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Heute Morgen habe ich nach dem Aufstehen meinen Wecker für den morgigen Tag gestellt. Er gab mir die Meldung: in 23.06 Stunden klingelt dieser Wecker. Cool, oder? Mir hat das so gefallen, dass ich jetzt ganz bewusst 23.06 Stunden meines Lebens vor Augen habe und Möglichkeiten sie zu gestalten. Aktuell sind noch 7 Stunden und 26 Minuten übrig. Keine Ahnung warum mich das gerade so fasziniert, aber es gefällt mir so. Und was habe ich gemacht? Milchkaffee getrunken und den wunderschönen Text 1.Korinther 13 aus der Bibelübertragung >willkommen daheim< gelesen. Meine Mädels gedrückt, geküsst und versorgt. Mit meinem Mann nette Handynachrichten geschrieben. Im Jobcenter mit einer iranischen Familie gewesen. Bei Aldi eingekauft, gekocht, Wäsche gewaschen und aufgehängt, dabei wunderbare Musik gehört. Im Internet nach einem neuen Staubsauger gegoogelt und mit tollen, mir aber fremden  Menschen telefoniert, weil wir als Team gerade eine Feierlichkeit vorbereiten und Unterstützung brauchen. Über eine Bemerkung von jemandem nachgedacht, die mich echt getroffen hat und dann aber wieder inneren Frieden gefunden. 2 Schubladen aussortiert und mit meinen Mädels lesen geübt und ein Diktat. Muffins gebacken und mich so über die Lieferung eines Lichternetzes gefreut mit dem ich das Himmelbett in unserer neuen Wohnung gestalte. Den Rücken des Pferdes meiner Tochter genäht. Nichts aufregendes, einfach 16 Stunden meines Lebens. Nichts besonderes. Das ist meine Leben, mein Alltag, das bin ich. Ich bin dankbar für diese Stunden, für die Einfachheit der Dinge und die letzten Stunden von den 23 werde ich die meiste Zeit schlafen. Das Bewusstsein für meine Zeit hat mich heute sehr dankbar gemacht. Geschenkte Zeit, weil ich keine Minute hinzufügen kann – ich kann sie nur gestalten.

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