Erst kurze Zeit zu Hause und schon hat es mich wieder – das Sorgen. Ich musste nun noch einmal Telefonate führen. Wir haben eine Entscheidung getroffen für unsere Tochter. Aber es liegt nicht in unserer Macht, ob das durchgeht. Und so spüre ich wieder einmal diese Hilflosigkeit, dieses warten müssen. 20150909_135916Und auch im Urlaub habe ich daran gedacht, dafür gebetet, aber es hatte absolut nicht diese emotionale Präsenz. Und nun scheine ich wieder mitten drin zu stehen. Und während ich koche und später die Küche wieder aufräume, abwasche – kommt diese Liedzeile in meinen Kopf. Ein uraltes Lied von Paul Gerhardt. Der Text lang, die Worte fast umständlich, die Melodie tragend und der Inhalt so ermutigend, so tröstlich. “ Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt, der allertreusten Pflege, des der den Himmel lenkt: der Wolken, Lauf und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.“ Dieser Liedermacher hatte richtige Probleme und ein solches Gottvertrauen. Und dieser uralte Text wird mir in meinem Heute zum Unterstützer für mein Gottvertrauen. Ich bin sehr dankbar für diese Zeile heute „…der (Gott) wird auch Wege finden, da der Fuß meiner Tochter gehen kann.“

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