Eine kurze Begegnung im Kindergarten mit einer älteren Frau. Also, eigentlich sah diese Frau gar nicht älter aus, aber ihr Sohn ist über 20… Ihr wisst was das heißt? In 13 Jahren reden die Leute von mir als ältere Frau (nicht zu fassen)… es war echt nur so eine kurze Türbegegnung mit ein paar unverbindlichen freundlichen Worten – Alltag eben. Aber ihre Worte haben mich an einen Impuls vor längerer Zeit erinnert. Sie meinte nur, dass sie ihrem Sohn Zeit gegeben hat sich nach seinem Tempo zu entwickeln. Dass er sehr an ihr hing. Und jetzt ist sie so froh darüber, dass sie ihm diese Zeit gegeben hat. Weil das für ihn wichtig war und weil das für ihn richtig war. Und ich habe mich an einen Impuls aus einem Seminar erinnert: Frau Ellen Nieswiodek-Martin (Redakteurin von der Zeitschrift Lydia) machte auf eine Begebenheit aufmerksam in der Bibel. Und ich mag es so sehr, ich liebe es und mein Herz schlägt schneller, wenncollage_20150922220010841_20150922220027051 sich Worte der Bibel im Alltag wiederfinden. Wenn Worte der Bibel Wirklichkeit werden. Wenn sie ermutigen oder ermahnen oder einfach achtsam machen. Diese Begebenheit aus der Bibel macht mich achtsam. Es wollen 2 Brüder mit ihren großen Sippen einen Fluss überqueren und der eine drängt zur Eile. Da antwortet der andere: „Mein Herr, du siehst, dass ich kleine Kinder, säugende Schafe, Ziegen und Kühe bei mir habe…Geh du voraus. Wir folgen dir in unserem langsameren Tempo…(1.Mose 33,13 und 14) Natürlich müssen wir keine Flüsse überqueren und setzten uns ins Auto für längere Wegstrecken. Aber das Gefühl der Eile ist wahrscheinlich vielen Mamas bekannt. Damit meine ich nicht die morgendlichen „Bitte beeil dich“- Situation. Sondern das emotionale Verarbeiten von neuen Situationen, das Lernen von Selbstständigkeit, das Lösen von der Mama…Mir hat das kurze Gespräch in Kombination mit dem Gedanken damals von der Referentin gut getan. Die Erinnerung, dass Kinder Zeit brauchen, ein langsameres Tempo. Nicht alle, nicht alle gleich und auch nicht immer. Aber Achtsam mit dem Tempo der Kinder umgehen. Heute bin ich dafür dankbar.

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