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alltagsstückwerk

~ Leben lieben – Familie feiern: darum geht es in diesem Blog: ein Jahr habe ich täglich eine Sache gepostet für die ich Gott dankbar bin. Diese abendliche Gewohnheit verhalf mir zu einem dankbaren Blick und deshalb schreibe ich weiter. Dies ist nur ein Blick, ein kleiner Teil, ein kurzer Moment meines Alltages, die schönen Momente festhalten, die dankbaren Momente feiern…

alltagsstückwerk

Kategorien-Archiv: Dankbarkeitsmomente

nicht deckeln

20 Freitag Feb 2015

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Bevor ich mit meiner Großen schwanger wurde, arbeitete ich in einer Sportklinik. Natürlich viele Sportler mit vielen Sportverletzungen. Nach den verschiedenen OPs bekamen die Patienten eine Art Fahrplan mit nach Hause wie die entsprechende Verletzung am besten heilen kann. Es kamen immer wieder Patienten frustriert zurück mit Beschwerden, Schwellungen… Grund: „Es hat echt nicht wehgetan, da hab ich früher mit der Belastung angefangen wie auf dem Zettel steht.“ „Das sah alles so gut aus, da hab ich früher mit dem Training wieder begonnen.“ Dem Körper keine Zeit lassen, die Ruhe, die er braucht um zu heilen, zu regenerieren. Mein Mann hat seit gestern Urlaub, wir sind zu Besuch bei meiner Mutter und ohne große Vorwarnung bin ich voll platt. Glieder-, Hals-, Kopfschmerzen, rote Nase, tränende Augen – ganz ehrlich, ich hatte meinem Mann echt ne attraktivere Reisbegleitung gewünscht. Zur Nachmittagsaktivität wandern die 5 raus und ich ins Bett. Frustriert bin ich, schon wieder kränkeln?P1100036 (2) Das tut mein Körper gefühlt dauernd und immer wieder. Grund: Mit Tabletten deckel ich das Gröbste, weils gehen soll. Aber heute Nachmittag habe ich Ruhe, Schlaf, Kopf über ner dampfenden Schüssel, viel Tee mit Honig und ohne Tabletten fühle ich mich heute Abend schon wieder so viel besser. Die alten Hausmittel sind nicht veraltet, sondern bewährt, weil sie nicht Symptome beseitigen, sondern dem Körper Zeit geben, die er braucht um zu regenerieren. Für diesen Nachmittag bin ich sehr dankbar.

nicht unabhängig

19 Donnerstag Feb 2015

Posted by alltagsstueckwerk in Dankbarkeitsmomente

≈ 4 Kommentare

Heute bin ich dankbar für eine Karte die ich heuteP1100024 (2) bekam und 2 weiteren aus den vergangenen Wochen. Warum? Diesen Blog begann ich voll euphorisch und motiviert ohne darüber nachzudenken wie es ist persönliche Gedanken öffentlich zu machen. Und ich begann mit dem Gedanken, wenn das keiner liest macht das auch nichts. Aber ich gebe zu, dass das nicht ehrlich ist, denn mittlerweile freue ich mich über jeden like, über jedes Kommentar, weil es mir das Gefühl gibt mit manchen Gedanken bin ich nicht alleine und weil es mir das Gefühl gibt, dass dieser Blog Sinn macht. Nicht nur für mich, sondern auch für andere. Und immer mal wieder, auch gestern Abend sitze ich vor meinem Laptop und denke, wie ich auf die Idee komme, dass meine Dankesgründe irgendjemanden interessieren könnten, weil mein Leben so total unspektakulär ist, so 0815 und Otto normal. Und ein bisschen fühl ich mich dann schlecht. Was mich dann auch wieder ärgert, weil ich doch voll gerne schreibe, weil ich noch an keinem Tag dachte: „Oh Mann, auch noch schreiben.“ Nein, ich freu mich richtig darauf zu schreiben. Es macht unfassbar Spaß und das hätte ich gar nicht erwartet. Und weil es so Spaß macht und meinen Tag so bereichert – dieser neue bewusste Blick auf mein Leben, könnte ich doch total unabhängig sein von Lesern oder Nichtlesern. Bin ich aber nicht, wenn ich ganz ehrlich bin und deshalb bin ich heute besonders dankbar für eine Karte, die mir mein Mann heute von einer lieben Bekannten gab und die mich in meinem Blogprojekt ermutigt. Es war eine schöne Ermutigung auf meine gestrigen Unsicherheiten, dafür bin ich dankbar.

