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Alltagslektion. Heute Morgen habe ich einen fetten Fehler gemacht, bzw. den Fehler habe ich schon vor einiger Zeit gemacht und heute bemerke ich die Folgen. Ich ärgere mich und verbringe ziemlich viel Zeit damit Dialoge in meinem Kopf mit mir selber zu führen. Nein, eigentlich es ist kein Dialog eher ein Monolog. Nicht sehr erbauliche und ermutigende Gedanken sind das. Später hilft mir meine Mittlere beim Kochen. Sie schlägt die Eier auf. Sie hat das schon ein paar Mal gemacht, aber gelingen tut ihr das noch nicht. Wir fischen einfach die Schalen mit dem Löffel raus – kein Problem. Und ich stutze während ich mit meiner Tochter koche. Zu ihr würde ich nie sagen, dass sie unfähig ist. Dass sie niemals in ihrem Leben kochen kann, weil das mit den Eiern nicht klappt. Dass sie es besser gleich lassen soll… Warum nicht? Weil ich weiß, dass es etwas Übung braucht und sie eine Lernende ist. Weil ich weiß, dass es absolut nicht motivierend ist, wenn ich so etwas zu ihr sagen würde, nicht zielführend und auch nicht nötig, weil sie es irgendwann kann. Ist es nicht interessant? Meinem Kind gestehe ich das Lernen und Üben zu, würde nie von ihr verlangen, dass sie alles auf Anhieb beherrscht und gebe ihr die Zeit, die sie braucht. Warum mir nicht? Weil ich erwachsen bin? Weil ich die Erwartung an mich habe, dass mir alles gleich gelingt was ich anpacke? Ich bin eine Lernende, das bleibe ich auch. Und dazu braucht es Übung. Ich jedenfalls brauche Übung in den Dingen, die neu sind in meinem Leben, wo neue Herausforderungen auf mich warten und neue Situationen gemeistert werden müssen. Natürlich sind die Konsequenzen bei meinem Fehler größer als die Eierschalen. Aber im Umgang damit kann ich lernen mit mir selbst auch freundlicher umzugehen. Und als aus dem Monolog in meinem Kopf ein freundlicher Dialog mit mir selber wurde (o.k. ich weiß ich bin seltsam) entwickelten sich plötzlich Lösungsansätze. Denn diese negativen Gedanken hindern die kreativen Gedanken daran ihre Arbeit zu machen. Jetzt hoffe ich mal, dass ich den Fehler möglichst klein halten kann in seinen Konsequenzen und gehe ins Bett, gnädig mit mir selbst. >Lissy, das kann mal passieren. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.< Und für diese kleine Alltagslektion bin ich heute sehr dankbar.
Vergessen ist meine Feierlaune vom Vormittag als ich mit meiner Mittleren Kuchen gebacken habe und meine neue Küchenmaschine, die ich zum Geburtstag bekommen habe, so gefeiert habe. Sie ist nicht nur schön, sondern erleichtert echt meinen Kochalltag. Ich bin jedes Mal neu dankbar, wenn ich dieses Teil anschalte. Vergessen, den schönen Nachmittag. Meine Große wollte unbedingt zu einer Veranstaltung in der die Weihnachtsgeschichte nachgespielt wurde. Und man selbst war Teil der Geschichte, saß mit den Hirten am Lagerfeuer und machte Stockbrot, ging mit den Waisen zum König um nach dem Neugeborenen zu fragen. Super aufwendig, super schön gemacht. Vergessen, all die lieben Gesichter und Menschen, die ich heute im Gottesdienst gesehen habe und für die ich so dankbar bin. Vergessen, wie mein Patenkind zu mir gerannt kam: „Hallo Lissy.“ Er redet so süß! Eine Viertelstunde und alles Schöne steht in der Gefahr vergessen zu werden. Es war ein schöner Tag für den ich sehr dankbar bin und eine blöde Viertelstunde, die ich nun vergessen werde.
