20151218_072723.jpgIch bin wie ich bin. Und deshalb beschäftigt mich nach wie vor das Gespräch vom Anfang der Woche auch noch am Ende der Woche. Gibt es Gott oder bilde ich (wir) uns das nur ein? Und wenn es Gott gibt, warum scheinen ihn manche nicht zu finden, obwohl sie ihn suchen? Und warum muss man ihn überhaupt suchen? Solche Fragen machen mich nicht unsicher oder erschüttern meinen Glauben. Nein, aber ich stelle sie und will darüber reden, um mit denen im Gespräch zu bleiben, die nicht glauben können, die nicht gefunden habe, obwohl sie sich auf die Suche gemacht haben? Warum ich nicht unsicher bin, warum ich nicht zweifle? Heute Morgen, wie schon die ganze Woche war ich zu müde, um vor meiner Familie aufzustehen und die Stille vor Gott mit beten, schreiben und lesen zu genießen. Meine Mädels waren heute früh wach und haben noch eine viertel Stunde Zeit zum Spielen gehabt, bevor sich meine Große auf den Weg zur Schule machte. Und so habe ich eine Tasse Kaffee auf dem Sofa getrunken mit Gott. So fühlt sich das an. Wenn ich das Gespräch eröffne, dann spür ich, das er schon da ist, dass er schon zuhört. Und diesen Frieden, der da in mir entsteht- das ist wunderbar! Dieser Frieden bewirkt die Vogelperspektive. Plötzlich ist da der Blick auf mein Leben, aus einem anderen Blickwinkel und entzerrt so manches, was sich verknotet hat. Ist das Psychologie? Nein, weil es nicht aus mir heraus kommt. Für mich ist es eine immer wieder kehrende reale Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin. Die Tasse Kaffee mit Gott auf dem Sofa heute Morgen war so wohltuend, weil Gottes Gegenwart in mir inneren Frieden bewirkt.

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