Vor ca. 10 Jahren oder ein bisschen mehr, haben wir gefeiert – oft, lang und fröhlich. Es waren so einige Liebespaare, die vor den Traualtar traten und sich feierlich und vor Zeugen das Versprechen gaben: „Auf mich kannst du dich verlassen.“  Nun sind sie verlassen oder werden zu denen, die verlassen. Die Liebe hat dem Alltag nicht standgehalten. Und zurück bleiben Verletzungen, zerrissenen Kinder, der schale Geschmack von: „Und jetzt?“ Auseinander gelebt, auseinander geliebt, auseinander. Und ich kann es verstehen, dass die Liebe verloren gehen kann zwischen Beruf und Windel wechseln, zwischen Absprachen und Aufgaben, zwischen Zeitdruck und Dauerstress… Wo bleibt da das wir? Ich bin sehr dankbar für 3 Stunden heute Nachmittag mit meinem Mann. Wir reden nicht über seinen Beruf, treffen keine Absprachen, organisieren nichts – das waren meine Bedingungen. Denn (meine) Liebe ist an Bedingungen geknüpft – Zeit füreinander, Interesse aneinander, Zeit für das „wir“. Und ich bin sehr dankbar – denn das „wir“ gibt es noch. IMG-20151024-WA0000 (1)

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