Nach einer langen Elternzeit vor 3 Jahren (wir sind bis nach Portugal mit unseren 3 Mädels gefahren) kam ich zurück und war innerlich so ruhig. Ich habe diesen Zustand erst wahrgenommen als wir schon wieder hier waren. Und eine Freundin meinte damals: „Es wäre schön man könnte diese innere Ruhe in den Alltag rüber retten.“ So eins zu eins geht das nicht. Aber heute habe ich das Privileg Rückzug genossen. Ich bin absolut gerne unterwegs und unter Menschen, aber um innere Ruhe zu erleben, brauche ich immer wieder äußere Ruhe. Wir waren heute viel zu Hause. Ich frage mich dann, ob das meinen Kindern viel ausmacht…Es ist wie ein Zurückziehen vor äußeren Reizen. Ich merke, dass viel in meinem Kopf umhergeht und ich erst einmal sortieren muss. Es ist ein für-mich-selbst-sorgen. Ich bin weder effektiv noch effizient. Ich bin einfach total gerne zu Hause, in meinen eigenen 4 Wänden und erlebte mit meinen 2 Kindern (meine Große war lange bei einer Freundin spielen) so viel Ruhe wie das mit 2 Kindern möglich ist. Ich bin dankbar für diesen ruhigen Tag…
…das erlebe ich nicht, wenn ich mit anderen Frauen zusammen bin. Woher kommt nur dieser schlechte Ruf wenn ausschließlich Frauen beieinander sind? Ich habe diesen Vormittag so genossen. Meine Freundin feiert ihren 40. Geburtstag. Und ehrlich gesagt kann ich diese Zahl nicht glauben… Und in ihrer kleinen Ansprache sagte sie: „Und heute feiern wir Frauenfreundschaften.“ Und das haben wir – in toller liebevoller Atmosphäre (sie hat ein Händchen dafür) und vielen tollen Frauen. (Ich habe fast die ganze Zeit mit einer so tollen Frau gesprochen, die ich vor vielleicht 10 Jahren mal getroffen hatte. Und wir waren gleich so mitten- in- unser- Leben-Gespräche. Sehr inspirierend, sehr bereichernd.) Und ich feiere heute meine Freundin. Sie hat mir schon so oft weiter geholfen. Es ist tatsächlich so, dass ich unsere Telefonate mit dem Satz beginne: „Hilf mir mal bitte das durch zu reflektieren…“ Und sie hilft- prägnante Sätze, gelebtes Vorbild, weise Worte. Ich bin beschenkt durch Freundinnen, die mit mir durchs Leben gehen, ich bin beschenkt durch das heutige Geburtstagskind. Vielleicht, weil unsere Männer denselben Beruf haben, Kollegen und Freunde sind, vielleicht, weil unsere Kinder im ähnlichen Alter sind, vielleicht, weil wir beide sehr intensiv fühlen und den Dingen auf den Grund gehen wollen. Und wenn ich mir eines wünschen darf, dann, dass wir in 40 Jahren in einem Cafe sitzen, die Rollatoren an der Wand geparkt und darüber reden, wie sich alles entwickelt hat, was aus unseren Kindern geworden ist. Wir zeigen uns Fotos von unseren Enkeln und sind genauso stolze Omas wie wir Mütter sind.
Sie legt ihre Hand auf meine und sagt: „Jetzt mischen wir uns nicht mehr ein. Jetzt sind sie groß.“ Loslassen ist ein Prozess, der immer andauert, weil sie unsere uns anvertrauten Kinder sind und Muttersein mit dem Alter nicht aufhört, wir lernen nur anders damit umzugehen. Und wir fragen uns, ob sich das ganze Sorgen gelohnt hat und wissen doch, dass wir nicht anders konnten. Damals, als sie noch so unbeschwert im Wald rumgetollt sind und die größte Herausforderung das meistern der Grundschule war. Es werden die guten alten Zeiten sein, von denen wir dann reden, die wir heute gestalten, die wir heute erleben. Danke für deine Freundschaft. Du bist eine weise wunderbare Frau! Happy Birthday.
