P1100252 (2)Heute Morgen war ich bei einem Brunch eingeladen und weil die tolle Julia bei uns wohnt, konnte ich ohne meine Kinder dorthin. Da keiner der Gäste Kinder hatte, waren die Gesprächsthemen andere als ich es gewohnt bin. In Nebensätzen ging es immer wieder um die letzte Nacht, dass es sehr spät bzw. früh geworden war und der dadurch entstandene Schlafmangel echt anstrengend…Meine Nacht war auch anstrengend. Allerdings nicht, weil ich meinen Körper zu fetten beats bewegte, sondern, weil ich den Körper meiner Jüngsten in meinen Armen wiegte. Meine Großen hatte ich gestern super lange spielen lassen, in der Hoffnung, dass wir alle heute Morgen etwas länger schlafen, um 6.30 Uhr stand meine Große auf:“ Mama, ich hab Hunger.“ Die Wochenenden als Mama unterscheiden sich von den anderen Wochentagen dadurch, dass ich mir mehr Programm einfallen lassen muss, weil keine Schule/Kindergarten/Verein ist. Vor ein paar Jahren noch hätte ich den Brunch frustriert verlassen mit dem Gedanken, dass es den anderen viel besser geht als mir. Mir kam das Gras der anderen immer grüner vor, das Leben der anderen immer besser. Super Nährboden für Unzufriedenheit. Das machte mich irgendwann so unzufrieden, dass ich mich mit meiner Unzufriedenheit auseinandersetzte und damit ein Prozess begann für dessen Ergebnis ich heute sehr dankbar bin. Ich ging nach Hause und war einfach zufrieden. Klar wünsch ich mir erholsamere Wochenenden, aber ich habe mich fürs Muttersein entschieden und irgendwann steh ich sicher am Fenster und denke nachts, wenn ich nicht schlafen kann, weil meine Mädels noch nicht zu Hause sind: Ach, als sie noch klein waren, da konnte ich sie wenigstens noch im Arm halten und wusste, dass sie zu Hause sicher sind. Zufriedenheit ist nicht nur ein Gefühl habe ich festgestellt und ob sie in meinem Leben blüht kann ich durchaus mit beeinflussen, glaube ich zumindest.P1100250 (2)

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