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alltagsstückwerk

~ Leben lieben – Familie feiern: darum geht es in diesem Blog: ein Jahr habe ich täglich eine Sache gepostet für die ich Gott dankbar bin. Diese abendliche Gewohnheit verhalf mir zu einem dankbaren Blick und deshalb schreibe ich weiter. Dies ist nur ein Blick, ein kleiner Teil, ein kurzer Moment meines Alltages, die schönen Momente festhalten, die dankbaren Momente feiern…

alltagsstückwerk

Kategorien-Archiv: Dankbarkeitsmomente

Alter unwichtig

31 Samstag Jan 2015

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Heute Morgen war ich zu einem Geburtstagsbrunch eingeladen und auf dem Nachhauseweg hing ich meinen Gedanken nach. Und erinnerte mich, dass es für mich früher (14/15 Jahre) so wichtig war, wie alt jemand war. In dieser Zeitspanne war die Frage nach: Wie heisst du?- Wie alt bist du. Keine Ahnung, das war irgendwie voll wichtig für mich und entscheidend dafür,P1090718 (2) ob das Gespräch an Länge gewann. Heute bin ich dankbar, dass mein Leben durch Freunde bereichert wird und es nicht mehr wichtig ist, wie alt sie sind oder in welcher Lebenssituation. Ich werde bereichert durch Gespräche, Gedanken, Gefühle über das Leben und die Liebe und lerne nie aus, mein Horizont wird erweitert durch unterschiedliche Ansichten, Meinungen und Lebenssituationen. Letztens hatte ich ein Gespräch mit einer 18 jährigen, das mich eine Meinung hat überdenken und verändern lassen, die meine Erziehung betraf. Das war echt inspirierend. Ich bin sehr dankbar für den heutigen Morgen und dass wir Leben miteinander teilen und wir alle das Beste aus dem Projekt Leben machen wollen und es nicht ausschlaggebend dafür ist wie alt wir sind. Das ist bereichernd.

ballastfrei

30 Freitag Jan 2015

Posted by alltagsstueckwerk in Dankbarkeitsmomente

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Heute Morgen hatte ich ein sehr schönes Telefonat, das mich sehr dankbar gemacht hat. Denn unsere letzten Telefonate waren eher schwierig und wir drehten uns immer wieder im Kreis. Denn es ging darum, dass sie sehr verletzt war von einer Person und das ganz viele Gedanken, ganz viel Kraft gekostet hat immer wieder darüber nachzudenken, darüber zu reden, aber nicht wirklich weiter zu kommen. Und aufgrund eines Erlebnisses hat sie der Person vergeben und war so erleichtert. Das war an der ganzen Art wie sie redete und ihre Stimme klang zu erkennen. Und dafür bin ich so dankbar. Weil Vergebung nicht bedeutet, alles ist vergessen oder ich heiße sogar gut, was du getan hast. Sondern weil es mich frei macht, frei von ständigen imaginären Gesprächen, die nicht wirklich klären würden, sondern nur meine Wut zum Ausdruck bringen würden. Weil Vergebung nicht bedeutet, dass alles wieder ist wie vorher, sondern ich trage dir den Ballast nicht immer hinterher und –  ich als die Verletzte trage den Ballast. Weil Vergebung nicht bedeutet, ich bin die Schwächere von uns beiden, sondern ich bin die, die loslässt und sich nicht an etwas klammert, dass mir ja eigentlich schadet und mich immer wieder traurig macht. Ich habe schon erlebt und heute wieder gehört, dass es sich gut anfühlt, wenn man vergeben kann, dass es sich wie eine Befreiung anfühlen kann… für mich ist nach einer Verletzung das Vergeben jedesmal ein Prozess, bei mir funktioniert es nie von jetzt auf gleich und überhaupt dahin zu kommen vergeben zu wollen, dauert… Aber ich bin dankbar, dass ich es schon kennengelernt habe dieses befreiende Gefühl der Vergebung.P1090687 (2)

