20160318_094024.jpgImmer wieder denke ich über meine Art der Gastfreundschaft nach. Ich würde schon sagen, dass ich gastfreundlich bin. Aber ich muss zugeben, dass ich mir nicht so total viel Mühe mit dem Essen gebe, weil (einige von euch wissen es) kochen gehört nicht zu meinen persönlichen Leidenschaften. Ich wusste, dass heute Besuch zum Mittagessen kommen würde. Abends überlegte ich noch dafür einen Nachtisch zu machen, aber auch wenn Besuch kommt, gibt es bei uns oft nur die Hauptspeise. Meine Mutter hat immer Suppe, Hauptgang und Nachtisch gemacht – immer. Aber ich hatte echt gar keine Lust gestern Abend den vorzubereiten, weil ich heute Morgen noch unterwegs war. Und: heute Morgen als ich aufstand fiel mein Blick auf den Balkontisch und da stand ein Nachtisch. Von Julia (unserer Mitbewohnerin) gemacht. Sie wusste nicht, dass wir heute Besuch bekamen und sie hat ihn auch nicht hier vorbereitet. Aber es hing ein Zettel dran: „Lasst es euch schmecken.“ Ich hab mich so gefreut meinem Besuch heute Mittag einen Nachtisch anbieten zu können und der war in null komma nix leer gegessen. Das war ein schönes Gefühl für die Gastgeberin (ich habe gesagt, dass er nicht von mir ist) und kam bei unseren Gästen voll gut an. Und ich bin glücklich diesen Blog zuhaben und dass jetzt fest zu halten, weil ich mich, obwohl es nur so eine Kleinigkeit war, beschenkt fühlte. Stimmung: dankbar.

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