P1090725 (2)Von meiner Freundin habe ich Riesenstempel ausgeliehen und meine Große beobachtet, wie ich diese nach dem Gebrauch reinige. Meine Freundin hat mir dafür eine Lösung zum Reinigen mitgegeben. „Warum machst du die sauber?“ fragt meine Große. “ Weil meine Freundin mich darum gebeten hat und ich ihr die Stempel ordentlich zurückgeben will.“ „Gell, du willst ihr folgen?“ Ich gucke meine Große verständnislos an, denn >folgen< ist kein Wort, das in meinem routinierten Sprachgebrauch vorkommt. „Was meinst du damit?“ will ich wissen. „Naja, du hast sie lieb und deshalb willst du die Sachen gern so machen wie sie das gern hat.“ Ich bejahe ihre Aussage und sie geht. Kurze Zeit später kommt sie zurück: “ Das ist wie bei dir und Gott. Du willst das machen, was er gerne hat, weil du ihn lieb hast.“ Verblüfft bleibe ich zurück und dankbar, weil sie eine Sache verstanden hat, die mir so wichtig ist. Dass ich aus Liebe glaube. Nicht, weil ich muss, weil mich irgendjemand überredet hat, weil ich vor irgendetwas Angst habe, weil ich gezwungen werde. Sondern, weil ich glaube, dass Gott wirklich existiert und erlebe, dass diese Beziehung zwischen ihm und mir Realität ist. Mein Glaube ist  zwanglos, freiwillig, angstfrei. Ich glaube so gerne an Gott, auch wenn ich mein Leben dadurch nicht als leichter empfinde, als zwanglos oder gar angstfrei, aber für mich macht es mehr Sinn, hat an Wert gewonnen. Und dafür bin ich dankbar.

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