20 Minuten

29 Donnerstag Jan 2015

Posted by alltagsstueckwerk in Dankbarkeitsmomente

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Es heißt, dass Frauen multitaskingfähig sind. Wenn multitasking das Synonym für Frau ist, dann bin ich keine. Ich bin nicht multitaskingfähig. Für meine Nichtfähigkeit multitasking habe ich keine Lösung, denn in meiner Lebensphase gehört das einfach dazu. Ich koche während meine Kleinste dauernd an meinem Bein zieht und mir versucht etwas zu sagen, irgendetwas zu holen, aber ich verstehe sie nicht. Und mich stresst es, dass ich nicht in Ruhe kochen kann und mich stresst es, dass ich nicht in Ruhe auf Augenhöhe mit meiner Kleinen gehe und in aller Ruhe herausfinde was ihr gerade so wichtig ist. Bei den Hausaufgaben bräuchte meine Große meine ganze Aufmerksamkeit und ich würde sie ihr auch voll gerne geben, aber da sind noch meine 2 anderen, die mit mir spielen wollen, auf den Arm wollen, was erzählen wollen… Nach dem Baden halte ich meine Kleinste auf dem Arm, weil sie abends sehr anhänglich wird und föhne die Haare meiner Mittleren und versuche dabei noch ihre Haare zu kämmen. Das Telefon klingelt und meine Große springt hin, sie kann ihr Nachthemd sowieso grad nicht finden und nimmt ab, obwohl ich es einfach hätte klingeln lassen. Eine Meinungsumfrage, Nein bitte jetzt nicht. Während ich mit einer Hand das Buch halte und eine Geschichte vorlese, gebe ich meiner Jüngsten Hilfestellung damit sie immer wieder aufs Bett hoch und runter klettern kann. Und ich bin froh, dass sie eine andere Beschäftigung gefunden hat und mir nicht mehr dauernd das Buch aus der Hand reißen will. Und immer wieder führe ich Telefonate am Tag neben irgendwelchen P1090670 (2)anderen Beschäftigungen, weil ich Termine vereinbaren muss, weil ich Projekte mit vorbereite… Meine Aufgaben sind eigentlich nicht wirklich schwierig, die ich den ganzen Tag zu erledigen habe, aber es sind immer mehrere auf einmal, es sind immer kleine Menschen mit kleinen und großen Bedürfnissen dabei und das stresst mich. Und am Ende eines Tages denke ich oft, was bitte hast du eigentlich den ganzen Tag gemacht? Und deshalb war ich heute so dankbar, als mein Mann einen kurzen Besuch bei jemandem machte und spontan meine Große und Kleine abholte und meine Mittlere und ich hatten einfach 20 Minuten ungeteilte Zeit. Ich fand das so schön, wir saßen auf dem Sofa und sie erzählte und ich konnte ihr ganz zuhören, auf ihre Fragen eingehen und mit ihr lachen. Heute bin ich sehr dankbar für diese 20 Minuten…

Heimat

28 Mittwoch Jan 2015

Posted by alltagsstueckwerk in Dankbarkeitsmomente

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Diese Puppe lag vor 31 Jahren auf meinem Kopfkissen zur Begrüßung in der neuen Heimat.

Abendritual: Geschichte, beten, singen, Gute-Nacht-Kuss. Ein fester Bestandteil unseres Tages. Ich lese eine Geschichte vor: „… Nun überlegt Lotta. Tiermütter versorgen ihre Kinder und Lottas Eltern versorgen sie und Moritz. Das hat sich Gott richtig gut ausgedacht. Und wenn Mütter oder Väter ihre Kinder nicht versorgen können, dann schickt Gott manchmal andere Eltern, die sich um die Kinder kümmern. …“ Hier unterbricht meine Große und wir reden darüber, warum manche Eltern ihre Kinder nicht versorgen können und wo dann so Kinder hinkommen und was ein Kinderheim und was eine Pflegemutter ist. Schwere Kost für ein abendliches Gespräch mit Kindern, aber es ist immer wieder Thema, weil es meine Geschichte ist. Und wir reden über die Oma in deren Bauch ich nicht war und die trotzdem ihre Oma ist. Denn sie hat sich vor 31 Jahren entschieden aus einem Kinderheim ein Mädchen mit nach Hause zu nehmen um ihr Heimat zu geben, um Heimat zu leben. Und als wir dann miteinander beten, betet meine Mittlere: „Danke Gott, dass die Mama eine Mama gekriegt hat.“ Und dafür bin ich Gott sehr dankbar, er hat mir eine Mutter geschenkt, die mit uns ein Abendritual hatte: Geschichte, beten, singen, Gute-Nacht-Kuss.

Worte

27 Dienstag Jan 2015

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Danke!!!

