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Wenn ich eine Weile nicht öffentlich meine Dankesmomente festgehalten habe, fällt mir der Wiedereinstieg schwer. Denn ich habe das Bedürfnis euch ein update über vergangene Dankesmomente zu geben. Da das aber viel zu lange dauern würde, halte ich fest, was mein größtes Danke in der letzten Woche war. Eigentlich sind es mehrere Dinge, die aber alle einen Grund haben. Ich habe mich Situationen ausgesetzt und etwas in Angriff genommen, dass ich mich vor 2 Jahren noch nicht getraut und noch nicht in Angriff genommen hätte. Einfach deshalb, weil mein Dankestank damals leer war und mein Gefühl des Defizits ziemlich groß. Ich überlege im Moment, ob diese Gewohnheit des Dankesmomente sammelns eine Typsache ist mit all ihren Auswirkungen oder in allen Menschen die gleichen Veränderungen bewirkt.

Meine Seele braucht Nahrung, dessen bin ich mir sicher. Und sie wird ernährt – durch Bilder und Bücher, durch Worte und Werbung, durch Meinungen und Medien. Dankesmomente sammeln bedeutet für mich verantwortungsvoll mit der Nahrung für meine Seele umzugehen. Ich merke, wie sich der Tank neu füllt und ich nicht mehr so viel Angst vor dem Scheitern habe, Fehler erlaubt sind, Perfektion nicht glücklich macht und die Erfahrung mehr Wert hat wie der Erfolg. Und weil das so ist habe ich mir in den letzten Monaten mehr zugetraut und hatte für mich in der letzten Woche ein paar „mutige“ Termine. Bei dem einen habe ich fett Kritik eingesteckt. Aber es war klar, dass ich mich der Situation zum Lernen aussetze und was für mich vor 2 Jahren noch undenkbar gewesen wäre, habe ich ausprobiert und die sachliche Kritik kommt auf einen gefüllten Dankestank. Ich merke ich kann besser damit umgehen, sauge nicht jedes Wort wie ein nasser Schwamm auf, sondern filtere und verarbeite diese Kritik und stelle mich in ein paar Wochen erneut dieser Herausforderung.

Ein weiterer Termin war mein Workshop zum Thema Dankbarkeit, 3 Abende auf kleinem Raum in Kleingruppenarbeit mit ein paar Frauen. Eine absolut wundervolle Erfahrung, denn alle Sorgen, alles Zweifeln hat sich im Vorfeld nicht gelohnt – gehört aber zu mir. Ich habe unglaubliche Frauen kennen gelernt und wurde selber in Gesprächen so motiviert und inspiriert. Vor mir saßen an drei Abenden so unterschiedliche Frauen mit so unterschiedlichen Leben und daraus resultierend so unterschiedliche Charaktere und Lebensanschauungen. Es war so schön, dass mich der letzte Abend richtig traurig gemacht hat. Gerne würde ich mit diesen Frauen weiterhin Zeit verbringen, weil sie mir zeigen, dass jede an ihrem Ort, in ihrer Art, auf ihre Weise das beste im Leben gibt und versucht wirksam zu sein. Und jede durch ihr Sein eine Bereicherung für ihre Lieben, für das Leben, für diesen Workshop ist. Obwohl ich so unsicher vorher war, durfte ich diese schöne Erfahrung machen und wieder einmal merken, wofür mein Herz schlägt.

Es gibt einen Spruch der heißt: „Öfter mal einen Mutausbruch haben.“ Die Dankbarkeit ist ein sehr langsamer Weg, ich habe keinen Mutausbruch bekommen durch sie. Aber in all meinem Minderwert, meiner Unsicherheit und meiner Angst mich zu schämen, zu scheitern und mich zu blamieren, hilft sie mir, dass ich mich von der Angst vor diesen unangenehmen Gefühlen nicht bremsen lasse, sondern ausprobiere, was möglich ist. Es ist schön nach 2 1/2 Jahren sammeln von Dankesmomenten von solchen Auswirkungen überrascht zu werden. Ich bin so dankbar dafür!!! Und damit wünsche ich euch einen schönen Wochenanfang voller kleiner Dankemomente, die große Auswirkungen haben können…

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