Ein kurzer Arztbesuch. Ich bin echt schockierend überrascht, dass im Wartezimmer ein Flachbildschirm steht. Ich bekomme die Nachricht aus den USA mit, dass dort das Weihnachtsgeschäft mit Waffen boomt. „Die Menschen haben Angst vor weiteren Terroranschlägen und Amokläufen“, sagt ein Verkäufer. „Das merken wir an den Einnahmen.“ Es gibt Waffen in allen Größen und Formen. Ich wusste das schon, aber ich hab es schon lange nicht mehr gesehen. In Amerika kann man Waffen kaufen, z.B. in Geschäften wie toom. Ein Mann kauft seiner Freundin eine Pistole in pink. Das ist mein ernst. Die gab es in pink. Und ein Waffenbefürworter meinte, wir müssen mit der Zeit gehen. Heute bin ich dankbar in einem Land zu leben, in dem zwar nicht alles perfekt ist, aber an eine Waffe komme ich nicht so leicht ran. Und ich finde das total gut!!! Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie das in der Praxis abläuft, wenn bei einem Anschlag alle ihre Knarren ziehen und losschießen. Wer zielt denn dann auf wen? Die Waffenindustrie in Amerika hat eine riesen Lobby und die Gesetzte zu verschärfen ist deshalb fast unmöglich. Friedfertigkeit müssen wir Menschen üben. Es liegt so nahe sich mit ähnlichen Taten zu wehren. Und wohin führt das? Zu Angst, glaube ich, zu Unsicherheit, zu Misstrauen. Heute bin ich dankbar, dass wir bei toom keine Waffen kaufen können. Wir haben natürlich auch in Deutschland unsere Waffenproblematik, keine Frage. Aber klein Lissy kann sich bei toom keine Waffe kaufen, weil sie Angst hat. Und das finde ich echt richtig wichtig, weil Angst noch nie ein guter Ratgeber war. 20151209_154254.jpgSich nicht mit denselben Taten zu wehren ist mutig. Es braucht Mut zur Güte, Wille den Frieden zu fertigen, Kraft Gewaltbereitschaft loszulassen und es ist riskant versöhnlich zu leben.

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