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Jede Geschichte will erzählt und gehört werden. Weil hinter jeder Geschichte ein Schicksal steckt, ein Menschenleben, ein schlagendes Herz, das fühlt und träumt und hofft und weint. Heute bin ich sehr dankbar für solche Geschichten. Eine Familie lädt uns ein, ihre Heimat ist weit weg und die Hoffnung auf ein neues Zuhause so nah. Eine Mutter, ein Vater, eine Tochter. Die Flucht im großen Flüchtlingsstrom…aber diese Geschichten machen aus der Masse ein Gesicht, ein schlagendes Herz, das fühlt und träumt und hofft und weint. Sie, die gar nicht weg wollten aus der Heimat. Nur, weil es doch etwas zu unruhig um sie herum wurde für ein paar Wochen untertauchen bei einem Freund, der ihren neuen Glauben zwar nicht teilt, aber menschlich bleibt und mit ihnen seine Wohnung teilt. Dann die Anrufe: „Dein Haus wurde durchsucht, auf den Kopf gestellt. Dun und deine Familie ihr könnt nicht mehr zurück.“ Und aus der Idee das Zuhause eine Weile zu verlassen, nur mit dem Nötigsten, wurde eine Flucht. Aus einer Familie Flüchtlinge. Ich bin sehr dankbar für diesen Nachmittag bei ihnen. Ich lerne, dass man auch aus einer begrenzten Anzahl von Möglichkeiten viel machen kann. Denn ihr Zuhause ist sehr klein, aber ihre Gastfreundschaft groß. Sie versuchen in allem aus dem wenigen das beste heraus zu holen. Sie sind mir heute zum Vorbild geworden, denn trotz der schwere ihres Schicksals, fühlen, träumen, hoffen sie weiter… und dafür bin ich heute sehr dankbar.

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