20150715_083323Für meine Mädels und mich schneide ich Melone in Stücke und will den Abfall in eine Zeitung wickeln. Mein Blick fällt auf ein Bild und wird von den weiteren Bildern, die mir nun mein Gehirn liefern, festgehalten. Kinder, Kinder, die von UN-Soldaten betreut werden. Hand in Hand rennen sie über ein Feld. Es tut mir so leid!! Ich kann nicht in Worte fassen, wie mich solche Bilder treffen und Fragen entstehen: Wie heißen diese Kinder? Gibt es noch jemanden, der ihre Geschichten kennt, der ihnen später von ihrer Kindheit erzählen kann? Kann man das überhaupt Kindheit nennen? Ihre Seelen mussten sicher schon schwereres ertragen, als sie eigentlich tragen können. Überdeutlich bewusst wird mir das im weiteren Verlauf unseres Tages. Die ganze Stadt feiert auf unserem Stadtfest und die Kinder haben die Möglichkeit Spielstationen abzulaufen, auf einer Hüpfburg zu springen, Eis essen… Kindheit in Deutschland. Nein, nicht jedem Kind in Deutschland geht es gut. Da brauche ich mich nur mit meiner Schwester zu unterhalten, die beruflich Familien unterstützt. Aber es sind doch viele, die Kinder sein dürfen. Die geliebt und umsorgt werden. Die beschützt und gefördert werden. Heute bin ich traurig dankbar. Traurig über so viele Kinder, die leiden, die aushalten, die schon erwachsen sein müssen. Dankbar, dass meine Kinder Kinder in Deutschland sein dürfen.

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