Insel

18 Mittwoch Feb 2015

Posted by alltagsstueckwerk in Dankbarkeitsmomente

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Wie ein aufgescheuchtes Huhn lief ich heute Morgen durch meine Wohnung, mal hier, mal dort, flatterhaft. Verbreitete eine total unnötige Hektik in einem total unnötigen Ton. Meine Familie? Sie trägts mit Fassung. Nur beim Abendbrottisch sagte meine Tochter vorwurfsvoll: „Heute Morgen warst du nicht sehr nett.“ Es ist manchmal so süß welch milde Worte sie zur Beschreibung von Situationen findet. Aber keine Sorge, sie kann sich auch deutlicher ausdrücken. Heute Abend fand sie mich in einer Stimmung vor, in der sie das Gefühl hatte sagen zu können was sie stört. Was ist zwischen heute Morgen und heute Abend mit mir passiert? Nichts ist passiert. Ein ganz bewußtes Nichtspassieren. Heute Nachmittag hatte ich Zeit zur freien Verfügung und ich hätte alles mögliche machen können und machte nichts und das bewirkte so viel. Stille. Ich legte mein Handy weit weg, damit ich auch nicht durchs Aufleuchten beim Empfangen einer Nachricht gestört wurde, Telefon lautlos, keine Musik, kein Laptop -Funkstille. Keine Zeitschriften, Bücher, keine neuen Eindrücke. Nur mein Milchkaffee, mein Gedankenbuch und eine Stunde dafür reservierte Zeit. Wunderbare Stille, die Insel auf die ich mich immer wieder zurückziehe, wenn mir die Welt zu unruhig wird mit all ihren Bewohnern und Geschichten, Farben, Formen und Tönen. Und dankbar für diese Zeit, kehrte ich in meinen Alltag zurück und bin wieder offen für die Welt mit ihren Bewohnern und Geschichten, Farben, Formen und Tönen, die mein Leben so bereichern.20150218_151338 (2)

versorgt

17 Dienstag Feb 2015

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Eingangstür von unserem Zahnarzt

Zum Zahnarzt zu gehen ist für mich kein Problem, denn ich habe einen sehr netten und kompetenten Zahnarzt, der ein super freundliches Team hat und praktisch keine Wartezeiten. Und mein heutiger Beitrag ist mein, eigentlich so banaler, Zahnarztbesuch. Und vielleicht würde ich ihn als gar nicht so dankenswert empfinden, wenn ich nicht vor einiger Zeit einen Bericht gesehen hätte. Ich schaltete dazu und bekam deshalb den Anfang nicht mit. Man sah nur unglaublich viele Menschen in einer (gefühlt) ewig langen Schlange in der Kälte stehen vor einem großen Fabrikgebäude. Die Berichterstatterin erklärte, dass die Leute ab morgens um 4 Uhr sich anstellen um eine heißbegehrte Nummer gegen 7 Uhr zu bekommen. Im Fabrikgebäude sind ausrangierte Zahnarztstühle, Liegen und viele gespendete Zahnarztutensilien und -instrumente. Vor der Halle halten sich mehrere Eisbeutel auf die Wangen oder haben gar keine Zähne mehr oder nur noch klägliche Überreste. Es sind auch Eltern mit ihren Kindern da. Ein Bild, das nicht mehr aus meinem Kopf, aus meiner Seele verschwindet, weil Leid nicht verschwindet. Und ich versuche während des Beitrages herauszubekommen in welch armen Land das wohl sein mag. Und normalerweise umgehe ich solche Berichte, weil mir mein eigener Luxus dann so unverschämt vorkommt. Aber ich war neugierig um welches Land es sich handelt. Es war eine Stadt in Amerika. Die Unversicherten, die sich eine Zahnbehandlung nicht leisten können und hierher kommen, wo Zahnärzte ehrenamtlich vor Öffnung ihrer Praxen, vor ihren Diensten in den Kliniken oder schon im Ruhestand, helfen. Arbeiten um zu helfen. Manche bekamen keine Nummer mehr, das bedeutete auch keine Zahnbehandlung. Ich war heute beim Zahnarzt. Ich hatte einen Termin. Nein, ich hatte keine Schmerzen, nein, auch keine anderen Beschwerden. Ich hatte meinen Prophylaxetermin, den ich alle paar Monate habe und in dem es darum geht, meine Zähne und das Zahnfleisch zu beobachten, damit ich keine Schmerzen, keine Beschwerden bekomme. Was für ein Privileg so gut versorgt zu sein und dafür bin ich dankbar.

