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Wenn man am richtigen Ort zur richtigen Zeit mit den richtigen Menschen ist, dann fällt es leicht dankbar zu sein. Ich saß in der großen Halle unserer Stadt mit meinem Mann und unseren 3 Kindern. Eine von ihnen saß ganz vorn. Sie hat nicht wie viele andere Kinder diesem Tag mit Ungeduld entgegen gefiebert, sondern war hin- und hergerissen zwischen Sorge, Unsicherheit und Vorfreude. Und da wo sie Sorge und Unsicherheit spürte, da waren in mir Zuversicht und das Wissen: „Jetzt ist es an der Zeit.“ Manche Kinder lösen sich einfach und unkompliziert von ihren Eltern in den unterschiedlichen Phasen, werden selbstsicherer und selbstständiger. Und manche brauchen länger für dieses lösen, für das Loslassen, das innerliche wachsen. Ich habe mich lange gefragt ob ich Schuld daran bin, klammere ich? was haben wir da für eine Mutter- Tochter – Interaktion? Das Akzeptieren, dass alle Kinder unterschiedlich sind selbst die 3 eigenen Töchter hilft mir am meisten. Nicht in Normen und Formen zu denken, in Zahlen und Statistiken. Denn wir können Kleidergröße und Körpergröße messen, Schuhgröße und Kopfumfang, aber wie weit die Seele ist, was sich ein Kind zutraut, wann es mehr Nähe braucht und wann das liebevolle öffnen einer neuen Tür… Das kann ich nicht messen, nicht schriftlich festhalten und in Tabellen verewigen. Das können wir nur lernen zu beobachten, zu erspüren, wahrzunehmen… Die Schullaufbahn meiner Mittleren hat begonnen. Es war an der Zeit. Heute bin ich dankbar für dieses zuversichtliche Gefühl am richtigen Ort zur richtigen Zeit mit den richtigen Menschen gewesen zu sein.

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