bei mir nicht. Ich brauche die Stille. All die Dinge tue ich gerne. Ich mag es total zu singen, lass mich von Predigten inspirieren, gute Artikel und Bücher bringen mich zum Nachdenken und auf Gottesdienste freue ich mich. Aber ich kann all das tun und machen und nie wirklich in Berührung kommen mit dem Gott, der mich sieht, der mich kennt, der mich meint. In der Stille begegne ich dem, der mich sieht, der mich kennt, der mich meint. Ich liebe die Stille. Ich brauche die Stille. Die Zeit heute war wieder so schön! Wie oft denke ich, an die Nähmaschine setzten zum Erholen, einen Film anschauen zum Entspannen, ein gutes Buch lesen zum Auftanken. Aber ich merke immer und immer wieder: in der Stille vor Gott erholt sich meine Seele, entspannt mein Geist, tanken meine Gedanken auf. Dankbar für die stille Zeit heute, die Zeit scheint in diesen Augenblicken still zu stehen.20151103_123235

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