20151203_074814.jpgMorgens vor der Schule. Meine Große und ich stehen im Bad, ich mache ihr die Haare. Sie: „Mama, das ist so komisch. Manchmal verstehen wir uns voll gut und manchmal gar nicht und streiten voll viel.“ Mir „wir“ meint sie ihr jüngere Schwester. Und dann reden wir übers Streiten. Ich mag solche Gespräche. Denn sie geben mir die Möglichkeit zwanglos Dinge zu vermitteln, die mir wichtig sind. Z.B., dass es gar nicht komisch ist zu streiten. Es gehört irgendwie zum Familienleben. Ich finde Streit nicht toll, aber ihn zu vermeiden und unterschwelliges schwelgen finde ich viel unangenehmer. Und wo sonst lernt man für sich selbst einzustehen, seine Position klar zu machen. Versteht mich nicht falsch, ich kann Streit vor allem unter meinen Töchtern oder ich mit ihnen nicht ausstehen. Aber bei uns gehört er eben dazu. Wir sind alle so unterschiedlich…Und wir reden auch über das Danach, sich entschuldigen können. Das lernt man eben nur dann, wenn man einsieht etwas falsch gemacht zu haben oder jemandem wehgetan zu haben. Wir reden auch darüber eine Entschuldigung anzunehmen, zu vergeben. Kann sein, dass solche Gespräche zu schwer sind. Ich weiß es nicht. Meine Mädels reden aber mit und liefern auch Beispiele. Und ab welchem Alter fangen solche Gespräche an? Ich mag Alltagssituationen, die mir eine Vorlage geben. Und heute bin ich dankbar für die Satzvorlage meiner Tochter und unser kurzes Gespräch vor der Schule.

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