Heute bin ich (mit Kindern, was keine so supeP1090549 (2)r Idee war, das wusste ich auch vorher schon) losgezogen um meinen Geburtstagsgutschein in meinem Lieblingsladen unseres Städtchens einzulösen.Ganz neu im Sortiment haben sie jetzt auch noch die Rice-Kollektion. Jetzt kann ich definitiv nicht mehr an diesem Laden vorbei gehen. Ich habe den Gutschein nicht eingelöst, weil ich mich nicht P1090547 (2)entscheiden konnte. Als ich dann nach Hause kam, bekam ich ein nachträgliches Paket zu meinem Geburtstag von einer lieben Freundin, hab mich tierisch gefreut, weil damit P1090550 (2)rechnet man ja nicht unbedingt und war so in Geburtstagslaune, dass ich spontan meine Geburtstagskarten herausgeholt und gelesen habe und weils so schön war, die vom Jahr davor auch noch. Und dann war ich mal wieder fasziniert, berührt und bewegt von dem was Worte auslösen können. Ja, was Worte vollbringen können und dass Worte eine unglaubliche Macht haben. Sie können ermutigen, motivieren, inspirieren, fördern und Kraft geben. Und sie können so viel kaputt machen, zerstören, vernichten… Ich will behutsam sein mit den Worten, die Kritik üben, die ermahnen, die zurechtweisen… und verschwenderisch mit ermutigenden, motivierenden, kraftgebenden Worten. Denn ich bin sehr dankbar für die verschwenderischen Worte zu meinem Geburtstag, die mich heute wieder ermutigten und mir ins Bewusstsein riefen, wie mächtig Worte sind.P1090552 (2)

anders

26 Montag Jan 2015

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Gestern Abend häkelte ich noch ne Runde und sah mir dazu aus der ard-Mediathek ein kurzes Video über eine bildschöne Muslimin an, die in Deutschland geboren ist, studiert hat… und sie hat Schwierigkeiten integriert zu sein. Das liegt natürlich auch an den Anschlägen und trotzdem auch am einfach anders sein. Und heute habe ich immer wieder darüber nachgedacht und habe mich so dankbar gefühlt, dass ich mittlerweile so klar komme mit meinem Aussehen und  damit, dass viele Leute, denen ich zum ersten Mal begegne sich fragen wo ich herkomme. Aus Frankfurt, sag ich dann. Nee, so ursprünglich. Diese Frage hat mir früher schon echt was ausgemacht. In meiner Teeniezeit bewunderte ich Michael Jackson nicht wegen seiner Musik, sondern wegen seiner Hautfarbe. Wie hatte er es geschafft ein „Weißer“ zu werden und damit ein anerkanntes Mitglied der Gesellschaft? P1090537 (2)Das dachte ich damals und wollte lange nur eins, nicht auffallen. Zugehörig sein war in meinen Augen unauffällig sein, unscheinbar sein, in der Masse untergehen… Und deshalb haben mir alle Äußerungen, ob negative oder positive zu meiner Hautfarbe etwas ausgemacht. Ich wollte einfach nur nicht auffallen. Mittlerweile habe ich mein Ja zu meinem Äußeren gefunden und dafür bin ich sehr dankbar, denn einen inneren Kampf gegen etwas zu kämpfen, den man nur verlieren kann, ist ermüdend. Und mittlerweile kann ich über vieles auch lachen, was ich so erlebe. Letzte Woche war ich z.B. mit meinen Kindern in einem Aufzug und eine Frau kam an die Tür und fragte: >Du fahren in die 2te Stocke?< Wir sahen sie alle etwas überrascht an und ich antwortete: >Wir müssen im ersten Stock aussteigen, aber sie können trotzdem gerne mitfahren.< Die Frau lächelte verlegen und sagte:> Achso, ich dachte sie können kein deutsch.<  Früher hat mir so etwas total was ausgemacht und heute kann ich drüber lachen. Und dafür bin ich sehr dankbar. Denn meine Älteste hat auch schon ihre ersten Ärgererfahrungen mit ihrer Hautfarbe gemacht und da bin ich froh nicht komplexbeladen mit ihr zu sprechen, sondern Ja wir sehen anders aus, aber zugehörig bedeutet nicht nicht anders zu sein.

