Im Dankesmomente sammeln gibt es immer wieder mal Zeiten in denen sich wie eine Art Trotz in mir entwickelt. Weil ich äußere Umstände als kompliziert und nicht so wie ich es mir vorgestellt habe wahrnehme und dazu meine emotionale Lage nicht ganz ausgeglichen ist, dann will ich keine Momente festhalten für die ich dankbar bin, weil sie meine äußeren Umstände nicht verändern mit denen ich hadere. Heute komme ich an meinem Bücherregal vorbei und mein Blick fällt auf das Buch: 1000 Geschenke von Ann Voskamp. Ich unterbreche meinen Wochenendputz und weiß, die brauche ich jetzt. Die wunderschönen Worte von Ann Voskamp, die all die Gefühle und Gedanken zum Thema Dankbarkeit kennt und die mich tröstet. Ihre Worte haben mich heute wieder erinnert und ermutigt und getröstet und mir einfach gut getan. Deshalb liebe ich Bücher, Ann Voskamp werde ich nie persönlich treffen, aber ihre Worte, ihre Weisheit treffen meine Seele, ein wunderbarer Dankesmoment.

<Ist es nicht falsch, die Aufmerksamkeit des Herzens auf einen Solchen Augenblick (Dankesmoment) zu richten, während die Welt haltlos taumelt und in schier unerträglichem Leid versinkt? Ich weiß um das schreckliche Leiden der Armen, ich habe Hungernde gesehen und die Waffen des Krieges. Ich habe selbst Schmerz erlebt, aber ich weiß, dass ich mit meinem Leiden die Not der Welt nicht lindern kann. Vielmehr trage ich zum allgemeinen Elend bei, wenn ich nicht dankbar bin für das Morgenlicht, das durch die Baumkronen fällt, wenn ich mich nicht erfreue an dem schweren Duft der Rosen am Beginn des Sommers, wenn ich das Lied der Drillen in einer feuchten Nacht nicht beachte, das Rauschen der Flüsse, die Sterne am Himmel, den Regen, der fällt, und an all die unzähligen guten Gaben, die Gott uns gibt. Die Welt braucht nicht noch mehr Verzweiflung. Es wird der Welt nicht helfen, wenn ich die Freude zurückweise, wo sie doch die Kraft ist, die uns zu retten vermag. Wer sich aus Solidarität mit den Leidenden der Freude verschließt, der hilft ihnen nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Die Tapferen, die auf all die guten und schönen Dinge achten – und seien sie auch noch so klein -, die dankbar sind und Freude im Alltag entdecken, sie sind die Botschafter der Hoffnung, die das Licht in die Welt tragen.> Ann Voskamp, 1000 Geschenke

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