Gesundheit

16 Montag Feb 2015

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20150216_143846 (2)In den frühen Morgenstunden wachte ich mit total ätzenden Kopfschmerzen auf und war einfach dankbar, dass ich Medikamente habe, die da Abhilfe schaffen. Ich gehöre eigentlich zu den Menschen, die eigentlich meinen, dass Signale des Körpers ernst genommen werden müssen und eigentlich Ruhe und viel trinken gut tut. Aber das Leben ist nicht immer so, dass das geht und seitdem ich Kinder habe bin ich noch dankbarer, dass es Medizin gibt, die Symptome lindert und ich dadurch das machen kann, was gemacht werden muss. Aber ich bin noch dankbarer, dass mein Körper fast jeden Morgen einfach alle Sachen macht, die getan werden müssen, damit mein Leben funktioniert. Das sind 1000de von kleinen großen komplexen Vorgängen, für die ich mich nicht entscheiden muss, die ich nicht einschalten muss, die ich nicht bitten muss, sondern die ich gar nicht überblicke und die funktionieren ohne Pause. Das ist so wunderbar und dafür bin ich dankbar, denn irgendwann werde ich vielleicht sehr krank, auf jeden Fall alt und ich möchte jetzt bewusst wahrnehmen und würdigen was mein Körper leistet.

wertvolle Zeit

15 Sonntag Feb 2015

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Als Familie fröhlich und unbeschwert zusammen sein, das ist Qualitätszeit, wertvolle Zeit. Und ich hätte euch heute gerne all die Fotos gezeigt von all den lachenden Mamas, Papas und Kindern, die meine Freundin geschossen hat und die ich gerade durchgeklickt habe. Miteinander lachen so schön, so befreiend… auf jedem Bild kam das zum Ausdruck. Wunderschön. Und so bin ich dankbar für diesen fröhlichen Nachmittag, der den Abschluss unseres Ehe-und Familienwochenendes bildete. Das ganze Wochenende haben viele Eltern und Paare gute und wertvolle Impulse gehört für ihre Beziehung, fürs Familienleben und es war voll schön den Abschluss mit viel Lachen zu machen – Eltern und Kinder miteinander. Arno und Hanna Backhaus, die für die Inhalte an diesem Wochenende gesorgt haben sind 2 wunderbare Menschen, denen man gerne zuhört, von denen man gerne lernt. Und das macht mich heute sehr dankbar. Und auch die unsagbar vielen Mitarbeiter, die ihre Zeit zur Verfügung gestellt haben, damit das in diesem Rahmen möglich war. Und ich dachte beim Durchzählen meiner Liste von Menschen, die geholfen haben, das war so Mitarbeiter intensiv, dass ich echt berührt bin über so viele Helfer, die kein Aufhebens um ihre Hilfe machen, denen niemand groß die Hand schüttelt, deren Namen nirgendwo im Einzelnen genannt werden, obwohl jeder von ihnen einen fetten Applaus verdient hat. „Ich bin dankbar für euch alle und kann das sicher auch im Namen des Vorbereitungsteams sagen. Ihr seid Spitze und nur mit euch sind solche Aktionen möglich.“ Und nur weil meine Kinder seid 1 1/2 h schlafen und es äußerlich und innerlich ruhiger wird, rufe ich jetzt schon: „Wie cool war das denn, das machen wir auf jeden Fall wieder.“ IMG_2247 (2)

wählen

14 Samstag Feb 2015

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20150214_172036 (2) 20150214_171936 (3) Das war genau unsere Art von Valentinstag. Gemeinsam mit einem Team eine Aktion planen und durchführen. Und ich mag es so mit meinem Mann zusammenzuarbeiten. Denn da merke ich, was mir manchmal in den Routinen des Alltags verloren geht: wir denken ganz unterschiedlich, aber wir haben dieselben Werte. Wir finden ganz unterschiedliche Sachen problematisch, aber zusammen bekommen wir es hin und wir  fühlen so anders, aber unser Herz schlägt für dieselbe Sache. Und auf den Tischen für das Candlelightdinner, das wir mit anderen für 25 Paare ausgerichtet hatten stand der Spruch, den ich so mag : Wähle wen du liebst und dann liebe wen du gewählt hast. Und dafür bin ich heute besonders dankbar, dass ich liebe wen ich gewählt habe.20150214_171953 (2)

