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„In den 2 1/2 Jahren sammeln und bloggen von Dankbarkeitsmomenten – was war dein größter?“ Diese Frage wurde mir am Anfang der Woche nach einem Vortrag gestellt. Dazu hatte ich keine eindeutige Antwort, denn es sind die vielen Kleinigkeiten des Alltages, die mein Leben so wertvoll machen. Aber jetzt am Ende der Woche habe ich doch noch eine weitere Antwort. Ich habe etwas gefunden mit dem ich nicht gerechnet habe, eine Art Leidenschaft. Mein Blog ist alles andere als groß. Immer wieder überlege ich ihn einzustellen, weil er im Vergleich zu den Erfolgen anderer, erfolglos ist. Bis jetzt hat mich aber immer wieder dieses tiefe Erkennen davon abgehalten, dass ich etwas tue, das mir zutiefst entspricht. Dieses wunderbare Geschenk der Dankbarkeit, diese tiefe Überzeugung, dass das eine Lebenshaltung ist und die einzigartigen Erfahrungen, die ich in den letzten 2 1/2 Jahre mit und durch dieses Thema gemacht habe. Die Sprache und Worte zu formulieren, mich auszudrücken – nicht nur auf meinem Blog, sondern auch in Vorträgen, ist ein großes Privileg. Es ist natürlich auch mit vielen Unsicherheiten verbunden, aber ich höre auf diese leise innere Stimme, die mein Antrieb ist. Es ist ein Privileg sich entwickeln zu dürfen und Schritt für Schritt zu gehen. Stimmcouching, Schreibwerkstatt mit Autoren, unzählige Artikel lesen wie sich ein Schreibstil entwickelt, Vorbilder suchen und finden… Dieses Entdecken, dass ich gerade entdecke, was mir Spaß macht. Dass ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Dass ich diese tiefen Momente empfinden darf das zu tun was ich liebe, was mir Spaß macht und der Wunsch in diesen Fertigkeiten weiter zu gehen. Verantwortung für mein eigenes Leben zu übernehmen. Ich bin die Tochter von Junkies, bin von ihnen ungewollt in dieser Welt gelandet und als ich mit 2 Jahren in einem Kinderheim abgegeben wurde hätte ich bestimmt nicht erwartet, dass ich mich über meinen stinknormalen Alltage einmal so freuen kann. Ja, ich musste das lernen. Das war nicht immer so. Aber es freut mich so, dass es lernbar ist. Und dass ich die Möglichkeit habe durch das Schreiben und das Reden zu teilen – Dankbarkeitsmomente, Einsichten, Erfahrungen und vieles mehr. Das würde ich heute auf die oben gestellte Frage antworten.

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