Heute Morgen hatte ich ein sehr schönes Telefonat, das mich sehr dankbar gemacht hat. Denn unsere letzten Telefonate waren eher schwierig und wir drehten uns immer wieder im Kreis. Denn es ging darum, dass sie sehr verletzt war von einer Person und das ganz viele Gedanken, ganz viel Kraft gekostet hat immer wieder darüber nachzudenken, darüber zu reden, aber nicht wirklich weiter zu kommen. Und aufgrund eines Erlebnisses hat sie der Person vergeben und war so erleichtert. Das war an der ganzen Art wie sie redete und ihre Stimme klang zu erkennen. Und dafür bin ich so dankbar. Weil Vergebung nicht bedeutet, alles ist vergessen oder ich heiße sogar gut, was du getan hast. Sondern weil es mich frei macht, frei von ständigen imaginären Gesprächen, die nicht wirklich klären würden, sondern nur meine Wut zum Ausdruck bringen würden. Weil Vergebung nicht bedeutet, dass alles wieder ist wie vorher, sondern ich trage dir den Ballast nicht immer hinterher und –  ich als die Verletzte trage den Ballast. Weil Vergebung nicht bedeutet, ich bin die Schwächere von uns beiden, sondern ich bin die, die loslässt und sich nicht an etwas klammert, dass mir ja eigentlich schadet und mich immer wieder traurig macht. Ich habe schon erlebt und heute wieder gehört, dass es sich gut anfühlt, wenn man vergeben kann, dass es sich wie eine Befreiung anfühlen kann… für mich ist nach einer Verletzung das Vergeben jedesmal ein Prozess, bei mir funktioniert es nie von jetzt auf gleich und überhaupt dahin zu kommen vergeben zu wollen, dauert… Aber ich bin dankbar, dass ich es schon kennengelernt habe dieses befreiende Gefühl der Vergebung.P1090687 (2)

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