Bücher

25 Sonntag Jan 2015

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Die Große richtig krank, der Rest gesundheitlich angeschlagen, inklusive mir – solche Tage sind lang. Kennt ihr das, wenn ihr das Gefühl habt wer weiß was gemacht zu haben und schaut auf die Uhr und es sind 15 Minuten vergangen? Heute war so ein Tag. Ich bin immer wieder fasziniert, im Allgemeinen und Speziellen, über die unterschiedlichen Begabungen von Menschen. Und heute bin ich all denen dankbar, die Kinderbücher schreiben. Dieses Talent finde ich echt etwas besonderes, weil ich auf wunderbare Geschichten zurückgreifen kann, die den Tag erträglicher machen. Und es ist so schön, dass das Vorlesen mit dem älter werden der Kinder mehr Spaß macht, weil die Geschichten mehr Inhalt hergeben, ja ganze Werte werden da vermittelt. Deshalb bin ich heute einfach nur dankbar für unzählige Kinderbücher mit ihren Geschichten.P1090531 (2)

Auszeit

24 Samstag Jan 2015

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P1090522 (3)Heute bin ich sehr dankbar für eine wunderbare Auszeit mit meiner Lieblingszeitschrift in einem Cafe. Früher saß ich auch mit Lesematerial in Cafes und das waren immer besondere Zeiten, aber nie so wertvoll wie heute. Weil sie jederzeit verfügbar waren. Die heutige Zeit musste geplant und organisiert werden und stand als Ich-freu-mich-drauf-Ereignis in meinem Kalender. Für diese Zeit bin ich heute sehr dankbar und dass meine Kinder mich lehren, dass das Normale so wertvoll sein kann.

2te Chance

23 Freitag Jan 2015

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Meine Große ist schon in der Schule, die Mittlere muss noch in den Kindergarten. Auf dem Weg dorthin begegnen wir einem flüchtigen Bekannten, ein sehr alter Mann. Ich weiß von meinem Mann, dass vor kurzem seine Frau verstorben ist. Ich grüße und laufe weiter, einfach so. Ich meine wahrgenommen zu haben, dass er gern angehalten und mit mir geredet hätte, aber meine Körpersprache war eindeutig. Und dann ist der Moment auch schon vorbei und ich? Ich schäme mich. Wieso habe ich nicht kurz mit ihm geredet? Warum nicht nachgefragt, wie es ihm geht? Ich bin nicht dicht genug, kenn ihn ja eigentlich gar nicht, versuche ich mir einzureden. Und vielleicht will er gar nicht darüber reden. Aber dann horche ich in mich hinein und stelle fest: Ich habe Angst. Angst, dass er vielleicht weint und ich dann nicht weiß, was ich machen soll. Angst, dass er mir sagt wie einsam er ist und ich dann gleich das Gefühl bekomme ihn mit meinen Kindern besuchen zu müssen. Angst, dass ich seine Trauer nicht aushalten kann. Ich bin enttäuscht von mir selber. Meine Mittlere ist im Kindergarten, ich mache mich auf den Heimweg und wer kommt mir an derselben Stelle wieder entgegen? Der flüchtige Bekannte, der alte Mann. Ich bleibe stehen, gebe ihm die Hand, frage ihn, wie es ihm geht nach dem Tod seiner Frau. Er weint, mit seiner behandschuhten Hand streicht er mir immer wieder über die Wange und sagt: „Kind, Kind jetzt geht’s ihr gut. Es ging ihr sehr schlecht zum Schluss. Ja, ich bin traurig, aber sie ist bei Gott im Himmel. Jetzt geht’s ihr gut.“ Nach einer Weile beendet er das Gespräch und wünscht mir einen gesegneten Tag. Ich bin gerührt und dankbar. Dankbar, diese 2.te Chance bekommen zu haben. Dankbar beruhigt aus dem Gespräch zu gehen, er hat Menschen, die ihn begleiten, er ist getröstet durch seinen Glauben. Angst ist ein schlechter Ratgeber, das habe ich heute wieder gelernt und ich bin sehr dankbar für diese 2te Chance.

besondere Nachbarn

22 Donnerstag Jan 2015

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Und es war einfach mal Zeit mit einer kleinen Geste DANKE zu sagen.