Kinderkonzert

13 Freitag Feb 2015

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Grundsätzlich sympathisiere ich mit Menschen, die gut mit Kindern umgehen können, die da ihre Begabung haben auf Augenhöhe mit ihnen zu gehen. Und deshalb bin ich heute sehr dankbar für das Kinderkonzert. Mike Müllerbauer hat mit seinem Kollegen Andi Domcic ein super Konzert gegeben. Und ich bin dankbar für die tolle Musik, für viele gute Texte, für die Unterhaltung…meinen Kindern hat es sehr gefallen und sie wollen, dass er nächste Woche gleich wieder auftritt. Aber am dankbarsten war ich heute für die Worte, die Mike Müllerbauer an das Vorbereitungsteam gerichtet hat. Er ist auf vielen Bühnen unterwegs, verkauft CDs und bekommt sicherlich sehr viel positives Feedback und er ist in seiner ganzen Art so echt, so nahbar, so bodenständig. Ein superschöner Spätnachmittag, für den ich sehr dankbar bin.P1090972 (2)

Freizeitgestaltung

12 Donnerstag Feb 2015

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Toller Spruch von Pinterest.

Jedes Jahr gibt es einen Tag im Jahr an dem ich nicht gerne in der Innenstadt einer Kleinstadt wohne. Dann sitze ich mit meinen Kindern, die echt Angst haben in der Wohnung fest. Denn draußen hört man Trommeln, laufen gruselig verkleidete Leute herum, die Hexen an Karneval. Und heute Abend schlafen die Großen in Mamas und Papas Bett, weil das ein Gefühl von Sicherheit vermittelt, denn der Umzug hatte Lust um 19.30 Uhr noch immer unterwegs zu sein. Aber ich hatte einen ziemlich blöden Tag, mit ziemlich blöden Gedanken bezüglich meiner ehrenamtlichen Tätigkeiten. Heute fand ich alle doof und dachte mir, wieso sag ich bei regelmäßigen und unregelmäßigen Aufgaben zu, wo ich doch meinen Alltag sowieso oft schon so unruhig finde und ich zu den Müttern gehöre, die Zeit für sich brauchen, uneffektive Zeit, leere Zeit, sinnlose Zeit, die ihren Sinn darin hat nichts tun zu müssen. Und davon gibt es sowieso schon zu wenig und dann verbringe ich Abende mit irgendwelchen Telefonaten, mit Vorbereitungen…dann nerv ich mich selber. Und dann kam mir aber der rettende Gedanke, der mich heute Abend vor dem Frust rettet. Ich habe bestimmte Werte und Überzeugungen, die mir durchs Leben helfen, die mich auf der Spur bleiben lassen, die mir Halt geben und die mir Freude bringen. Und ich mache nur bei Dingen mit, die ein Ziel verfolgen und wo ich glaube, dass sie anderen durchs Leben helfen, dass sie sie auf der Spur bleiben lassen, dass sie Halt geben und Freude bringen. Meine Aufgaben, die ich in den verschiedenen Teams habe, machen für mich Sinn. Ich darf Teil eines großen Ganzen sein und nach den Veranstaltungen ist der Frust und die zusätzlichen Aufgaben meistens schnell wieder vergessen. Dann rufen wir (ich habe mehrere emotionale und begeisterungsfähige Freundinnen um mich): „Wie cool war das denn, das machen wir auf jeden Fall wieder!“ Denn auch wenn es anstrengend ist und aufwendig und nicht permanent Spaß macht, macht es Sinn und dafür bin ich dankbar.