Seit ich denken kann haben mich meine Haare genervt. Ich habe alles getan um diese wilde Lockenmähne zu bändigen und meinen persönlichen Idealvorstellungen näher zu kommen. Inspiriert von einem CD Cover von Whitney Housten (ich dachte damals, dass die glatten Haare ihre natürlichen Haare wären) und von Kathi, einem Teenagermädchen mit so unglaublichen dicken braunen ewig langen Haaren. Und bei jedem Spiegelblick waren meine Haare Thema in meinem Kopf – immer unzufrieden, immer genervt, immer mit dem Wunsch nach Veränderung. Bewusst wurde mir das erst als klar wurde, dass meine Größte ziemlich viel von meinen Genen mit auf ihren Lebensweg mitbekommen hat und ich nicht wollte, dass sie mit diesem „Meine-doofen-Haare“-Vorbild groß wird, sondern von Anfang an sieht, dass man mit solchen Haaren leben kann, auch wenn es bei jedem kämmen ziemlich weh tut. Heute stand sie vor dem Spiegel und meinte: „Haben wir nicht coole Haare?“ Ihr könnt euch vorstellen was ich innerlich für ein kleines Fest gefeiert habe. Dieses Beispiel ist ein unbedeutendes: aber Dankbarkeit und Veränderung beginnt, jedenfalls glaube ich das, immer mit der Annahme des Ist-Zustandes. Und Annahme bedeutet nicht es zu werten, bedeutet nicht es gut finden zu müssen. Es bedeutet: es wahrzunehmen, sich dessen bewusst zu sein mit dem Gedanke verbunden: so ist es jetzt erst einmal. Als ich schon Mutter war, habe ich bewusst die Entscheidung getroffen nichts blödes mehr über meine Haare zu sagen, dass sie zu lockig, dass sie zu trocken, dass sie nicht so schön glatt usw. sind. Es hat mein Leben ehrlich bereichert, weil ich mit dieser Entscheidung begann meine Haare einfach anzunehmen. So wie sie sind. Und das erlebe ich immer wieder. Den Ist-Zustand annehmen: da wo ich unzufrieden bin, da wo ich mich benachteiligt fühle, da wo ich gerne begabter wäre oder anders aussehen will. Denn dann kann etwas besonders passieren. Ich kämpfe innerlich nicht dauernd dagegen an. Manchmal glaube ich, mein größter Gegner wohnt in mir selbst. Es ist die Selbstkritik, unrealistische Vorstellungen, der Gedanken „So wie ich bin? Geht gar nicht!“, immer den Blick auf die, die es viel leichter im Leben haben. Und ich erlebe immer wieder, dass der erste Schritt zur Dankbarkeit die Annahme ist. Auch negative Dinge lernen erst einmal anzunehmen – Schwächen, Krisen, schwierige Situationen. Meine Haare sind dafür natürlich ein schlechtes Beispiel, weil es eben nur Haare sind. Aber ich stelle für mich persönlich fest, dass ein Prozess beginnt, wenn ich ein Ja zu Dingen finde, die eigentlich ein fettes Nein mit sich tragen. Ein Ja zu Dingen, die ich als unfair empfinde. Ein Ja zu Dingen, die Herausforderungen mit sich bringen und Traurigkeit und Unzulänglichkeit. Und auch wenn es vielleicht länger dauert als gedacht, kommt nach der Annahme die Veränderung und mit der Veränderung die Dankbarkeit. Und Veränderung bedeutet nicht immer, dass sich äußerlich etwas verändert, sondern vielleicht einfach etwas kleines in mir und manchmal ist die Annahme schon die gute Veränderung-auf jeden Fall ist die Annahme der erste Schritt. Und diese kleine Erkenntnis ist heute mein Dankbarkeitsmoment.