Wir haben die nettesten Nachbarn, davon gehe ich aus. Denn wir haben ganz besondere Nachbarn. Nachbarn, die unsere Pakete entgegen nehmen, wenn wir nicht da sind (und mein Mann bekommt beruflich sehr viele Pakete, weil er unter anderem Flyer entwirft und bestellt und Plakate usw.). Nachbarn, die bei sich unsere Kinder mal Rutschen lassen, weil sie eine Rutsche haben und wir nicht. Nachbarn, die meinen Mädels mal was Süßes zustecken, wenn diese auf einen Sprung vorbeikommen. Nachbarn, die mich ins Treppenhaus lassen, weil ich mal wieder den Schlüssel vor unserer Wohnungstür hab liegen lassen, weil ich mit Jacke, Schuhe, Schal… anziehen beschäftigt war. Nachbarn, die über das Chaos hinwegsehen, dass wir des Öfteren im Treppenhaus hinterlassen (was ich echt ändern will). Nachbarn, die sich nicht beschweren, wenn meine Kids sonntagmorgens in aller Frühe schon durch die Wohnung toben. Nachbarn, die es nicht ärgert, dass montagabends viele junge Leute die Treppen hochlaufen und auch mal lauter sind, wir hatten sogar mal ein Wohnzimmerkonzert. Nachbarn, die nett sind und freundlich und die grüßen… Sie sind von Montag 9 Uhr bis 19 Uhr und Samstag von 9 Uhr bis 18 Uhr im Haus und dann gehen sie in ihr Privatleben zurück. Es sind die Verkäuferinnen der Kinderabteilung in dem Kaufhaus in dem wir wohnen. Und für diese besonderen Nachbarn bin ich sehr dankbar.

kleines Ritual

21 Mittwoch Jan 2015

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P1090487 (2)Die Nacht mit meiner Jüngsten war anstrengend weil sie so erkältet ist, dann auch noch verschlafen, meine Größte weckt mich. Die Bügelwäsche vom Abend vorher, die ich eigentlich noch erledigen wollte, sticht mir in die Augen und Teller zum Frühstück sind auch nicht griffbereit, weil alles noch in der Spülmaschine hängt. Solche Morgende kann ich nicht leiden. Meine Älteste macht rum, weil sie nicht anziehen will, was bereit liegt, außerdem will sie mir gleich Fragen zum Leben stellen und mir unbedingt was erzählen. „Später, merkst du nicht wir sind voll spät dran?“ Unser beider Laune? Gelinde gesagt, mies. Der Schulweg ist schweigsam, sie versucht mit mir Schritt zu halten. Und zum Abschied gibt es wie, jeden Tag, einen Kuss und ein: Ich hab dich lieb! Und für dieses kleine Ritual bin ich heute so dankbar, weil es die Brücke geschlagen hat zwischen ihr und mir und die miese Laune nicht gesiegt hat. Weil es mir geholfen hat, diese Grundwahrheit auszudrücken, obwohl ich so genervt war. Weil wir uns einander wieder zugewandt haben und in die Augen blickten und nicht mit abweisendem Blick auseinander gingen. Deshalb sind mir manche Rituale so wichtig, weil sie nicht von meiner emotionalen Verfassung abhängen, sondern die äußere Form für eine wichtige Wahrheit, einen wichtigen Wert sind. Und ich hoffe sehr, dass meine Tochter sich daran erinnert und diese Wahrheit verinnerlicht auch wenn ich mies drauf bin, wenn ich ungerecht bin, wenn mein Verhalten unangebracht ist und dass dieses kleine Ritual eine große Wirkung hat.

Luxus

20 Dienstag Jan 2015

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Zu meinem letzten Geburtstag bekam ich von meinem Mann ein Smartphone geschenkt. Er befreite mich sozusagen aus der einsamen Steppe der Nichtsmartphonebesitzer. Und ich bin dankbar für dieses tolle Gerät: Ich bin dankbar, dass es mir so manches Telefonat erspart, weil ich schnell eine whatsapp schreiben kann; ich bin dankbar, dass mich manch eine Freundin an ihrem Tagesgeschehen teilhaben lässt durch ein Foto, einen kurzen Text; ich bin dankbar, dass wenn ich unterwegs bin mein Mann mich mit verrückten Fotos auf dem Laufenden hält und ich beruhigt sehe, die kommen alle ganz gut ohne mich klar; ich bin dankbar, dass ich eine Kartenapp habe, die mir zeigt wo ich langfahren soll und verzweifelte Anrufe an meinen Mann: Mist wo bin ich hier, lots mich mal da und da hin. aufgehört haben; ich bin dankbar, dass ich schon morgens sehe, wie das Wetter ungefähr wird, obwohl ich die Balkontür trotzdem oft noch öffne und mich rausstelle, weil ich nicht weiss, wie sich 2°C mit leichtem Westwind anfühlen; ich bin dankbar für meine wordpress app, die mir sofort anzeigt, wenn ihr mir einen Kommentar hinterlasst und ich mich dann jedesmal voll freue. Und ich bin dankbar, dass sich meine Welt auch dann weiterdreht, wenn der Akku mal leer ist, weil ich die Schneckenpost noch kenne und Freunde von mir auch, weil ich auch an mein Ziel komme, wenn ich mich durchfragen muss…aber es ist ein super Luxusgegenstand, den ich sehr genieße.P1090480 (2)