Kratzer

11 Mittwoch Feb 2015

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Meine Kleinste kämpft um meinen Schoss, um Süßigkeiten, die sie noch nicht essen soll, um Aufmerksamkeit. Dazu setzt sie unterschiedliche Mittel ein: an den Haaren der Schwestern ziehen, kratzen, schubsen… Meine Große läuft im Moment mit 2 Kratzern unter den Augen herum. Ich arbeite natürlich an alternativen Formen zur Zielerreichung… Heute wurde ich gefragt, wie meine Großen darauf reagieren. Und das ließ mich nachdenklich werden. Sie reagieren gnädig. „Mama, sie ist doch noch klein.“ „Mama, sie macht das nicht mit Absicht.“ „Mama, sie weiß nicht wie weh das tut.“ P1090935 (2)Sie unterstellen ihr absolut keine bösen Motive. Ihr Verhalten macht mich nachdenklich und dafür bin ich heute dankbar. Ich war schon des Öfteren gekränkt, weil jemand eine Randbemerkung machte. Und die Kränkung kommt, wenn ich es bis zum Schluss reflektiere, weil ich nicht das Gute von der Person annehme, sondern glaube, die mag mich nicht, die hat was gegen mich, das war Absicht… und schon bin ich in einem inneren Konflikt, weil ich nicht gnädig, dem Verhalten meines Gegenübers, bin. Vielleicht hatte sie nur einen schlechten Tag und ihr Tonfall war schärfer als beabsichtigt. Vielleicht macht sie sich über irgendetwas Sorgen und ist deshalb nicht ganz anwesend im Gespräch. Vielleicht ist ihr einfach im Chaos des Lebens was dazwischen gekommen und deshalb hat sie sich bis jetzt noch nicht wieder gemeldet. Es gibt so viele Alltagssituationen, die man persönlich nehmen kann oder aber ich unterstelle der Randbemerkung keine böse Absicht, wittere hinter dem etwas schärfer ausgefallenen Tonfall keinen Angriff und interpretiere in den noch nicht stattgefundenen Rückruf kein Desinteresse…und so haben die kleinen Kratzer keine Chance zu Verletzungen zu werden.

Die Idee die Pflaster zu bekleben habe ich hier gefunden: https://craftandcreativity.com/blog/2012/01/29/bandaid/

auf Augenhöhe

10 Dienstag Feb 2015

Posted by alltagsstueckwerk in Dankbarkeitsmomente

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P1090869 (2)Mit meiner Mittleren stehe ich im Kindergartenflur an ihrem Kleiderhaken, die Jacke hängt schon, die Stiefel müssen noch aus. Ich rede leise und beschwichtigend auf sie ein, denn sie weint. Heute will sie nicht, weil eine Theatergruppe in den Kindergarten kommt, die ihren Raum zur Bühne verwandeln und das findet sie schon toll, aber in dieser Zeit müssen alle Kinder in die andere Gruppe. Das mag sie nicht. „Ich will in meinen Kindergartenraum mit meinen Erzieherinnen.“ Das hat sie mir schon zu Hause erklärt. Ich allerdings glaube, dass sie Freude an dieser besonderen Aktion hat und das die Unsicherheit über die veränderten Abläufe schnell verflogen ist. Ich stehe da, sie steht da, wir stehen Beide und jetzt? Aus der anderen Gruppe kommt ihre Erzieherin, sie erfasst die Situation, ich sage nur kurz, dass meine Tochter sich unsicher fühlt. Die Erzieherin geht in die Knie, setzt sich neben mein stehendes Kind, nimmt ihre Hand, geht auf Augenhöhe. Sie geht auf ihre Unsicherheit ein, findet die passenden Worte. „Sollen wir mal in unseren Raum schauen, was sich schon verändert hat?“ Meine Tochter lässt meine Hand los, gibt mir einen Kuss, ich kann beruhigt gehen…Ich bin sehr dankbar heute für diese Hilfe in dieser Situation. Kein Überreden, kein Drängen, kein Wegschleichen… Meine Tochter hat Vertrauen in ihre Erzieherin und ich auch. Dafür bin ich dankbar.

Wasser

09 Montag Feb 2015

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Ich liebe DocMartens Schuhe und ich hätte so gerne noch die goldene Halbstiefelimage1xxl (2) und die roten Stiefel. Wenn wir im Sommer mit unserm VW Bus wieder in den Urlaub fahren, hätte ich so gerne mein komplettes Geschirr aus der Rice-Kollektion. web15Ich stelle mir das so schön vor in der Sonne an einem bunt gedeckten Tisch zu sitzen…16266601_ml Und wir waren im letzten Sommer mit unserem VW Bus bis nach Portugal untercoralcompact_480wegs und es war echt schön, aber ich hätte so gerne ein Wohnmobil, ein bisschen mehr Komfort. Meine Mittlere will unbedingt in den Urlaub fliegen, das deckt sich mit meinem Wunsch endlich meine anreise-flugzeug (2)Schwester in den USA mal wieder zu besuchen. Das letzte Mal ist zu lange her. Und weil wir beide mittlerweile 3 Kinder haben, hätte ich dort gerne für 3-4 Wochen eine schöne Unterkunft. Meine Große möchte gerne reiten lernen, nein, eigentlich will sie ein Pferd. Und ich find das grundsätzlich voll gut, der Umgang mit Tieren und ich reite auch gerne… Ich habe jeden Tag Zugang zu sauberem Wasser zum Trinken, zum Duschen, zum Putzen, zum Waschen… dafür bin ich dankbar, das will ich wertschätzen, denn für manche ist das ein immer noch unerfüllter Wunsch.Lissy  Trinkwasser (2)

