Es ist früh, ich muss zum Frühdienst und ich liebe meine Gewohnheiten, die immer wieder gleichen Abfolgen am Morgen. Denn so früh am Morgen kann ich noch nicht produktiv denken. Und da ist es wieder: dass das Gewöhnliche zum Dankesmoment wird. Weil es mir den Start in den Tag erleichtert, weil ich an alles denke ohne bewusst denken zu müssen, weil Gewohnheiten ein Gefühl von Sicherheit geben: das vertraute Plätschern des kalten Wasser, das mir den Übergang in den „Wachmodus“ erleichtert, das vertraute Geräusch, wenn ich den Kaffee aufbrühe, das Klicken der schließenden Brotdosen. Wie schreibt es Peter Härtig in einem Satz, den ich so schön finde, in seinem letzten Buch, Der Gedankenspieler: „Er akzeptierte angekommen zu sein. Gewärmt von der Wiederholung.“ Ich akzeptiere auch im neuen Tag angekommen zu sein, gewärmt von der Wiederholung. Dafür bin ich heute dankbar!

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