Ich benutze keine wasserfeste Mascara (Wimperntusche). Die sind mir oft zu klebrig und abends schwerer von den Augen abzuwaschen. In Momenten wie heute Morgen wünschte ich, ich würde wasserfeste Mascara benutzen. Denn mir kamen die Tränen, nicht vor Traurigkeit, sondern vor Rührung. Kann ich ja nicht leiden, aber manchmal überkommt mich so eine  Sentimentalität und gegen die kann ich mich nicht wehren, sondern wische mir immer wieder  verstohlen die Augenwinkel. Anlass? Die Gemeinde (Kirche), in die wir sonntags in den Gottesdienst gehen und auch sonst mit den Menschen das Leben teilen, hatte heute 10 jähriges Hausjubiläum. Vor 10 Jahren wurde das neue Gebäude eingeweiht, weil so viele Menschen in die Gottesdienste kamen, dass der vorherige Standort zu klein wurde. Und es wurde ein Film gezeigt über die Bauphase. 1621977_797864390237678_5430659248838458095_nUnd der hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Woche für Woche kamen so viele ehrenamtliche Helfer um dieses Gebäude zu bauen. Das ist unglaublich. Samstag für Samstag haben sie Zeit und Kraft investiert, damit mehr Menschen Platz haben um miteinander Gottesdienst zu feiern. Menschen mit und ohne Familie, die Hobbies ausfielen ließen, Familienausflüge wurden weniger… das hat mich so (ich weiß nicht wie ich es sagen soll) berührt. Wir haben damals noch nicht hier gewohnt. Wir haben nicht die Anfänge mitbekommen. Aber wir dürfen sehen, was daraus entstanden ist: ein wunderschönes Haus, viele unterschiedliche Menschen, die sich treffen um Gott (besser) kennenzulernen.  Freundschaften sind entstanden, Hochzeiten wurden gefeiert, Kinder getauft oder gesegnet, Leben miteinander geteilt. Nicht immer alles reibungslos, nicht immer alles harmonisch… aber was ich sehr schätze an diesem bunten Haufen, der sich dort trifft ist, die Herzlichkeit. Ich bin diesen ganzen ehrenamtlichen Helfern so dankbar für ihren Einsatz, denn ich hatte heute Morgen wieder eine tolle Zeit im Gottesdienst und das habe ich auch ihnen zu verdanken.

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