Meine Mädels öffnen das erste Mal ihren Adventskalender, auf den sie schon so hingefiebert haben. Nach dem Suchen der Zahl, dem Öffnen der Päckchen steht darin eine Botschaft : „Schaut an die Tafel in der Küche.“ Erwartungsvoll laufen sie dorthin und sehen 3 Listen mit jeweils ihrem Namen darüber. „WeihnachtsDankesListe“ entziffert meine Älteste. Nach dem ich ihnen meine Beweggründe erklärt habe und sie wissen, dass es die nächsten Tage auch noch andere Dinge im Kalender gibt, die sich ihnen mehr erschließen, haben sie Lust mitzumachen. Mein Gedanke dazu?

Weihnachten ist ein Fest mit viel Vorfreude, aber auch hohen Erwartungen. Viele wünschen sich, dass es so schön wie möglich wird. Auf das Essen bezogen, auf die Geschenke und auch auf die Familienatmosphäre und die eigene emotionale Stimmung. Deshalb führen viele eine Menge Listen: Rezeptlisten, Einkaufslisten, Geschenkelisten, to-do-Listen, Weihnachtsfeiern von der Arbeit aus, den Freizeitaktivitäten der Kinder, im Kindergarten und der Schule… Es gibt noch vieles zu tun, bis es endlich soweit ist. Und das hat auch alles seine Berechtigung, weil Weihnachten einfach ein schönes Fest werden soll. Aber es gibt so den Beigeschmack, dass wir auf etwas hinarbeiten, dass das heute noch nicht reicht. Die Wohnung muss noch verschönert werden, das Essen noch verfeinert, vielleicht wandert sogar noch ein neues Kleidungsstück in den Kleiderschrank für den Heiligen Abend. Und auch wenn ich das alles kenne, möchte ich mit meinen Kindern bis Weihnachten 24 Gründe sammeln für die wir jetzt schon dankbar sind. Dinge, die in der Hektik vielleicht verloren gehen könnten, schöne Momente, die ungeachtet an uns vorüber ziehen, Geschenke, die mit Geld nicht zu kaufen sind, aber trotzdem reich machen können. Ich freue mich mit ihnen diese Listen auszufüllen. Sie sind eine schöne Ergänzung zu den Wunschlisten. Im Hier und Jetzt sein, den Augenblick wahrnehmen, das Schöne festhalten. Auch wenn diese Aktion heute Morgen bei meinen Kindern keine Freudentränen ausgelöst hat, so wünsche ich mir doch durch so etwas eine Art Fundament zu legen: den Blick zu schärfen für das was heute schon Schönes in unserem Leben ist und an diesem Tag.

Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit mit vielen Dankesmomenten.

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