Vor einigen Monaten kam meine Große mit dem Buch „Räuber Hotzenplotz“ aus der Schule. Der Unterrichtsstoff für die nächsten Wochen, einschließlich eines Testes. Ganz ehrlich: schon als Kind konnte ich diese Geschichte nicht leiden und habe sie auch in der Grundschule lesen müssen. Ein paar Wochen später kommt meine Mittlere mit einem Buch nach Hause. Der Unterrichtsstoff für die nächsten Wochen. Ratet mal: richtig, Räuber Hotzenplotz. Habe ich schon erwähnt, dass meine zwei Töchter auf unterschiedlichen Schulen sind? Wieso liest man dieses Buch in der Schule? Vielleicht erschließt sich mir der tiefere Sinn dieses Buches nicht. Unterhaltsam finde ich leider auch nicht. Und so wurde Räuber Hotzenplotz nach vielen Jahren noch einmal Thema, obwohl in der Zwischenzeit schon so viele neue tolle Kinderbücher geschrieben wurden. Ich verstehe das nicht.

O.k., hier schreibe ich nicht um mich zu beschweren, sondern um Dankesmomente festzuhalten und dieser kam nun zu Ferienbeginn mit meiner Mittleren in unser Haus. Ein Buch, welches sie in den Pfingstferien lesen darf – vorlesen, selber lesen, die Form ist egal, aber der Inhalt muss in zwei Wochen sitzen. Und jetzt seht euch bitte das süße Cover an und die schlichte Überschrift: „Die kleine Eule“. Ich schlage es auf und überfliege das Inhaltsverzeichnis. Kapitelüberschriften wie „Dunkelheit ist gütig“ oder „Dunkelheit ist notwendig“ oder „Dunkelheit ist herrlich“, hören sich so schön in meinen Ohren an. Und die Geschichte: eine Eule hat Angst vor der Dunkelheit und trifft verschiedene Menschen/Tiere, die die Dunkelheit lieben und der Eule erklären was ihnen die Dunkelheit bedeutet. Total schöne. Das ist ein Buch von der Schule und für die Schule das vielversprechend klingt. Und für diese Ferienlektüre bin ich heute dankbar.

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