“ bei einer Weltbevölkerung von rund 6,9 Milliarden, ist das Wasser in vielen Teilen der Welt bereits knapp und teilweise erheblich verschmutzt. Rund 1,1 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, 2,6 Milliarden müssen ohne angemessene sanitäre Anlagen auskommen und 1,8 Millionen Menschen sterben jährlich an wasserbedingten Krankheiten (WHO und UNICEF 2011).“

Familie

08 Sonntag Feb 2015

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Mein Mann war mit unseren 2 Töchtern über Nacht weg, eine Aufgabe mit einer Vater-Tochter-Aktion verbinden. Manchmal geht so etwas. Nach einer ruhigen Nacht freute ich mich auf einen entspannten Morgen mit meiner Kleinsten. Nachdem diese aufgewacht war, ihr Milchfläschchen getrunken und ihr Brot gegessen hatte, schien ihr aufzufallen, dass wir beide nicht alles sein können. Und damit fiel mein entspannter Vormittag aus. Denn ab jetzt lief sie ständig zur Wohnungstür, quengelte so lange bis ich diese öffnete, nahm meinen Schuh, holte auch ihre und rief verschiedenste Laute die Treppe runter. Sie vermisste ihre Schwestern. Ich wollte sie ablenken und alles. Sie blieb konsequent und nach dem 8.mal Türspiel rief ich meinen Mann an, der daraufhin mit den 2 Großen kam. Das Hallo hätte ich filmen sollen. Es war so süß wie die 3 sich begrüßt haben. Und das macht mich dankbar – wir sind nicht immer einer Meinung, manchmal finden meine Kinder mich doof und ich meine Kinder anstrengend, manchmal fühle ich mich hilflos und meine Kinder sich ungerecht behandelt, aber wir lieben uns, vermissen einander und halten zusammen, weil wir eine Familie sind. Und dafür bin ich heute dankbar.P1090864 (2)

großzügig

07 Samstag Feb 2015

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In der zurückliegenden Woche habe ich so viel Großzügigkeit erlebt, 20150202_115517 (2)dass ich das, was mir am meisten imponiert hat gesammelt habe um einen Sammeldank zu hinterlassen. 50 Jugendliche und junge Erwachsene in einer riesen WG – die möchten es gerne etwas gemütlich haben, haben Hunger, brauchen ihre Körperhygieneroutine… Und deshalb bin ich sehr dankbar, dass das Kaufhaus in dem wir wohnen uns umsonst Dekomaterial ausgeliehen hat, mit Hilfe dessen P1090766 (2)wir einen multifunktionalen Raum in eine Art Wohnzimmer umwandeln konnten. Hat jeden Tag eine andere Person für 50 Leute gekocht – freiwillig -. Gab es  jeden Tag selbstgebackene Kuchen, die von Leuten zu Hause gebacken und dann zu uns gebracht wurden. Hat das Ehepaar, P1090787 (2)das auf demselben Gelände wohnt ihre Dusche zur Verfügung gestellt (es sind auch einige zum Duschen heim, also nicht 50 Leute = 1 Dusche). Hing die Treppen entlang für jeden Teilnehmer ein Papiertütenbriefkasten, der von anderen großzügig mit lieben Worten, Ermutigungen und wertschätzenden Worten gefüllt wurde.P1090846 (2) So viel Großzügigkeit in unserer Zeit! Zeit teilen, Essen teilen, Worte teilen, in junge Menschen investieren…dafür bin ich sehr dankbar!!!  P1090854 (2)

