20160324_145212.jpgEs lag nicht daran, dass ich in den letztem 2 Tagen nicht genug Gründe hatte, um dankbar zu sein. Aber mir wird immer wieder bewusst, wie ungerecht diese Welt ist und dann kommt mir alles so banal vor. Die Nachrichten aus Brüssel haben mich wieder so schockiert und betroffen gemacht. Und mir tun die Angehörigen, die zurück bleiben so leid!!! Aber auch die arabisch sprechenden Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen. Denn viele machen sich Sorgen, haben Angst um Deutschland und was es für Folgen und Konsequenzen hat, wenn Menschen aus anderen Kulturen hier Heimat suchen, Heimat finden wollen. Und diese Angst und dieser Argwohn wird Auswirkungen haben auf das Denken und Handeln vieler Menschen. An dieser Stelle werde ich nicht über Politik reden, nicht über das was mir Angst macht, was mich sorgt…Ich bin dankbar dafür, dass ich am Tag der Anschläge in einer Flüchtlingsunterkunft war und dass, als ich abends die Nachricht mitbekam sich nicht nur Angst und Sorge in mir breit machten, sondern, dass ich Gesichter vor Augen hatte, Menschen und Geschichten. Das bewahrt mich vor allgemeinen Verurteilungen und Pauschalisierungen. Und ich bin dankbar, dass ich eine Adresse habe, die mich vor innerlicher Panik bewahrt: ich höre nicht auf zu beten. Ich höre nicht auf daran zu glauben, dass Gott diese Welt zu einem Ziel führt. Ich höre nicht auf daran zu glauben, dass Gottes Liebe (irgendwann) siegt. Ich höre nicht auf daran zu glauben, dass mein Leben und dass meiner Familie bei ihm in guten Händen ist…denn Angst ist ein schlechter Ratgeber. Und letztes Jahr im November hatten wir Besuch von einer Frau, die im Opferschutzprogramm lebt, weil sie auch von solch Radikalen bedroht wird und sie sagte im Gespräch den Satz, den ich mir von ihr auch aufschreiben ließ: „Mut kommt aus der Liebe zur Wahrheit. Christus ist Wahrheit.“ Ich will mutig weiter lieben, weil ich Jesus liebe, auch da wo ich Angst habe…

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