Meine Mittlere tritt aus Versehen meiner Kleinsten auf den Fuß, diese mault etwas, 8c7a0978d9cfa1970402fc81c90ada8fweint aber nicht. Und was macht meine Mittlere? Sie kniet sich neben ihre Schwester und entschuldigt sich, gibt ihr einen Kuß und pustet, dann geht sie ihrer Wege. Eine Szene, die mir Hoffnung macht. Warum? Weil ich entschuldigen als eine wichtige Sozialkompetenz werte. Denn ich bin Mensch, das bedeutet: ich mache Fehler, ich verletze Menschen, ich verhalte, rede nicht situationsentsprechend. Ja, ich bin Mensch. Für mich ist das Entschuldigen eine wichtige Umgangsform, die Respekt dem anderen und mir gegenüber ausdrückt. Ich stehe zu mir selber, zu meinem Versagen, muss nicht perfekt sein, vertuschen, etwas zur Schau stellen, was ich gar nicht bin. Ich nehme den anderen wahr, nehme Gefühle ernst und zeige, dass es mir leid tut, wenn ich diese verletzt habe. Entschuldigen wird (gefühlt) in unserer Gesellschaft als Schwäche gewertet, ich glaube, dass es eine Stärke ist, die Stärke respektvoll mit mir und meinem Gegenüber umzugehen. Und deshalb bin ich dankbar für die heutige Szene, die mir Mut macht.

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