Stempel

06 Freitag Feb 2015

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Das Haus in dem wir sonntags Gottesdienst feiern wurde in dieser Woche zur riesen WG. 50 Jugendliche und junge Erwachsene teilten das Leben miteinander mit wenig Platz und viel Spaß. Und ich war immer wieder mit meinen Kindern nachmittags mit dabei, weil ich diese moveWeeks total mag. Ich mag das Zusammensein, mal ganz locker, mal werden die Gespräche tiefer und ich lerne so viel dazu. Heute sagte ich zu jemandem:“ Also, was ich hier so alles entdecke, da fühl ich mich schon richtig alt, so wenig Ahnung wie ich hab.“ Die trockene Antwort meines Gegenüber: „Naja, das bist du doch auch.“ P1090805 (2)Und in dieser Woche fragte mich eines der Mädchen, die ein Referat vorbereiten muss zum Thema: gewaltfreie Erziehung. Und wir redeten in größerer Runde und ein junger Mann macht mich dankbar. Bis heute und morgen auch noch usw. Er erzählte von seiner Kindheit, die alles andere als behütet war, von seinem Erleben, seinen Erfahrungen…und solche erlebten Geschichten zu hören machen mich eigentlich traurig. Aber er ist ein gestandener junger Mann, mit Ausbildung, schon lange in einer festen Beziehung, der vieles zu Hause schwierig fand, aber kein Hass oder ähnliches empfindet. Der Eigenverantwortung für sein Leben übernimmt und der mit Sicherheit sein früheres Prägungspaket mit sich trägt, aber sich nicht daran kaputtschleppt. Der mit dem Stempel, den er als Kind bekommen hat, nicht weiterstempelt, sondern das Motiv ausgetauscht hat. Und dieser junge Mann mit seiner Geschichte macht mich dankbar, weil er mir Hoffnung macht…

Stille

05 Donnerstag Feb 2015

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Meine Kinder versorgt in guten Händen und ich konnte ein Angebot unserer Gemeinde (Kirche) wahrnehmen. Ein Raum um zu beten, schön gestaltet mit vielen Anregungen. Für mich wurde er zum Raum der Stille. Der Teppich in diesem Raum ist so wunderbar dick, dass er viele Geräusche zu schlucken scheint und es war so wunderbar still. Und wenn es still ist werden auch meine Gedanken leiser. Wenn es still ist verlangsamt sich mein Herzschlag. P1090841 (2)Wenn es still ist verstummen die Stimmen in mir. Und ich komme vor Gott zur Ruhe. Und es ist tatsächlich so, dass äußere Formen eine innere Wirklichkeit in mir schaffen. Und so bin ich heute dankbar für diese Stunde der Stille, die in ihrer äußeren Form eine wunderbare Wirklichkeit in mir geschaffen hat: Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin. (die Bibel, Psalm 46,11)

kostbar

04 Mittwoch Feb 2015

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P1090817 (2)Meine Große kommt heute begeistert von einem Kindergeburtstag zurück, sie haben gespielt, getanzt, eine Maske gebastelt und jeder durfte sich verkleiden. Ihre Augen stahlen. Und wenn mich eines glücklich und dankbar macht, dann die strahlenden Augen, die begeisternden Blicke meiner Kinder. Wenn sie sich beim Sprechen verhaspeln, weil sie gar nicht so schnell die Worte finden für das Tolle, was sie erlebt haben. Wenn sie herumhopsen, weil sie ihrer Freude mehr Ausdruck geben wollen. Wenn sie wild gestikulieren, damit ich besser verstehe, was sie mir sagen wollen. Ich liebe diese Momente und ich speichere, hüte und bewahre sie in meinem Kopfkino und in meinem Herzen, um sie abzurufen, mich zu erinnern… immer dann, wenn ich es brauche, denn strahlende Kinderaugen sind so kostbar.

Frühling?

03 Dienstag Feb 2015

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P1090757Auf meinem Balkon habe ich heute Morgen diesen Blütenansatz entdeckt. Wie cool ist das denn? Kommt bald der Frühling? Ich freu mich nämlich so auf ihn, auf die wärmende Sonne, mehr draußen sein und viele, viele neue Blüten. Und so Frühlingsboten lösen in mir jedes Jahr so eine Vorfreude aus, ja, ein Gefühl von Hoffnung. Das fand ich heute Morgen so schön, weil ich am Sorgen-Gedanken wälzen war. Das bringt mich natürlich nicht weiter, aber ich kann damit auch nicht einfach aufhören und die Blüte hat das irgendwie gestoppt. Meine Sorgen-Gedanken haben soviel damit zu tun, wie ich geprägt bin, mit meiner Typologie, meinem Charakter und wie ich die Dinge bewerte. Und ich werde nie ganz anders sein, aber ich kann lernen damit umzugehen. Auch die Probleme von heute Morgen lösen sich nicht in Wohlgefallen auf, aber ich werde lernen damit umzugehen und das hat mir heute Hoffnung gemacht, für die ich dankbar bin. b4ee84e787d7b38ef3ee2534f7633010