Vor einigen Wochen bin auf eine Blogparade (viele Bloggerinnen schreiben über ein Thema) gestoßen zu dem Buch: Mein bestes Jahr 2017. Dieses Arbeitsbuch motiviert, gibt Anregungen und Material zur Hand: Wünsche, Träume, Ideen sollen nicht als Wolke im Kopf hängen bleiben, sondern Wirklichkeit werden. Vor ein paar Tagen habe ich euch erzählt, dass meine Mädels nun alle vormittags versorgt sind und ich so einige Projekte im Kopf habe meine Disziplin und meine Fähigkeit mich zu strukturieren eher nicht zu meinen Talenten gehören. Da kommt dieses Buch echt genau richtig. Es gibt viele gute Anregungen, praktische Tipps…aber auf all das kann ich gar nicht eingehen in der Kürze meiner Artikel. Heute bin ich einfach dankbar für die Anregungen des Jahresrückblicks, die dieses Buch gibt. Jedes Jahr mache ich einen Jahresrückblick, weil ich einfach gerne reflektiere. Nicht nur über einzelne Situationen und Tage, sondern auch über das vergangene Jahr im Zusammenhang. Aber ich habe bei meinem diesjährigen Rückblick gemerkt, dass ich immer eher problemorientiert nachdenke. Was lief nicht so gut? Wie war unsere Familienatmosphäre? Durch welche Phasen gingen unsere 3 Mädels und wo habe ich falsch gehandelt? Und immer: welcher Anteil trifft mich. Immer nach dem Motto: was habe ich letztes Jahr falsch gemacht. Mir wäre das ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen. Aber die Fragen in diesem Buch sind andere, z.B.: >Wann hast du dich 2016 so richtig lebendig gefühlt? Für welche Begegnungen bist du im Jahr 2016 dankbar?< Oder was mir auch voll gefallen hat: >Mit welchem Thema bist du 2016 immer wieder in Berührung gekommen?< Tolle Frage finde ich, weil sie eine wertefreie Beobachtung als Antwort erwartet. Nicht die Kategorie: gut oder schlecht, sondern mit Achtsamkeit den eigenen Themen begegnen. Das ist natürlich nicht jedermanns Sache, aber ich liebe solche Zeiten in denen ich mich Frage: >Habe ich die Werte gelebt, die mir wichtig sind? Würden meine Töchter sagen, dass ich lebe, was ich sage oder mir auch von ihnen wünsche?< Ich könnt jetzt darüber endlos schreiben und bei solchen Themen merke ich, dass ich am liebsten mit euch allen am Tisch sitzen würde und wir uns miteinander austauschen könnten…Heute bin ich dankbar für diesen Rückblick und ziemlich angetan von dem Buch. Denn er ist für mich so ressourcenorientiert. Was ist schon Gutes, Dankenswertes in meinem Leben…Denn das ist viel motivierender als das Gefühl: Jetzt muss ich erst einmal alles verändern. Denn das müssen wir nicht. Viel Gutes ist schon vorhanden. Und für diesen Perspektivwechsel durch das Buch: Mein bestes Jahr 2017 von Nicole Frenken & Susanne Pillokat-Tangen bin ich heute dankbar!
Wenn ihr Lust habt noch weitere Eindrücke zu diesem Buch zu lesen:
schönes Erlebnis gewesen. Denn in dieser Situation musste ich mich nicht bemühen nicht genervt zu sein, sondern mein innerer Blick war einfach ausgerichtet auf das Gute. Es war einfach da! Dafür bin ich so dankbar. In einem Land zu wohnen in dem es Pannenhilfe gibt, dafür war ich so dankbar. Und das das organisatorisch klappt. Natürlich mussten wir warten. Aber es kam jemand. Mein Schwager hat dann die Kinder und mich abgeholt. Das war so nett!!! Und von dort bin ich dann mit den Kids mit dem Zug heim gefahren. Die Bahn hatte Verspätung. Aber da war kein Aufregen. Denn mein Mann ist irgendwo dazu gestiegen, nachdem der Pannendienst unser Auto an irgendeinem Ort vor einer Werkstatt abgestellt hatte. Nach 2 Stunden Zug fahren waren wir dann Zuhause. Meine Mittlere meinte: Mama, das war ein Abenteuer. Und ohne von der ganzen Situation genervt zu sein habe ich das voll bestätigen können. Und wir waren froh ein Zuhause zu haben – warm und gemütlich. Und für dieses innere Erleben gestern, bin ich so dankbar! Weil Veränderung möglich ist. Vor 2 Jahren wäre ich damit noch ganz anders umgegangen. Aber das erspare ich euch hier. Einen schönen 2. Advent euch allen!
Ohne große Erwartungen bin ich zur Verabredung heute Morgen gegangen. Seit knapp 3 Jahren hatten wir uns immer wieder nett gegrüßt, aber es kam nie zu einem längeren Gespräch. Und das wollten wir heute ändern. Und es war so schön! Ich merke in Gesprächen, wenn ich jemandem gegenüber sitze, der sehr reflektiert mit seinem Alltag, mit seinem Leben umgeht, wie das in mir etwas zum Schwingen bringt. Zu hören wie sie in ihrem Alltag mit ihren Gedanken und Gefühlen umgeht, was sie in ihrem Leben erlebt und reflektiert hat und was sie daraus lernt…auch eine dreifach Mama mit älteren Kindern. Es war einfach schön. Und so mancher Satz hallt nach, wird in meinem Gedankenbuch noch seinen Platz finden. Der Milchkaffee war gut, aber das Gespräch war Nahrung für die Seele – unerwartet mitten im Alltag. Heute dankbar dafür.