gleichwertig

19 Montag Jan 2015

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Heute war ich in einem richtig negativen Gedankendrive bezüglich unseres Schulsystems. Ich kann das gar nicht so genau erklären, aber in meinen Augen ist es so genormt. Hast du Verständnis für Sprachen und Zahlen, dann wird es dir gut gehen. Sind deine Gehirnkonstrukte anders geartet, wirst du dich die meiste Zeit durchbeißen müssen, dann hast du irgendwie eine Schwäche und die muss beseitigt werden und andere Begabungen werden ( gefühlt ) kaum abgefragt oder haben eben keinen so hohen Stellenwert. Am besten man entspricht der Norm und bewegt sich in all den Skalen und Richtwerten entweder überdurchschnittlich oder durchschnittlich… So in der Art war mein Kopf beschäftigt. Und als meine Kleinste ihren Powernap machte und ich den Kühlschrank auswischteP1090441 (2), da schaltete sich ein anderer Gedanke ein für den ich heute sehr dankbar bin, weil ich mit seiner Hilfe aus diesem Gedankenkarussell aussteigen konnte. Ich lebe in einem Land in dem es kein Problem ist, dass ich 3 Töchter zur Welt brachte und in dem es selbstverständlich ist, dass am ersten Schultag auch sie auf der Matte stehen. Sie lernen und gehen denselben Bildungsweg wie Jungs. Und das ist so gut!!! Ich muss um ihre Bildung nicht kämpfen. Bei uns gehört das dazu und nur durch eine gute Bildung sind sie in der Lage selbstständig und unabhängig ihr Leben zu gestalten. Ich lebe mein Leben als Mutter und Hausfrau nicht weil es mir an Bildung fehlt, sondern weil ich wählen konnte. Ich bin als Mutter von 3 Töchtern nicht im Nachteil zu meiner Freundin, die 4 Söhne zur Welt brachte. Wir sind gleichwertig, weil wir Kinder geboren haben und das Geschlecht nicht entscheidend ist. Ich bin dankbar für die Schulbildung, die meine Töchter bekommen (werden) und bin dankbar für diese Selbstverständlichkeit.

Besuch

18 Sonntag Jan 2015

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Heute bin ich voll dankbar für unsere Freunde, die zu Besuch da waren. Das habe ich sehr genossen. Einfach zusammen reden, lachen, sich schöne Sachen erzählen, aber auch Einblick bekommen und Einblick geben, wo das Leben nicht so unbeschwert ist. Das mag ich, Offenheit, Ehrlichkeit und für diese Zeit und das Gespräch in ich heute sehr dankbar.P1090356 (2)

bewahrt

17 Samstag Jan 2015

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Heute war ein Familienbesuch angesagt, bei der Familie meines Mannes, allerdings ohne meinen Mann, aber mit meinen Mädels ( eine Strecke ca.80 km ). Und so fuhr ich unter erschwerten Bedingungen, Regen, diesig, viel Verkehr und lautstarke Kinderlieder – CD los und kam gut an, hin und zurück. Und wenn ich die Autotüren zuschlage und mit der Zentralverriegelung die Türen schließe und zu meinem Besuch oder Termin oder sonstwohin gehe, habe ich schon vergessen, mich zu erinnern, dass ich bewahrt geblieben bin. Mein Auto liegt nirgendwo im Straßengraben, es muss keiner für mich ein Kreuz am Straßenrand aufstellen, ich verbringe keine bangen Stunden am Bett meines verletzten Kindes. Nein, wir sind ausgestiegen und haben etwas wunderbares erlebt, wir sind bewahrt geblieben. Und dafür in ich heute so dankbar.P1090351 (3)