freiwillig

02 Montag Feb 2015

Posted by alltagsstueckwerk in Dankbarkeitsmomente

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P1090725 (2)Von meiner Freundin habe ich Riesenstempel ausgeliehen und meine Große beobachtet, wie ich diese nach dem Gebrauch reinige. Meine Freundin hat mir dafür eine Lösung zum Reinigen mitgegeben. „Warum machst du die sauber?“ fragt meine Große. “ Weil meine Freundin mich darum gebeten hat und ich ihr die Stempel ordentlich zurückgeben will.“ „Gell, du willst ihr folgen?“ Ich gucke meine Große verständnislos an, denn >folgen< ist kein Wort, das in meinem routinierten Sprachgebrauch vorkommt. „Was meinst du damit?“ will ich wissen. „Naja, du hast sie lieb und deshalb willst du die Sachen gern so machen wie sie das gern hat.“ Ich bejahe ihre Aussage und sie geht. Kurze Zeit später kommt sie zurück: “ Das ist wie bei dir und Gott. Du willst das machen, was er gerne hat, weil du ihn lieb hast.“ Verblüfft bleibe ich zurück und dankbar, weil sie eine Sache verstanden hat, die mir so wichtig ist. Dass ich aus Liebe glaube. Nicht, weil ich muss, weil mich irgendjemand überredet hat, weil ich vor irgendetwas Angst habe, weil ich gezwungen werde. Sondern, weil ich glaube, dass Gott wirklich existiert und erlebe, dass diese Beziehung zwischen ihm und mir Realität ist. Mein Glaube ist  zwanglos, freiwillig, angstfrei. Ich glaube so gerne an Gott, auch wenn ich mein Leben dadurch nicht als leichter empfinde, als zwanglos oder gar angstfrei, aber für mich macht es mehr Sinn, hat an Wert gewonnen. Und dafür bin ich dankbar.

Entscheidung

01 Sonntag Feb 2015

Posted by alltagsstueckwerk in Dankbarkeitsmomente

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P1090727 (2)Meine Mittlere hat die Hände in die Seiten gestützt, guckt mich böse an und sagt: „Ich will nicht mitgehen.“ Mein Mann geht in den Gottesdienst, die Große wieder kränklich und ich habe Gliederschmerzen, dumpfen Kopf… Sie soll mit. Ich will das. Weil ich weiß, dass es ihr gut gefällt- das Kinderprogramm, ihre Freundinnen zu treffen. Schon der gestrige Tag war so ganz ohne Input und das merke ich ihr an. Aber ihre Vehemenz macht mich unsicher und vielleicht kann sie doch einfach bleiben. Aber ich weiß, dass es ihr bald langweilig wird mit zwei Durchhängern daheim. Und ich muss nochmal ins Bett. Sie geht mit. Ich entscheide. Die Tür schließt sich und statt Friede kommen meine Gedanken. Mal wieder viel zu laut, mal wieder viel zu anklagend. Ist so viel Dominanz notwendig? Du hast über ihren Kopf weg entschieden? Sie kann doch zu Hause bleiben. Vielleicht denkt sie jetzt sie ist unerwünscht und das könnte vielleicht Auswirkungen haben in ihr späteres Leben. Später geht die Tür auf, meine Mittlere kommt wieder. Fröhlich, sie hat ein Bild für mich gemalt. Und wie wars? meine bange Frage. „Schön natürlich“, antwortet sie. „Es gab sogar Wurst zum Essen.“ Ich bin total dankbar, dass sie so viel Spaß hatte, dass diese Entscheidung die richtige war. Heute. Und Morgen? Werde ich da auch die richtigen Entscheidungen treffen? Wie lange kann ich mich gut genug in mein Kind hineindenken und -fühlen? Was ist wenn meine Entscheidungen die falschen sind und es gibt so viele zu treffen. Und irgendwann darf ich nicht mehr Entscheidungen für sie treffen, muss sie selber entscheiden und Konsequenzen erfahren lassen. Auch wenn ich glaube, dass sie eine falsche Entscheidung trifft. Und wenn es soweit ist und sie einmal eine Entscheidung trifft, die ihr später leid tut, will ich mich an meine eigene Unsicherheit erinnern, sie in meine Arme nehmen und nicht sagen: Siehste, hab ich doch gleich gesagt, dass das keine gute Idee war.

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