Oft denke ich, dass wir als Familie etwas ganz besonderes machen müssen, damit ich es als Qualitätszeit bezeichnen kann, damit es unser Familienleben stärkt. Und immer wieder merke ich, dass Kinder anders sind. Ich glaube es kommt ihnen gar nicht so sehr auf die Aktion, auf das Erlebnis an sondern, dass wir Zeit zusammen verbringen, wie die Atmosphäre ist, wie aufmerksam wir ihnen zugewandt sind. Mein Mann hat diese Woche Urlaub, nicht nur ich feiere das! „Am schönsten ist es, wenn wir alle zusammen sind“, meinte eine unserer Töchter heute Abend. Heuet Nachmittag waren wir einfach nur schwimmen – alle zusammen, als Familie, Familienzeit. Dafür bin ich heute sehr dankbar!
aurig. Ich fände es toll die Läden zuzulassen und damit zu zeigen: freut euch an dem was ihr habt. Ihr braucht nach thanksgiving erst einmal nicht einkaufen zu gehen. Heute bin ich ganz besonders dankbar für all die Dinge, die in meinem Leben sind. Ich habe nicht alles, was ich mir wünsche, aber alles, was ich brauche!!! Und dafür bin ich sehr dankbar!

Ich weiß nicht, ob es irgendwann aufhört, dass ich wahrnehme welche Entwicklungen meine Töchter machen oder was sie dazu lernen. Wenn ein Kind geboren wird, dann passiert in kürzester Zeit so viel Neues, das man bemerkt und feiert. Das erste bewusste Lächeln eurer Kinder…erinnert ihr euch noch? Selbst wenn uns vielleicht nicht mehr die Situation präsent ist, in der dieses erste Lächeln entstand, so doch das Gefühl von Stolz und Glück, das wir in diesem Moment empfunden haben. So ging es weiter mit dem ersten Drehen, Krabbeln, dem ersten Wort, dem ersten Schritt. Ich finde, es ist eine sehr intensive Zeit die das Kind erlebt, aber auch für mich als Mama. Und dann werden sie größer und ich finde, heute ist mir das aufgefallen, so viel nehme ich nicht mehr so intensiv wahr. Ich stehe zum Beispiel viel mehr in „Gefahr“ zu sehen, was andere Kinder schon können und frage mich, warum mein Kind das noch nicht kann. Heute bin ich dankbar, dass mir das aufgefallen und bewusst geworden ist. Meine Jüngste hatte jetzt das zweite Mal morgens eine trockene Windel. Das ist mir gleich aufgefallen und die beiden Schwestern haben total süß applaudiert. Meine Mittlere hat heute das erste Mal einen Luftballon aufgeblasen, ohne Hilfe und hat sich so gefreut. Meine Große hat bei einer Äußerung von mir total schnell einen Zusammenhang festgestellt auf den ich erst später gekommen wäre und hat mich echt für einen Moment sprachlos gemacht. Außerdem setzte sie sich selbstständig an den Tisch und fing mit ihrer Hausaufgabe an. Es ist mir heute so bewusst geworden, dass ich nicht aufhören will wahrzunehmen und wertzuschätzen wo meine Mädels dazu lernen. Wo sie eine neue Fertigkeit entdecken oder in einer schon bestehenden Fähigkeit sich weiter entwickeln. Ich möchte ihr Selbstbewusstsein stärken, sie darauf aufmerksam machen und mich mit ihnen freuen. Das gelingt mir, auch in Zukunft, nicht jeden Tag, nicht bei jedem Entwicklungsschritt, nicht in jedem Augenblick. Aber heute habe ich es wahrgenommen und dafür bin ich dankbar.
