20160726_113406.jpgGibt es Abschiedsmenschen? Wenn ja, dann gehöre ich dazu. Menschen, die mit Abschieden besser umgehen können als mit Neuanfängen. Die letzten Wochen habe ich tatsächlich sehr bewusst versucht mein Mamasein zu gestalten. Nicht unbedingt die äußeren Umstände, sondern meine innere Haltung. Mich nicht gestresst fühlen mit meiner Jüngsten einkaufen zu gehen, sondern sie dabei zu beobachten und zu genießen. Und so viele andere Vormittagsdinge mit ihr bewusst wahr zunehmen, weil sie nach den Sommerferien in den Kindergarten kommt. Und heute ist der letzte Tag vor den Ferien. Und ich freue mich so auf diese Sommerferienpause. Ich genieße das – keine Termine, keine Verpflichtungen, keine Aufgaben. Alles wird runtergefahren, bei mir jedenfalls. Und wie auch letztes und vorletztes Jahr, schlage ich meinen Kalender auf der Seite auf, auf der die Vorsätze bzw. meine persönlichen Ziele für dieses Jahr stehen. Und ich überfliege sie und bei den stupiden Aufgaben, wie Wäsche sortieren und aufhängen, staubsaugen und Salat waschen, gehe ich das letzte Schuljahr durch und lasse Revue passieren. Eine eine wertfreie Bestandsaufnahme. Ja, so würde ich das nennen. Ich mag diese Überlegungen, dieses Erinnern und diesen Schuljahresabschluss in Gedanken. Ich versuche alles, was ich noch erledigen muss nicht raus zu schieben und gebe Bücher bei der Bücherei und Freundinnen ab, erledige liegen gebliebene Post… Ich schließe dieses Jahr ab. Morgen beginnen die Ferien und die will ich nicht mit Altlasten belasten, sondern entspannen. Und Entspannung beginnt bei mir grundsätzlich im Kopf. Deshalb bin ich dankbar für diese heutige Kopfzeit.

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