Gebet für meine Kinder

16 Freitag Jan 2015

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Ich möchte so gerne wissen wie ich meine Kinder erziehen soll damit sie charakterstarke Frauen werden, die ihr Leben besonnen und selbstbestimmt leben. Ich möchte wissen, was ich tun muss, damit sie glücklich und zufrieden werden als erwachsene Frauen und sich nicht dem Zeitgeist unterordnen. Ich möchte wissen, was ich sagen muss damit sie eine innere Stärke entwickeln und ohne Druck das Beste aus sich herausholen. Ich möchte wissen wie ich mich verhalten soll, damit sie auch später beständige Beziehungen führen und sich und anderen gut tuen. Ich möchte es wissen. Eine Zeitlang habe ich viel dazu gelesen, aber so viele Menschen haben so viele Ansichten und so höre ich immer wieder den Tipp, dass unsere Mütter wieder mehr auf ihr Bauchgefühl hören sollen. Aber wisst ihr was, in den Situationen, in denen ich mich hilflos und unwissend fühle ist mein Bauch ein schlechter Ratgeber, weil ich wütend bin oder Angst habe und emotional viel zu involviert, als dass mein Bauch jetzt was wirklich hilfreiches beisteuern könnte. Und so sitze ich des Öfteren da und denke, wieso habe ich mir 3 Kinder zugetraut… Und dann halte ich inne, immer und immer wieder und sage es dem an den ich glaube, bringe es zu dem der meine Kinder ins Leben gerufen und mich als Mutter berufen hat. Lasse meine negative Gedankenspirale bei ihm, der mir 3 Kinder anvertraut hat. Ich bete. Ich bitte um Bewahrung meine Kinder, weil mein Arm zu kurz ist.P1090325 (2) Ich bitte um Schutz ihrer Seelen, dass das Verletzende nicht an ihnen haften bleibt, auch die Verletzungen, die ich ihnen zufüge, gar nicht mit Absicht, aber weil ich Mensch bin, weil ich emotional bin, weil ich Mama bin. Und dann lege ich meine Kinder in die Hand Gottes, die so viele größer ist als meine und spüre wie innere Friede in meine Gedanken kommt. Und dann werde ich dankbar, heute und gestern und morgen…

Zuhause

15 Donnerstag Jan 2015

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P1090315 (2)Heute war ich bei IKEA, eher spontan mit meinen 3 Girls und einer Freundin. Und ich mag IKEA und bin dankbar – jedes Mal, wenn ich dort bin nicht nur heute, dass ich ein Zuhause habe in das ich investieren, das ich verschönern und gestalten kann. Und nicht nur ich, sondern viele andere auch (obwohl, heute war es ziemlich leer). Ich mag den Gedanken, dass wir alle irgendwo eine Tür aufschließen, hinter der sich unsere eigene kleine Welt verbirgt. Und ich bin Gott so dankbar für das Dach, das ich über dem Kopf habe und geschützt bin vor Regen und Kälte. Es fühlt sich so selbstverständlich an, weil ich zum xten Mal die Treppen hochlaufe und meine Tür aufschließe. Aber schon das mein sagt doch alles. Hier ist meine Welt, mein Raum, den ich gestalte, in dem ich lebe, in den ich mich zurückziehe. Und das ist mir mein Zuhause…der Rückzugsort an den ich immer wieder zurückkehre aus der großen unübersichtlichen Welt in meine kleine überschaubare Welt, in der ich meine Gedanken sortieren kann, in der ich mich wohlfühle, in der ich ich bin. Und deshalb investiere ich in diesen Ort und gestalte ihn, weil er mir kostbar ist. Und ich bin dankbar, das mein Zuhause auch die sind mit denen ich es teile. Dass ich nicht nur in materielle Dinge investiere, in äußere Formen, sondern auch in unsere Familienatmosphäre und unsere Gastfreundschaft. Es ist unser Zuhause unsere Welt und ich wünsche mir, dass sich hier alle wohlfühlen und wertgeschätzt fühlen, auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind, auch wenn es Streit gibt, auch wenn unsere Welten da draußen immer unterschiedlicher werden…Zuhause eben.