Beim Wäsche aufhängen vor schon ziemlich langer Zeit, kam mir der Gedanke, dass das Gefühl von Mangel, dass schwere Zeiten, dass scheinbar unüberbrückbare Herausforderungen und unlösbare Probleme auch einen Vorteil haben können: wenn sie vorbei sind, wenn der Mangel nicht mehr wahrgenommen wird, wenn die schwierige Zeit überstanden ist, wenn die Brücke doch gefunden wurde um die Herausforderung zu meistern und die Lösung für das Problems angewendet werden konnte, dann fühlt sich die Zeit danach so schön leicht an, ich bin dann so spürbar dankbar. Krisen intensiv erleben und sich auf die Zeit danach freuen. Es kommt sicher auch auf die Persönlichkeit an, wie man solche Zeiten angeht und auch im Nachhinein damit umgeht. Ich freue mich auf den Augenblick danach. Und während solchen Zeiten halte ich mich an Worten fest, die andere geschrieben haben, in denen ich mich wieder finde. Zum Beispiel von Anselm von Cantebury: „Jesus, wie eine Mutter sammelst du dein Volk um dich. Du tröstest uns in Kummer und verbindest unsere Wunden. Durch deine große Güte wandelt sich Verzweiflung in Hoffnung. Durch deine Sanftmut finden wir Trost in der Furcht. Deine Liebe und deine Güte erneuern uns.“ oder Psalm 23, ein wundervoller Psalm oder eine Zitat eines chinesischen Christen: >Ich sagte zu dem Engel: Gib mir ein Licht, damit ich sicheren Fußes der Ungewissheit entgegen gehen kann. Er aber antwortete: Geh nur in die Dunkelheit und lege deine Hand in die Hand Gottes, das ist besser als ein Licht und sicherer als ein bekannter Weg.< Und ich kann nicht sagen, dass ich für die Schwierigkeiten dankbar bin, aber ich bin dankbar für das Vertrauen, das ich in Gott habe, dass ich alles – jede Emotion – mit ihm besprechen kann, dass das möglich ist und darin und daran wirklich Vertrauen wächst. Für meinen Glauben an Gott bin ich heute dankbar!!
wurde hat es mir besonders angetan. Ich finde keine Worte für mein momentan herrschendes Innenleben in einem ganz bestimmten Thema. Brauche ich auch nicht, er hat sie schon gefunden – vor ein paar hundert Jahren. Und ich lese diesen Text und fühle mich verstanden. Und ich lese diesen Text und ich werde ruhiger, weil er zum Ausdruck bringt, was ich fühle und mir zuspricht, was ich gerade brauche. Dankbar für Worte, Ausdruck und Sprache.
Können Glück und Überforderung so nah beieinander liegen? Das tiefe Gefühl von Liebe und das undefinierbare Gefühl von Angst? Ist es möglich so zu vertrauen und gleichzeitig mit der Sorge zu Leben, dass sie ihr Leben nicht meistern könnten? Der große Wunsch alles richtig zu machen neben dem realistische Gedanke, dass das zu den Dingen zählt, die unmöglich sind? Können Erinnerungen an früher im selben Moment schön und wehmütig sein? Irgendwie froh, dass es vorbei ist und gleichzeitig noch einmal die Zeit zurückdrehen wollen? All das existiert in mir, manchmal gefühlt innerhalb von 30 Sekunden. Heute bin ich so dankbar Mama sein zu dürfen. Für mich ist es das größte Abenteuer, die schönste Reise, das intensivste Empfinden. Und heute Morgen machten mir meine Große und meine Mittlere diesen wunderschönen Milchkaffee – großes Glück, tief empfundene Liebe. Dann habe ich gesehen, wie die Küche aussah, die ich gestern spät und sehr müde aufgeräumt habe…Tja, was soll ich sagen: Mama sein eben. Dankbar dafür!
mit meiner Familie im Kindergarten sehr genossen. Im Wald und ihr wisst, ich bin eine Waldliebhaberin. Mein Mann, der sich Zeit nimmt und mitkommt. Einfache Laternenlieder, so friedlich am Lagerfeuer. Fröhliche Kinder, so unbeschwert, weil sie Kindheit leben dürfen. Freundliche Gespräche, weil man sich gegenseitig wahrnimmt. Im Dunkeln durch den Wald, weil wir viele sind und uns nicht zu fürchten brauchen. Ein schöner Nachmittag, ein schönes Laternenfest, schön ist es Mama sein zu dürfen. Dankbar dafür!