Was schweißt Familien zusammen? Und woran liegt es, dass es Geschwister gibt, die auch als Erwachsene noch wie Freunde miteinander durchs Leben gehen? Nicht immer einer Meinung, nicht dieselben Wege und doch mit einer freundschaftlichen Verbundenheit?

Meine Große kommt heute Abend raus, sie kann nicht schlafen, sorgt sich. Wir reden, ich versuche sie zu trösten. Da steht meine Mittlere plötzlich auch im Raum und will wissen, warum ihre große Schwester noch wach ist. Meine Große erzählt und meine Mittlere nimmt sie an die Hand: „Komm, wir legen uns ins große Bett (Ehebett) und hören was an.“ Ich erlaube es, weil wir auch im Reden nicht auf den Grund der Sorgen kommen. Als die Geschichte bei spotify zu Ende ist und ich die beiden auffordere ins Bett zu gehen, klappen sie das Bett meiner Großen aus. Dort soll heute die Schwester mit schlafen. Dann würde es ihr besser gehen. Gesagt, getan. Als ich gerade noch einmal nach ihnen schaue, schlafen sie. Dicht nebeneinander mit ruhigen gleichmäßigen Atemzügen. Sie können auch anders. Dann, wenn das Verhalten der anderen provoziert, Unmut und Ärger oder Verletzung auslöst. Dann kann es laut werden zwischen den beiden. Ich hoffe, dass sie lernen, dass sie einander vertrauen können, in ihrer Unterschiedlichkeit sich gegenseitig ergänzen und unterstützen können. Dass diese Verbundenheit bleibt durch all die unterschiedlichen Lebensphasen hindurch… Heute Abend bin ich dankbar für dieses schöne Bild meiner beiden Töchter kurz vor dem Einschlafen. Es ermutigt mich!

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