20150926_180836Andere Gerüche, andere Hautfarben, andere Sprachen. Ich mag das, wenn an einem Ort viele unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Kulturen mit unterschiedlichen Hintergründen sind. Das hat gleich so etwas lebendiges, horizonterweiterndes, pulsierendes. Mit einer lieben Freundin und meinen 3 Mädels war ich heute auf einem Kinderfest vor den Häusern, in denen Flüchtlinge wohnen. Andere Gerüche, andere Hautfarben, andere Sprachen. Und ich fand es wieder lebendig, horizonterweiternd, pulsierend, aber es hat mich auch zum Nachdenken gebracht. Mich hat am meisten getroffen, als ich mit einer 19jährigen sprach, die aus dem Land kommt, daher mein leiblicher Vater stammt. Nicht viel habe ich von ihm, aber meine Hautfarbe verrät einen Teil meines Ursprungs. Wie würde ich mich an ihrer Stelle fühlen? Was würde ich an ihrer Stelle tun? Alles, was ich gewohnt bin, was mir Halt und Sicherheit gibt, wo meine Träume und Lebensvorstellungen ihren Ursprung haben, wo meine Heimat ist, mein Zuhause, wo meine Geschichte begonnen hat und abbricht, auf einer nächsten Seite neu geschrieben werden muss…was würde ich denken, wie mich fühlen, was tun? Ich bin heute dankbar für dieses Gespräch und für die junge Frau, die das alles sehr ruhig und gelassen (den Anschein hat es jedenfalls) bewältigt. Es erinnert mich an eines: in all unserer Unterschiedlichkeit gehören wir zusammen – einfach als Menschen.

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