Bedürfnisse

14 Mittwoch Jan 2015

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Alltagslektion. Meine Mittlere kommt mit den Händen in die Hüften gestemmt auf mich zu, baut sich vor mir auf und ruft: „Ich will kuscheln.“ Und für diesen Moment bin ich heute dankbar. Nicht nur weil wir dann gekuschelt haben, sondern weil meine Tochter ihr Bedürfnis nach Nähe, Zuwendung und Wertschätzung wahrnimmt und ausdrückt. Natürlich arbeite ich mit ihr noch an der Ausdrucksform 😉 Und sie wird mir zum Vorbild, weil wir Großen das oft schon verlernt haben. Die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und für sie zu sorgen. Wenn das bei mir ohne Auswirkung bliebe wäre es vielleicht gar nicht so schlimm, aber ich werde genervt, gereizt und innerlich aggressiv, wenn ich über einen längeren Zeitraum an meinem Limit lebe. Und ich erwarte dann (unbewusst), dass andere meine Defizite wahrnehmen durch indirekte Ansagen, jammern oder gar Vorwürfen. Meine Angst ist, dass ich egoistisch und ich-bezogen werde, wenn ich nach mir schaue. Andererseits will ich auch nicht so ein Miesepeter sein. Eine Freundin hat mir dieses Verhalten vor längerem gespiegelt, was sehr unangenehm war, aber so hilfreich. Der Begriff Eigenverantwortung hat an Bedeutung gewonnen. Ich dachte Eigenverantwortung sind die Leistungen, die ich erbringe, sind die messbaren Werte, die mein Leben liefert, ist mein Handeln Dritten gegenüber. Meinem Gegenüber will ich mit echtem Respekt begegnen, aber gehört nicht zum Respektieren eines anderen mein eigener Respekt mir gegenüber dazu, ist er nicht sogar Voraussetzung? Und gehört nicht zum eigenen Respekt der respektvolle Umgang mit den eigenen Bedürfnissen? Und gehört nicht zum respektvollen Umgang mit den eigenen Bedürfnissen diese zu kennen und wahrzunehmen? Und so stemme ich die Hände an die Hüften, baue mich vor dem Leben auf und rufe: „Ich will …“

die Sonne

13 Dienstag Jan 2015

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Die Sonne (von ahd. Sunna; lateinisch sol, gr. ἥλιος hēlios, astronom. Zeichen ☉) ist ein durchschnittlich großer Stern im äußeren Drittel der Milchstraße. Sie ist ein Hauptreihenstern (Zwergstern) und bildet das Zentrum des Sonnensystems, das sie durch ihre Gravitation dominiert. Sie enthält 99,86 % der gesamten Masse des Sonnensystems und hat einen Durchmesser von 1,4 Millionen km, den 109-fachen der Erde.

Die Erde ist einer der acht Planeten, die die Sonne umkreisen. Die thermonuklear gespeiste Strahlung der außen 6000 °C heißen Gaskugel ist Grundvoraussetzung für die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf der Erde. (Wikipedia)

P1090219 (2)Nie im Leben hätte ich diese Worte für meinen Dankesbeitrag gewählt. Die Sonne ist so komplex, so unvorstellbar in ihrer Größe und Beschaffenheit. Und das ganze Sonnensystem mit der Sonne im Zentrum ist kaum zu erklären. Und in meiner Welt ist sie so einfach… Wenn sie scheint so wie heute, dann macht sie mich fröhlich – egal, ob sie durch mein Wohnzimmerfenster scheint oder ich ihr mein Gesicht beim Spazierengehen entgegenstrecke. Ich weiß auch nicht, aber der Sonnenschein löst bei mir richtige Glücks- und Dankbarkeitsgefühle aus. Für das Leben im Allgemeinen und Speziellen. Irgendwie scheint in ihrem Licht alles lebendiger, intensiver, schöner zu sein und alles scheint möglich zu sein und gewinnt an Bedeutung. Die Sonne ist mein Glücksbringer, sie bringt Glück in meine Gedanken, in meine Gefühle. Heute bin ich Gott so dankbar für das Wunderwerk Sonne, das er geschaffen hat.

P1090232 (3)

begrenzte Freiheit

12 Montag Jan 2015

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Jeden Montagabend sitzen in unserem Wohnzimmer 20 – 35 junge Erwachsene. So an der Schwelle zur Selbstständigkeit… alles noch offen, unbegrenzte Freiheit. Und ich kenne Leute, die dieser Zeit nachtrauern, die gerne nochmal in diesem Zwischenland unterwegs wären, in dem noch alles offen ist, unbegrenzt. Und ich, ich bin wirklich dankbar, dass ich die großen Entscheidungen in meinem Leben schon getroffen habe, dass ich nicht mehr unbegrenzt bin. Meine Entscheidungen begrenzen mich, mein Beruf, den ich gewählt habe, meine Ehe, die Entscheidung Kinder zu bekommen, die Gott auch geschenkt hat. Ich mag diese Grenzen in denen ich mich jetzt voll austoben kann. Ich kann alle Energie in den Weg stecken, den ich eingeschlagen habe. Ich stehe nicht vor unberührtem Land. Und ich kann diese Freiheit in diesen Begrenzungen jetzt erst genießen, weil mir diese Begrenzungen Werte geben, Richtlinien und Wegweisung. Nein, ich möchte keine unbegrenzten Möglichkeiten, ich liebe es alle Möglichkeiten in meinen Begrenzungen auszuprobieren und bin dankbar, daß die Richtung schon entschieden ist.P1090208 (2)

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