Ein Freund von uns bittet mich um Unterstützung. Er macht eine Weiterbildung und muss ein Beratungsgespräch führen. Seine Aufgabe: mir zuhören. Meine Aufgabe: ein Problem schildern. Schon klar, dass ich kein schwieriges wähle, bei dem ich dann heulend dasitze und kein Wort mehr rausbringe. (Während ich das schreibe muss ich dauernd lachen, weil ich mir das so bildlich vorstelle. Unser Freund, der mit einem unverbindlichen Gespräch rechnet und ich die dann völlig fertig da sitze.) Ich rede mit ihm über meine beruflichen Zukunftspläne und welche Fragen und Unsicherheiten mich in diesem Zusammenhang beschäftigen. Und das tolle an Beratungsgesprächen und auch heute ist: dass keine Vorschläge oder Ideen gebracht werden, sondern nur nachgehakt wird durch Fragen, spiegeln und Reflektion. Also, mein Gegenüber mischt sich nicht in meine Denk- und Entscheidungsprozesse ein, sondern wird zu einem Moderator meiner Gedanken. Es war heute wieder so genial, wie ich mir dabei selber auf die Schliche kam, mich wieder ein Stück besser kennenlernte. Meine Antriebe, meine Motivation, aber auch meine Bremsen und Barrieren in diesem Punkt benennen können, kennen lernen. Es war seine Hausaufgabe für die ich heute dankbar bin, weil dieses Gespräch mir, in meiner Entscheidungsfindung, echt weiter geholfen hat20151025_153927!!!

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