20160109_170404.jpgGestern Nachmittag hatte ich meine Freundin und ihre Tochter eingeladen. Und weil ich weiß wie sehr meine Freundin Schokolade liebt und weil ich ein Fonduegerät zu meiner Hochzeit geschenkt bekommen habe und erst einmal benutzt habe, entscheide ich mich für Fondue. Ich stelle mir das so schön vor wie wir alle mit meinen Kindern um dieses Gerät sitzen und lecker Obst in Schoki tauchen. Meine Freundin kommt und freut sich am Obst, denn sie verzichtet im Moment auf Schokolade und sie zieht es durch. Kein schwächeln oder einknicken. Sie bleibt konsequent in ihrem Verzicht. Ich bewundere das aufrichtig, weil ich – in einer Wohlstandsgesellschaft lebend – es mir aussuchen kann zu verzichten auf viele Dinge, die zum Leben nicht unbedingt notwendig sind. Aber sie brauchen trotzdem Zeit, Kraft, sind ungesund…Und das Verzichten auf Überflüssiges kann so bereichernd sein. In einem meiner Richtlinien für dieses Jahr geht es auch um Verzicht. Ich weiß, wenn ich darauf verzichte, schaffe ich Raum für Neues. Wenn ich darauf verzichte spüre ich wo meine tatsächlichen Bedürfnisse sind. Wenn ich verzichte merke ich was mir wichtig ist und auch was mir nicht wichtig ist, weil ich es nach einer Zeit gar nicht mehr vermisse. Und ich lerne die Dinge wieder mehr wert zu schätzen, zu genießen, zu feiern. Ich bin sehr dankbar für das Durchhalten meiner Freundin, denn Verzicht ist echt erst einmal voll anstrengend. Aber es motiviert mich, denn: „Auf Überflüssiges verzichten zu können, ist immer ein Gewinn.“ Ein Gewinn an Zeit, innerer Ruhe, Kreativität, Gesundheit, wohlfühlen…Ich bin dankbar für den Besuch meiner Freundin und der darin liegenden Motivation.

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